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Vermögenswirksame Leistungen: Davon hängt die Höhe ab

Vermögenswirksame Leistungen (VL oder auch VWL) sind tariflich vereinbarte Zahlungen durch den Arbeitgeber an einen Arbeitnehmer. Diese sollen Arbeitnehmern den Vermögensaufbau erleichtern und können in verschiedene Anlageformen für die persönliche Altersvorsorge eingezahlt werden.

Die Höhe dieser vermögenswirksamen Leistungen hängt insbesondere vom jeweiligen Arbeitgeber beziehungsweise vom geltenden Tarifvertrag ab. Der maximal förderbare Betrag dieser Leistung liegt bei 470 € im Jahr und kann monatlich bis zu 40 € betragen. Der Arbeitgeber überweist dabei den festgelegten Betrag direkt auf das entsprechende Anlagekonto.

Solche Leistungen werden beispielsweise für Arbeitnehmer, Beamte, Richter, Soldaten und Auszubildende bezahlt. Zum Beispiel Rentner, freie Mitarbeiter und Selbstständige erhalten diese Zahlung hingegen nicht.

Wie hoch ist die staatliche Arbeitnehmersparzulage?

Bausparverträge und Aktienfonds stehen dabei im Vordergrund, da diese Sparanlagen vom Staat besonders gefördert werden. Der Vermögensaufbau ist dann durch die staatliche Arbeitnehmersparzulage und Wohnungsbauprämie besonders attraktiv.

Diese Arbeitnehmersparzulage beträgt 9% für Beträge, die in einen Bausparvertrag oder andere Sparverträge fließen. Die staatliche Arbeitnehmersparzulage beträgt für den Vermögensaufbau mit Wertpapiersparplänen sogar 20%. Hier wird allerdings maximal ein Betrag von 400 € im Jahr (ca. 34 € monatlich) gefördert.

Vermögenswirksame Leistungen: Höhe kann aufgestockt werden

Die vermögenswirksamen Leistungen können vom Arbeitnehmer aufgestockt werden.

Ein Arbeitnehmer muss für eine maximale Förderung die vermögenswirksamen Leistungen auf 74 € im Monat aufstocken.

Es ist allerdings zu betonen, dass eine Förderung generell nur möglich ist, wenn das jährliche zu versteuernde Einkommen von 17.900 Euro bei Alleinstehenden oder 35.800 € bei Zusammenveranlagung von Ehegatten nicht überschritten wird.

Welche Anlageformen sind förderbar?

Die Auswahl des entsprechenden Anlageprodukts hat direkten Einfluss auf die Förderbarkeit. So sind beispielsweise im Bereich des Wertpapiersparens längst nicht alle Fonds förderbar. Oftmals sind kleine Fonds nicht für das Sparen mit vermögenswirksamen Leistungen verfügbar.

Man sollte sich also vor der Entscheidung bei der entsprechenden Fondsgesellschaft informieren, ob eine Förderung nach dem Vermögensbildungsgesetzt möglich ist und ob einer Mindesteinzahlung zu folgen ist. Eine solche Mindesteinzahlung liegt bei Fondssparplänen oftmals bei 50 €.

Somit muss der Sparer einen weiteren Teil zuschießen, der auf keinen Fall mit der staatlichen Arbeitnehmersparzulage gefördert werden kann. Eine Förderung kann grundsätzlich für Banksparpläne, Fondssparpläne, Beiträge in eine Kapitallebensversicherung, die Darlehenstilgung einer selbst genutzten Immobilie oder einen Bausparvertrag erfolgen.

Ebenso kann der Erwerb von genossenschaftlichen Anteilen gefördert werden. Der Bausparvertrag ist die am meisten gewählte Anlageform für den Vermögensaufbau mit vermögenswirksamen Leistungen und wird von vielen Sparern als der erste Schritt ins Eigenheim betrachtet.

27. Mai 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.