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Wahl der Depotbank: Nehmen Sie sich vor diesen Kostenfallen in Acht

Eine große Zahl verschiedener Depotbanken ringt um die Gunst der Anleger. Zu den bekanntesten gehören Comdirect, Cortal Consors, DAB-Bank, ING Diba, Maxblue, S-Broker, Onvista-Bank und Flatex. Welche ist die günstigste?

Das lässt sich pauschal nicht sagen, sondern hängt davon ab, welche Leistungen und Services Sie als Depotinhaber besonders oft in Anspruch nehmen. Sicher ist aber: Bei fast jedem Broker gibt es Kosten, die unnötig hoch sind, sich aber vermeiden lassen. Wie Sie die schlimmsten Kostenfallen vermeiden, lesen Sie in diesem Beitrag.

Tipp: Schauen Sie ins Preis- Leistungsverzeichnis

Alle Preisangaben finden Sie im Preis- und Leistungsverzeichnis der jeweiligen Depotbank (dieses finden Sie auf der Homepage der Bank). Vergleichen Sie vor allem die Preise für diejenigen Leistungen und Services, die Sie häufig in Anspruch nehmen.

Depotführung: So sparen Sie im Laufe der Zeit Hunderte von Euro

Wenn Sie Ihr Depot bei einer ortsansässigen Filialbank führen, tappen Sie oftmals in eine Kostenfalle: Denn hier belaufen sich die Depotgebühren pro Jahr meist auf eine zwei- bis dreistellige Summe, je nach Depotwert und inbegriffener Beratung.

Weitaus günstiger sind Online-Depotbanken (Direkt-Broker). Bei vielen kostet die Depotführung nichts (z. B.: Comdirect, CortalConsors, DAB-Bank, ING Diba), bei manchen beschränkt sie sich zumindest auf zweistellige Summen. Ein Wechsel der Bank hilft hier also bares Geld sparen.

Reguläre Ordergebühren

Ordergebühren verlangt jede Depotbank, die Höhe ist aber unterschiedlich. Bei einige Banken hängt die Gebühr prozentual vom Kurswert der georderten Wertpapiere ab (z. B. 0,25% bei Maxblue und ING Diba). Andere erheben zusätzlich einen Sockelbetrag (z. B. 4,90 Euro pro Order bei Comdirect).

Die meisten verlangen eine Mindestentgelt (z. B. Comdirect: 9,90 Euro), begrenzen bei großen Ordervolumina die Gebühren aber auch auf ein Höchstentgelt (z. B. Comdirect: 59,90 Euro). Broker mit Order-Flatrates sind hier eine günstige Alternative. Flatrates sind Festpreise für Wertpapierorders, wie sie z. B. der Broker Flatex anbietet (5,90 Euro pro Order).

Allerdings gelten diese Flatrates meist nur für den außerbörslichen Direkthandel. Hier fehlt die unabhängige Handelsüberwachungsstelle. Sie können sich bei unfairer Preisstellung später nicht über die Orderabwicklung beschweren. Deshalb gilt: Seien Sie vorsichtig.

Fragen Sie den Preis zunächst an („Kurs holen“) und vergleichen Sie ihn mit den Wertpapierkursen an regulären Börsen („Times & Sales“). Dann profitieren Sie von günstigen Ordergebühren, ohne schlechtere Kurse hinnehmen zu müssen.


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Zusätzliche Ordergebühren

Bei Wertpapierorders, die Sie per Telefon oder Fax aufgeben, verlangt der Broker zu den regulären Ordergebühren noch ein extra Entgelt (meist rund 10 Euro pro Order). Dieses Entgelt können Sie sich sparen: Geben Sie Ihre Orders online auf. Dann entfällt diese „Servicegebühr“. Nicht jede Order wird sofort ausgeführt.

Einige sind an Bedingungen geknüpft, etwa Stopp-Loss-Orders. Hier wird das Wertpapier nur verkauft, wenn ein bestimmtes, von Ihnen definiertes Kurslimit berührt oder unterschritten wird. Ansonsten bleibt die Order unausgeführt. Stopp-Loss Orders müssen Sie allerdings von Zeit zu Zeit „nachziehen“, das heißt an gestiegene Kurse anpassen.

Die Orderänderung oder -streichung kostet allerdings bei manchen Brokern Geld (z. B. 4,90 Euro bei Maxblue). Auch diesen zsätzlichen Gebühren können Sie entgehen. Wählen Sie einen Broker aus, bei dem Orderänderung oder -streichung nichts kostet (z.B. Cortal Consors, Comdirect, DABBank, Flatex).

Auch ein Trailing-Stopp-Loss hilft Kosten sparen: Hier wird der Stopp-Kurs regelmäßig in festem Abstand (% oder Euro) an steigende Kurse angepasst, sodass eine eigenhändige Änderung nicht nötig ist.

Fondskauf: Meiden Sie den teuren Ausgabeaufschlag

Wenn Sie Fondsanteile direkt bei der Fondsgesellschaft kaufen (Handelsplatz: Kapitalanlagegesellschaft, kurz KAG), erleben Sie eine unangenehme Überraschung. Dann nämlich wird ein Ausgabeaufschlag erhoben, eine Kaufgebühr, die bis zu 5,5% des Ordervolumens ausmacht.

Wenn Sie 10.000 Euro in einen Fonds investieren, gehen also 550 Euro für diese sinnlose Gebühr drauf. Dass muss nicht sein. Der Ausgabeaufschlag lässt sich ganz einfach durch eine dieser Möglichkeiten vermeiden:

  •  Suchen Sie gezielt nach Sonderangeboten Ihres Brokers. Beliebte Publikumsfonds werden oft mit 50% oder 100% Rabatt auf den Ausgabeaufschlag vertrieben.
  •  Eröffnen Sie ein Depot über einen spezialisierten Fondsvermittler, der Ihnen den Kauf vieler Fonds ebenfalls ohne oder mit vergünstigtem Ausgabeaufschlag ermöglicht. Ihr Fondsdepot läuft dann bei einem normalen Broker, der mit diesem Fondsvermittler zusammenarbeitet. Aber Sie erhalten dann einen Rabatt auf den Ausgabeaufschlag.
  •  Kaufen Sie Ihre Fondsanteile an einer Börse statt bei der KAG. Statt des Ausgabeaufschlags fällt dann nur der Spread an, der Unterschied zwischen Kauf- und Verkaufskurs. Dieser liegt meist in der Regel bei maximal 1,5% des Orderwertes.

Fondssparpläne: Auch hier lassen sich die Ordergebühren reduzieren

Bei Fondssparpläne werden regelmäßige Orders aufgegeben, um die gewünschten Fondsanteile jeweils für einen festen Betrag (Sparraten) zu kaufen. Allerdings verlangen einige Broker dafür gesalzene Preise (z. B. DAB-Bank: 2,50 Euro plus 0,25% des Kurswertes pro Order, Maxblue: 2,50 Euro plus 0,4 % des Kurswertes pro Order).

Bei Sparraten von beispielsweise 50 Euro kommen auf diese Weise über 5% des Ordervolumens zusammen, oft sogar zusätzlich zum Ausgabeaufschlag. Entgehen können Sie diesen Gebühren, indem Sie abermals ein Fondsdepot über einen günstigen Fondsvermittler eröffnen.

Falls Sie das nicht wollen, setzen Sie die Kauffrequenz herab (z. B. quartalsweise statt monatlich) und erhöhen Sie stattdessen die Sparraten (z. B. 150 Euro statt 50 Euro), dann zahlen Sie den Festpreis nur einmal statt dreimal.

Gebühren für den Kapitaltransfer aus dem Ausland

Sie haben Auslandsaktien? Dann sehen Sie Ihrem Broker auf die Finger. Denn womöglich verlangt er für jede Dividendengutschrift aus dem Ausland Gebühren (z. B. Flatex: 1,50 Euro bei Gutschriften kleiner 15 Euro und 5,00 Euro bei Gutschriften größer 15 Euro). Hier hilft nur ein Brokerwechsel, um dieser Kostenfalle zu entgehen. Sie können auch ein extra Depot speziell für Ihre ausländischen Aktien eröffnen.

Gebühren für Hauptversammlungs-Karten und postalische Benachrichtigungen

Schließlich verlangen viele Depotbanken noch Gebühren für Karten zur Hauptversammlung (z. B. 5,95 Euro pro Ticket bei Flatex). Wenn Sie häufig zu Hauptversammlungen gehen, wechseln Sie zu einem Broker, der diesen Service kostenlos anbietet.

Auch die postalische Zusendung von Erträgnisaufstellungen, Jahressteuerbescheinigungen etc. kostet Geld (meist pauschal 10 bis 30 Euro pro Dokument). Die jedoch lässt sich leicht vermeiden.

Tipp: Geld sparen mit dem Online-Dokumentenarchiv

Stellen Sie Ihr Depot auf Online-Benachrichtigung um (siehe „Dokumenten-Archiv“/„Benachrichtigungs-Optionen“ in Ihrem Login-Bereich). Rufen Sie Ihre Dokumente regelmäßig als PDF-Datei ab. Sie können sie kostenfrei eigenhändig ausdrucken und abheften.

Wenn Sie diese Tipps beherzigen, werden Sie gegenüber einer Filialbank im Laufe der Zeit eine Menge Geld sparen. Geld, das Ihnen zusätzlich zur Vermögensbildung zur Verfügung steht.

28. November 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Judith Engst
Von: Judith Engst. Über den Autor

Judith Engst hat sich auf die publizistische Beratung im Bereich Wirtschaft und Finanzen spezialisiert und speziell zum Thema Geldanlage mehrere Bücher verfasst.