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Was sind Express-Zertifikate – und was gilt es zu beachten?

Neben Aktien und Aktienfonds gelten Zertifikate als wichtiges Anlageinstrument für private Anleger.

Rund 100 Milliarden Euro sind bereits in Zertifikate geflossen, Tendenz steigend.

Mit Express-Zertifikaten steht dem Anleger seit geraumer Zeit eine weitere Möglichkeit zur Verfügung, in relativ kurzer Zeit eine feste Rendite zu erwirtschaften.

So funktioniert ein Express-Zertifikat

Die Funktionsweise eines Express-Zertifikats ist einfach. Bei Express-Zertifikaten erfolgt die Rückzahlung, wenn am Bewertungsstichtag ein festgelegtes Kursniveau (Basispreis) erreicht wird. Wird dieses Ziel verfehlt, läuft das Zertifikat weiter.

In der Regel haben Express-Zertifikate eine Laufzeit von mehreren Jahren. In jedem Jahr ergibt sich für den Anleger die Chance auf eine vorzeitige Rückzahlung des investierten Geldes inklusive einer ansehnlichen Rendite.

Voraussetzung ist lediglich, dass der Basispreis erreicht wird oder darüber liegt. Als Basiswert kann dabei eine Aktie, aber auch ein Index (DAX, EuroStoxx 50) dienen.

Die meisten Express-Zertifikate sind zudem mit einem Risikopuffer oder einer Sicherheitsschwelle ausgestattet, wodurch der Kurs der Aktie bzw. des Index am Laufzeitende sogar leicht unter dem Basiswert liegen kann, ohne dass der Anleger Verlust macht.

Somit eignen sich Express-Zertifikate nicht nur für risikobewusste Anleger, sondern auch für konservative Investoren, die mit einer Seitwärtsbewegung oder leicht steigenden Kursen rechnen.

Eine Beispielrechnung

Der Anleger kauft für 100 Euro ein Express-Zertifikat auf die XY AG. Der Aktienkurs der Aktie liegt zu diesem Zeitpunkt bei 100 Euro. Die Laufzeit des Zertifikats beträgt drei Jahre. Der Risikopuffer beträgt 10 Prozent.

Dies bedeutet, dass der Anleger am Laufzeitende auch dann sein investiertes Geld zurückerhält, wenn die Aktie der XY AG am Laufzeitende auf 90 Euro gefallen ist. Beträgt der Kursverlust nach drei Jahren mehr als zehn Prozent, erhält der Anleger zumindest den Kurswert der XY AG ausbezahlt.

Notiert der Basiswert nach dem ersten Jahr am Stichtag auf oder über dem Basispreis, erhält der Anleger den Nominalwert zuzüglich eines Bonusbetrags ausbezahlt. Ansonsten läuft das Express-Zertifikat weiter.

Mit der Länge der Laufzeit steigt in der Regel auch der Bonusbetrag leicht an, womit durch ein Express-Zertifikat Renditen zwischen 10 und 30 Prozent – je nach Laufzeit und Ausgestaltung – möglich sind.

Was zu beachten ist

Ein Express-Zertifikat ist zunächst ein Wertpapier. Geht der Emittent Pleite, geht auch der Anleger leer aus, denn Express-Zertifikate unterliegen nichtdemEinlagensicherungsfonds.

Ein Totalverlust entsteht auch dann, wenn der Kurs des Basiswertes zum letzten Stichtag auf null fällt.

Beim Express-Zertifikat ist die Wahl des richtigen Basiswertes entscheidend. Basiswerte, die starken Kursschwankungen unterliegen, eignen sich nicht als Investment.

Der Kurs von Express-Zertifikaten hängt stark von der Entwicklung des Basiswertes (Aktie, Index) ab und kann ebenfalls starken Kursschwankungen unterliegen. Durch die Hebelwirkung können unter bestimmten Konstellationen erhebliche Kursverluste bei Express-Zertifikaten entstehen.

Mehr zum Thema: Express-Zertifikate – welche Arten gibt es?

10. August 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.