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Wie liquide ist ein Unternehmen? Das ist die Kennzahl

Geschäftspartner, Kreditgeber und nicht zuletzt Anleger interessieren sich stark für die Kennzahlen von Unternehmen. Kennzahlen machen wichtige Aussagen über die Situation der jeweiligen Gesellschaft. Da geht es unter anderem um das Verhältnis von Gewinn zum Kurs oder Umsatz, um die Eigenkapitalquote oder –rentabilität.

Eine weitere wichtige Kennzahl ist der Brutto Cashflow. Der Cashflow gibt den Überschuss an, der errechnet wird, wenn die Einnahmen von den Ausgaben abgezogen werden. Daraus lässt sich erkennen, in welcher Höhe ein Unternehmen Finanzmittel aus eigenen Kräften erwirtschaftet hat.

Potenzielle Anleger können beispielsweise daraus erkennen, welche finanziellen Mittel für Dividendenzahlungen und Investitionen frei zur Verfügung stehen.

Der Brutto Cashflow – Informationen über die Ertrags- und Finanzkraft von Unternehmen

Dank des Cash Flows können Aussagen über die Ertrags- und Finanzkraft einer Gesellschaft gemacht werden, die besonders für potentielle Investoren, Kreditgeber und Anteilseigner (Aktionäre) von entscheidender Bedeutung sind.


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Bei der Berechnung des Cashflows ist es von Bedeutung, dass sämtliche Positionen, die keinerlei monetären Wert aufweisen aus dem Jahresüberschuss bzw. Jahresfehlbetrag entfernt werden. Diese fließen nämlich in den Betrag mit hinein bzw. aus diesem hinaus, ohne dass ein realer Geldwert eingeflossen oder ausgegeben worden ist.

Bei der Berechnung des Cashflows gibt es 2 unterschiedliche Methoden: das direkte und das indirekte Ermittlungsverfahren. Die am häufigsten angewendete Methode ist die indirekte. Dabei werden zum jeweiligen Jahresüberschuss/-Fehlbetrag die entsprechenden Abschreibungen bzw.- Zuschreibungen und die Zu− bzw. Abnahme der langfristigen Rückstellungen addiert oder subtrahiert.

Beispiel für die indirekte Methode

2015 in €2014 in €
Jahresüberschuss250.000220.000
Abschreibungen (+)170.000150.000
Zuschreibungen (-)-140.000-130.000
langfristige Rückstellungen (+)50.00060.000
langfristige Rückstellungen (-)-40.000-50.000
operativer Cashflow290.000250.000

Bei der weniger verwendeten Netto-Cashflow-Methode wird das Ergebnis unter anderem noch um Finanzierungskosten, Steuerzahlungen oder Rücklagenveränderungen bereinigt.

Welche konkreten Aussagen lassen sich über den Zustand eines Unternehmens treffen?

Der operative Cashflow stellt das Ergebnis dar sämtlicher Geschäftsvorfälle der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, die zahlungswirksam sind. Im Rahmen des Jahresabschlusses wird vor allem der operative Cashflow als Indikator für das finanzielle Potenzial einer Gesellschaft verwendet.

Ein unternehmen wird durch einen positiven operativen Cashflow in die Lage versetzt, aus den Umsatzprozessen heraus neue Anlageinvestitionen zu tätigen oder Kredite ordnungsgemäß zu tilgen. Ein negativer Cashflow, also der Abfluss von Geldern aus einem Unternehmen, wird als Cash-Loss, Cash-Burn oder Cash-Drain bezeichnet. In der Umgangssprache wird ein solcher Betrieb auch „Geldverbrennungs-Maschine“ genannt.

Für Anleger ist das Cashflow sehr interessant. Allerdings sollte diese immer im Zusammenhang mit anderen Kennzahlen wie dem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV), dem Kurs-Umsatz-Verhältnis sowie der Eigenkapitalquote betrachtet werden.

Darüber hinaus erhöht sich die Aussagekraft des Cashflows, wenn dieser über einen Zeitraum von mehreren Jahren verfolgt wird. In einem einzelnen Jahr kann es durchaus Ausreißer nach oben oder unten geben.

2. November 2015

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Peter Hermann
Von: Peter Hermann. Über den Autor

Peter Hermann ist studierter Germanist und Sozialwissenschaftler und arbeitet seit vielen Jahren im Wirtschafts- und Finanzjournalismus. Sein Spezialgebiet sind die Offenen Investmentfonds. Darüber hinaus besitzt er die Zulassung zum Anlageberater nach § 34 f.