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Wie sicher sind Bausparverträge?

In Zeiten von Inflation und Finanzkrisen machen sich immer mehr Anleger Sorgen um ihr Geld. Doch wie sicher sind Bausparverträge als Anlage für Ihre Altersvorsorge?

Bausparverträge: Konservativ aber sicher

Klassischerweise galten Bausparverträge immer als äußerst konservative Anlageoption, die nicht unbedingt durch ihre hohen Renditechancen lockte, dafür aber mit Stabilität und Sicherheit.

Aber immer mehr Privatanleger fragen sich, wie es um diese klassische Vorsorgeform in Zeiten der Weltwirtschafts- und Bankenkrise bestellt ist. In dieser Hinsicht können wir jedoch Entwarnung geben: Bausparkassen sind wesentlich weniger gefährdet als normale Banken, einem totalen Bankrott zu erliegen.

Grund dafür liegt interessanterweise eben genau in den Bausparverträgen der Kunden.

Durch diese Mittel sind die Eigenkapitalquoten bei Bausparkassen wesentlich höher als bei normalen Bankinstituten.

Bausparkassen sind Spezialkreditinstitute, die Spargelder von ihren Kunden entgegennehmen und daraus anderen Kunden Darlehen geben. Dieses geschlossene System ist von den Schwankungen auf den internationalen Finanzmärkten unabhängig und auf Geldzufuhr von dort nicht angewiesen.

Andere Banken müssen sich oft selber Geld von der Zentralbank oder anderen Instituten leihen, um Kredite finanzieren zu können. Nicht so die Bausparkassen. Sie greifen einfach auf die enormen Summen zurück, die ihnen von den Anlegern über Jahre und Jahrzehnte hinweg zum Arbeiten zur Verfügung gestellt worden sind.

Gesetzlicher Einlagenschutz

Noch eine weitere Regelung sollte in der Lage sein, besorgte Anleger zu beruhigen: Bei Bausparkassen gilt ebenfalls der gesetzliche Einlagenschutz. Diese Regelung dient der Absicherung privaten Vermögens in dem Fall, dass die Bank zahlungsunfähig werden sollte.

Seit Dezember 2010 sind 100% der Einlagen bis zu einem Maximum von 100.000 Euro pro Privatperson auf diese Weise geschützt. Viele Bausparkassen erhöhen diese Grenze nochmals auf freiwilliger Basis.

Im mehr als unwahrscheinlichen Fall der vollständigen Zahlungsunfähigkeit einer solchen Bank wird jedem Anleger dieses Geld also vom Staat zurückerstattet, oftmals schon innerhalb weniger Monate.

Wie sicher sind Bausparverträge wirklich?

Doch warum sind Bausparkassen so gut wie sicher vor der kompletten Pleite und wie sicher sind Bausparverträge wirklich in Krisenzeiten? Bausparkassen ist es per Gesetz verboten, in spekulative Geschäftsfelder zu investieren. Anleger können also sicher sein, dass ihr Geld nicht verzockt wird.

Staatsanleihen und ähnliche Schuldverschreibungen sind also als Investition für die Banken möglich, jedoch keine Aktien, Aktienfonds und erst recht keine Geldanlagen mit schwer durchschaubarer Qualität.

Dies verbietet das Bausparkassengesetz. Zudem sind viele Bausparkassen als Verbände organisiert, so wie zum Beispiel der Bundesverband der Volks- und Raiffeisenbanken. Hier springen die verschiedenen Genossenschaftsbanken für jedes Not leidende Institut in diesem Verband ein, sodass eine Bankenpleite so gut wie gar nicht vorkommen kann.

29. Mai 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.