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Altersvorsorge 2016 – worauf müssen Anleger jetzt achten?

Es steht für viele Anleger ein Umdenken an, wenn es um die Altersvorsorge 2016 und danach geht. Die gewohnte Lebensversicherung oder auch Rentenversicherung hat im klassischen Sinne ausgedient.

Am 1. Januar 2015 wurde der garantierte Zins auf Anlageprodukte dieser Art erneut gesenkt. Von aktuell 1,75 % fiel der Garantiezins auf 1,25 %. Das wurde mit dem verabschiedeten Lebensversicherungsreformgesetz beschlossen. Zwischenzeitlich war sogar von einer Kappung des Zinses die Rede; diese Idee wurde jedoch wieder ad acta gelegt. Insofern locken Aktien als Alternative mit weitaus höheren Renditen.

Wie schwierig wird die Altersvorsorge 2016?

Sparer, die bisher in Riester– oder Rürup-Rente eingezahlt haben, sollten sich allmählich darüber freuen, dass sie dies noch zu relativ guten Konditionen machen können. Der Garantiezins von 1,25 % gilt nur für Neuverträge und somit bleiben die alten Policen gültig – wenngleich es eventuelle Überschussbeteiligungen wohl kaum noch geben wird.

Die Altersvorsorge 2016 wird aber nicht nur für Anleger schwer. Besonders die Lebensversicherer haben zu kämpfen. Denn alte Verträge mit 3 oder 4 % Verzinsung müssen erfüllt werden und das Kapital ist beim aktuellen Niedrigzins schwer zu generieren. Letztlich bleibt für Sparer und Versicherer momentan die gleiche Lösung aus dieser Situation und das sind in der Regel Aktien, die eine hohe Rendite abwerfen.

Aktien als einziger Ausweg

Es gibt einen bestimmten Grund, warum trotz schwacher Wirtschaftszahlen die Börsen immer weiter steigen. Aktien sind zurzeit eine der wenigen Möglichkeiten, mehrere Prozent Rendite zu erwirtschaften. Die meisten Staatsanleihen sind am Boden und lohnen sich als Investition nicht. Genauso schrecken inzwischen auch Festgelder oder Girokonten ab, die oft weniger als 1 % bieten. Teilweise werden bei höheren Beträgen sogar schon Minuszinsen als eine Art Gebühr fällig.

Sparern bleiben wenige Alternativen. Sie können ihr Geld abheben und unter das Kopfkissen packen. Da wird es zumindest nicht weniger. Doch wer sein Kapital arbeiten lassen möchte, kommt um Aktien derzeit kaum herum. Das ist einerseits schön, weil die Antwort scheinbar so einfach ist. Jedoch gilt es hier wiederum die richtigen Aktien herauszupicken. Sollten die Kurse 2015 einen erneuten Rückschlag einstecken müssen, wäre das Kopfkissen die bessere Möglichkeit gewesen.

Altersvorsorge 2016 – was können Sparer tun?

In erster Linie gilt es darauf zu achten, dass das Geld nicht weniger wird. Obwohl die Notenbanken die Geldmengen erhöhen, droht dennoch derzeit keine Inflation. Die Kaufkraft bleibt also offenbar vorerst erhalten. Kommt sogar eine Deflation, sinken die Preise und die Käufer bekommen mehr für ihr Geld. Zur selben Zeit geht es darum Anlageprodukte zu finden, die fast so sicher sind, wie die klassische Altersvorsorge.

Das ist bei Aktien logischerweise nie der Fall, weil ein Unternehmen theoretisch immer Konkurs gehen kann. Trotzdem geht aktuell nichts über Sachwerte. Das heißt es sollten Aktien gekauft werden, die stabil laufen und eine gewisse Dividende pro Jahr auszahlen. Hierbei gilt es auch das eigene Investment nicht auf eine Aktie zu konzentrieren. Ein diversifiziertes Portfolio, das also Aktien aus unterschiedlichen wirtschaftlichen Bereichen enthält, ist optimal.

Jetzt brauchen Anleger nur noch solide Unternehmen finden, die gleichzeitig eine Dividende von rund 3 bis 7 % zahlen. Natürlich können die Aktienkurse fallen. Doch wer mit dieser Dividendenstrategie jedes Jahr neue Aktien nachkauft und die erhaltene Dividende reinvestiert, baut sich damit eine mit Abstand bessere Altersvorsorge auf. Vor allem wenn Sparer Renten- und Lebensversicherungen als Alternative für die Altersvorsorge 2016 betrachten.

8. Januar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.