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Darum handelt es sich bei der Asset Allokation

Asset Allokation ist ein hilfreiches Werkzeug für jeden Anleger. Doch warum ist die Asset Allokation so wichtig und was verbirgt sich hinter dem Ausdruck? Asset Allokation oder (da der Begriff ein Anglizismus ist) asset allocation ist ein Begriff, der zur Verteilung des Vermögens auf verschiedene Anlage- und Risikoklassen verwendet wird.

Das Börsenlexikon der FAZ erklärt die Asset Allokation wie folgt: „Aufteilung des Kapitals auf verschiedene Investmentarten (Anlageklassen, Währungen, Regionen). Der Ertrag und das Risiko eines Portfolios kann durch die Auswahl der Wertpapiere und deren Gewichtung bestimmt und optimiert werden.“

Schön und gut, aber doch nicht wirklich griffig. Um etwas besser zu verstehen, was sich hinter Asset Allokation verbirgt, schauen wir uns die beiden Wortbestandteile etwas näher an.

Was die beiden Worte dieses Begriffes bedeuten

Asset ist ein englisches Wort, das in der Finanzwelt eingedeutscht wurde. Schauen wir im Wörterbuch bei PONS nach, wird „assets“ mit Vermögenswerten, Anlagevermögen übersetzt. Allerdings ist die Übersetzung aus dem Wörterbuch hier nicht eins zu eins zu übernehmen. Im Finanzbereich steht Asset für Anlageklasse und Risikoklasse.

Der Begriff Allokation kommt aus dem lateinischen von „allocare“ und bedeutet so viel wie verteilen oder platzieren. Im Fall der Asset Allokation ist das Verteilen von Geld auf verschiedene Assets, also Risikoklassen und Anlagemöglichkeiten gemeint. Allokation: Definition eines oft gebrauchten, aber nicht immer verstandenen Begriffes

Asset Allokation: Nur Verfügbares kann verteilt werden

Man unterscheidet bei der Asset Allokation zwei Arten von vorhandenem Vermögen – Smart Money und Lunch Money. Smart Money nennt man sogenanntes freies Vermögen, das an keinen Zweck gebunden ist, also wirklich frei verfügbares Geld.

Mit diesem Teil des Vermögens lässt sich in Anlageklassen investieren, die zwar ein höheres Risiko bergen, aber auch eine höhere Renditechance bieten, wie zum Beispiel Aktien oder Edelmetalle.

Als Lunch Money wird Vermögen bezeichnet, welches in einem absehbaren Zeitraum einem Zweck zugeordnet werden muss. Beispielsweise wenn in 3 Jahren die Anschaffung eines neuen Autos für 30.000 € geplant ist.

Dieses Geld ist jetzt verfügbar, wird aber in 3 Jahren benötigt. Daher ist dieser Teil des Vermögens nur in Klassen mit sehr geringem Risiko anzulegen, wie zum Beispiel Staats- oder Unternehmensanleihen mit gutem Ranking.

Asset Allokation: Anlage- und Risikoklassen zuordnen

Es gibt keine „Weltformel“, mit der sich die einzelnen Investitionsmöglichkeiten für jeden Einzelfall einordnen lassen. Vielmehr ist für jeden Einzelfall eine Asset Allokation vorzunehmen, die die individuellen Möglichkeiten und Bedürfnisse im Hinblick auf Risikobereitschaft und Renditeziele berücksichtigt.

Für einige Assetklassen lassen sich aber allgemeine Aussagen treffen, die dann jeweils in einer „Feinabstimmung“ genauer betrachtet werden müssen. Immobilien gelten als sehr sichere Assetklasse, binden allerdings das Investment langfristig.

Staats- und Unternehmensanleihen können durch ihr Ranking im Risiko eingestuft werden. Dieses reicht von AAA (beste Bonität) bis C oder gar D (beides wird umgangssprachlich als Ramschniveau bezeichnet). Anleihen haben den Vorteil eines planbaren Investitionszeitraumes und feststehenden Renditeziels.

Fremdwährungen, Edelmetalle und Aktien sind immer als risikoreicher zu betrachten, bieten allerdings auch weit höhere Renditechancen. Hier eröffnet dann nochmal ein breites Feld an Unterklassen, die sich wieder bezüglich Chancen und Risiken stark unterscheiden. Mit Hilfe der Allokationsfunktion kann man schließlich die Asset Allokation in ein konkretes Modell einpassen.

10. Juni 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rüdiger Dalchow. Über den Autor

Seit 1995 ist er selber aktiv an den Märkten tätig und hat dabei sowohl Hochs als auch Tiefs erlebt. Aus dieser Erfahrung heraus ist es sein Ziel, dem privaten Anleger oftmals zu kompliziert dargestellte Zusammenhänge an der Börse möglichst einfach, aber dennoch effektiv näherzubringen. Seit 2011 führt sein Blog www.aktienhandel-einsteiger.de mit interessanten Fachartikeln und Interviews durch das Aktiendickicht.