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Aufgaben der Kosten- und Leistungsrechnung

Die Kosten- und Leistungsrechnung ist ein Teilbereich des Rechnungswesens. Da die Kosten- und Leistungsrechnung nicht zur Darstellung des Betriebsergebnisses gegenüber Dritten wie etwa Banken oder Aktionären gedacht ist, spricht man dabei auch vom internen Rechnungswesen.

Aufgaben der Kosten- und Leistungsrechnung im Gegensatz zur Bilanz

Während bei der Bilanz das Hauptaugenmerk auf dem Gewinn liegt, ist eine der Aufgaben der Kosten- und Leistungsrechnung, die Kosten des Unternehmens zu überwachen. Diese werden hierzu nicht dem Gewinn oder dem Ertrag, sondern der Leistung gegenübergestellt. Die Leistung ist das Ergebnis der Wertschöpfung aus dem Betriebszweck.

Das heißt, dass Erträge, die nicht aus dem grundlegenden Betriebszweck stammen, wie zum Beispiel Zinsen oder Erträge aus der Vermietung von Grundstücken (es sei denn, das ist der Betriebszweck) nicht in die Kosten- und Leistungsrechnung mit einfließen. Die so ermittelten Kennzahlen sind eine der Grundlagen für das Controlling. Kennzahlen im Controlling: Die Sache mit der Übersichtlichkeit

Aufgaben und Werkzeuge der Kosten- und Leistungsrechnung

Um die Aufgaben der Kosten- und Leistungsrechnung zur erfüllen, gibt es drei Schritte, mit denen die Kosten betrachtet werden.

Grafik Aufgaben der Kosten und Leistungsrechnung by Rüdiger Dalchow

Kosten- und Leistungsrechnung: Kostenartenrechnung

Die zuerst zum Einsatz kommende Methode der Kosten- und Leistungsrechnung ist die Kostenartenrechnung. Die Kostenartenrechnung ist die Grundlage, um später die Kostenstellenrechnung und die Kostenträgerrechnung durchführen zu können. Mit Hilfe der Kostenartenrechnung werden auch wichtige unternehmerische Kennzahlen wie der Deckungsbeitrag ermittelt. Deckungsbeitragsrechnung leicht gemacht mit Beispielrechnung

Die Kosten werden in der Kostenartenrechnung für folgende Punkte ermittelt:

  • Anschaffungskosten
  • Herstellungskosten
  • variable Kosten
  • variable Stückkosten
  • fixe Kosten
  • sprungfixe Kosten
  • Gesamtkosten
  • Stückkosten
  • Einzelkosten
  • Gemeinkosten
  • kalkulatorische Kosten

Kosten- und Leistungsrechnung: Kostenstellenrechnung

Der zweite Schritt der Kosten- und Leistungsrechnung  ist die Kostenstellenrechnung. In der Kostenstellenrechnung werden die ermittelten Gemeinkosten nach dem Verursacherprinzip einzelnen Kostenstellen zugewiesen. Somit bekommt man einen Überblick, an welcher Stelle im Produktionsprozess Kosten entstehen. Die Kostenstellenrechnung ist Grundlage für die Kostenkontrolle und die Kalkulation.

Kosten- und Leistungsrechnung: Kostenträgerrechnung

Im dritten Schritt, der auf die Kostenarten- und Kostenstellenrechnung aufbaut, erfolgt die Kostenträgerrechnung. Ein Kostenträger ist eine Leistung, die im Unternehmen erbracht wird und zum Unternehmensergebnis beiträgt. So verursacht die Herstellung eines Produktes Kosten, die in der Kostenstellenrechnung den einzelnen Kostenstellen zugewiesen wurden.

Mit Hilfe der Kostenträgerrechnung wird nun ermittelt, wie viele der entstandenen Kosten von dem Produkt wieder eingespielt werden. Die Kostenträgerrechnung erfolgt hier aus zwei Blickwinkeln. Zum einem wird der Abrechnungszeitraum mit der Kostenträgerzeitrechnung betrachtet. Auf das einzelne Produkt bezogen, kommt die Kostenträgerstückrechnung zur Anwendung.

Aufgaben der Kosten- und Leistungsrechnung: Umfangreich und mit Genauigkeit durchzuführen

Auch wenn der Kosten- und Leistungsrechnung (im Gegensatz zum Erstellen einer Bilanz) keine gesetzlichen Vorschriften zugrunde liegen, ist doch auf eine sehr penible Durchführung zu achten. Schon bei kleineren Unternehmen kann die Kosten- und Leistungsrechnung recht umfangreich ausfallen. Eine Mühe, die sich aber lohnt, denn nur auf der Grundlage solider Zahlen ist ein Unternehmen in der Lage, erfolgreich zu bestehen.

29. September 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rüdiger Dalchow. Über den Autor

Seit 1995 ist er selber aktiv an den Märkten tätig und hat dabei sowohl Hochs als auch Tiefs erlebt. Aus dieser Erfahrung heraus ist es sein Ziel, dem privaten Anleger oftmals zu kompliziert dargestellte Zusammenhänge an der Börse möglichst einfach, aber dennoch effektiv näherzubringen. Seit 2011 führt sein Blog www.aktienhandel-einsteiger.de mit interessanten Fachartikeln und Interviews durch das Aktiendickicht.