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Berufsunfähigkeitsversicherung: 5 Tipps zur Vorsorge

Viele bräuchten sie, nur Wenige haben sie: die Berufsunfähigkeitsversicherung. Jeder zweite deutsche Arbeitnehmer klagt nach der Arbeit über Nackenschmerzen und jeder dritte über Kopfschmerzen. Zu diesem alarmierenden Schluss kommt die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) zusammen mit dem Bundesinstitut für Berufsbildung (BiBB) in einer Studie.

Als Ursachen werden vor allem Bewegungsmangel, die ständige Arbeit am Computer oder permanente Stresssituationen im Arbeitsalltag angeführt. Um solche Belastungen zu verhindern helfen zwar gesundheitsfördernde Maßnahmen, wie z.B. ergonomisch vorteilhafte Sitzmöbel, dennoch kommt für viele Arbeitnehmer jede Hilfe zu spät. Die Folgen: Chronische Leiden, die letztlich zur Berufsunfähigkeit führen können!

Arbeitnehmer sollten also frühzeitig über eine Absicherung nachdenken, am besten in Form einer guten Berufsunfähigkeitsversicherung.

Tarife und Beitrag zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Es gibt viele Möglichkeiten der Vorsorge zur Berufsunfähigkeit. Die monatlichen Beiträge berechnen sich in der Regel aus dem Eintrittsalter, dem Gesundheitszustand, dem Berufsstand und weiteren Kriterien. Es gilt: je höher das Eintrittsalter, umso höher oft auch der Beitrag.

Einige Versicherer fordern  sogar ein Höchsteintrittsalter. Ebenso prämiensteigernd wirken sich riskante Freizeitaktivitäten wie Wellenreiten oder Klettern sowie bestimmte Berufe wie Bau- und Gerüstarbeiter oder Musiker und Künstler aus.

Wie bei allen Versicherern gilt es, zielsicher die guten von den schlechten Angeboten trennen zu können. Wir haben für Sie 5 einfache und praxisnahe Tipps zur Vorgehensweise zusammengestellt, die Ihnen dabei helfen können:

Praxistipp 1: Die eigene Suche

Wenn Sie noch jung sind und keine Vorerkrankungen haben, können Sie eigenständig auf die Suche nach einer BU-Versicherung gehen und direkt mit den Versicherungsunternehmen, ohne einen Makler, in Kontakt treten. Dazu ist aber viel Recherchearbeit notwendig, denn man sollte sich genau mit den Versicherungsbedingungen auseinandersetzen.

Praxistipp 2: Suche mit externer Hilfe

Wenn Sie ein riskantes Hobby ausführen und/oder bereits schwerwiegende Vorerkrankungen haben, ist es besser, sich mit einem Versicherungsberater oder Versicherungsmakler zusammenzusetzen, denn dieser kann die besten Verträge für Sie finden.

Berufsunfähigkeitsversicherung-Praxistipp 3: Die Antragsstellung

Um die Chance auf einen Versicherungsvertrag für den Fall der Berufsunfähigkeit zu erhöhen, ist es von Vorteil, mehrere Anträge auf einmal zu stellen. Dafür gibt es eine wichtige Begründung: Die Versicherungen speichern alle Daten, die Ihre Person betreffen. Dazu gehören beispielsweise Vorerkrankungen. Diese sind dann in der sogenannten „HIS-Datei“ zu finden.

Dabei handelt es sich um ein System, welches „erschwerte Risiken“ dokumentiert. Wenn Sie Ihre Anträge nacheinander stellen, kann dies zu einer unerfreulichen Kettenreaktion führen. Alle weiteren Versicherer lehnen Sie dann ab, weil der vorangegangene Sie abgelehnt hat und so weiter.

Also gilt: Gleichzeitig mehrere Anträge bei verschiedenen Versicherern stellen!

Praxistipp 4: Das Ausfüllen der Formulare

Zu den Formularen für den Antrag der Berufsunfähigkeitsversicherung gehören auch Fragen zum Gesundheitszustand. Diese sollten in jedem Fall wahrheitsgemäß beantwortet werden. Andersfalls kann es im Ernstfall passieren, dass der Versicherer die Berufsunfähigkeitsrente nicht auszahlt, da die sogenannte „vorvertragliche Anzeigepflicht” verletzt wurde.

Daher ist es wichtig, die Angaben mehrfach zu überprüfen. Die Versicherer sind dazu berechtigt, beim Arzt nachzufragen, darum sollten auch Sie vorher ein Gespräch mit diesem führen, damit Sie die richtigen Angaben machen können.

Praxistipp 5: Der Vergleich von Verträgen

Legen Sie die Laufzeit bei der Antragsstellung auf ein Alter von 67 fest. Außerdem sollte unbedingt eine monatliche Rente vereinbart werden, um den Lebensstandard im Ernstfall halten zu können. Hier empfehlen sich drei Viertel des aktuellen Nettoeinkommens.

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung kann zum Beispiel auch an eine Risikolebensversicherung gekoppelt werden. Kostengünstiger und flexibler sind allerdings alleinstehende Verträge. Als Entscheidungshilfe dienen Verbraucher-Tests und der Vergleich der verschiedenen Versicherungstarife.

9. August 2014

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Holger Schmidt
Von: Holger Schmidt. Über den Autor

Holger Schmidt ist Spezialist in Sachen Versicherungen. Nach langjähriger Erfahrung, die er beruflich in Versicherungsunternehmen gesammelt hat, möchte er sein Wissen und seine Meinung teilen. Es liegt ihm viel daran aufzuklären, worauf bei Versicherungen wirklich ankommt und welche Versprechen er für bedenklich hält. Neue Produkte werden stets hinterfragend unter die Lupe genommen.