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Die 7 größten Braunkohlekraftwerke Deutschlands

Seitdem nach der Fukushima-Katastrophe im Jahr 2011 acht deutsche Atomkraftwerke abgeschaltet wurden, laufen die Braunkohlekraftwerke im Land wieder auf Hochtouren. Durch die Verbrennung von Braunkohle wird Energie erzeugt, wenn auch allerdings auf eine sehr umweltschädliche Art und Weise. So gelten Braunkohlekraftwerke – und besonders die Deutschen – als große Klimaschädlinge, da sie sehr hohe C02 Emissionen ausstoßen.

Im europaweiten Vergleich zählen vier der größten Kraftwerke Deutschlands zu den schmutzigsten, dennoch kann auf sie (noch) nicht verzichtet werden, da sie Energie erzeugen, die das Land benötigt. Gemessen an ihrer erzeugten Energieleistung in Gigawatt hat das Statistikportal Statista die 7 größten Braunkohlekraftwerke im Jahr 2016 ermittelt.

7. Schwarze Pumpe, Vattenfall (geschätzt 1,6 Gigawatt im Jahr 2016)

Mit einem Gigawatt Energie könnte eine 60 Watt-Glühbirne 1.930 Jahre lang brennen. Das Kraftwerk Schwarze Pumpe gehört zum schwedischen Energiekonzern Vatenfall und produziert im Jahr 2016 voraussichtlich sogar 1,6 Gigawatt Energie und ist damit das siebtgrößte Kraftwerk Deutschlands.

6. Lippendorf, Vattenfall (1,8 Gigawatt)

Das Kraftwerk Lippendorf liegt in Leipzig und wird ebenfalls von der Firma Vattenfall betrieben. Aufgrund seiner hohen Feinstaub-Emissionen und der Belastung mit Quecksilber und Schwefeloxiden zählt das Kraftwerk zu den drei gesundheitsschädlichsten Kohlekraftwerken Deutschlands, wie die Umweltorganisation Greenpeace im Jahr 2013 in einer Studie herausgefunden hat.

5. Weisweiler, RWE (2,5 Gigawatt)

Bei Eschweiler liegend gehört das Kraftwerk Weisweiler zum Essener Energieversorger RWE. 2,5 Gigawatt Strom werden dort im Jahr 2016 voraussichtlich erzeugt. 2014 war das Kraftwerk Weisweiler aufgrund erhöhter Legionellen-Werte in den Schlagzeilen und musste in einem Block zwischenzeitlich den Betrieb einstellen.

4. Boxberg, Vattenfall (2,5 Gigawatt)

Das Kraftwerk Boxberg gehört zu Vatenfall und liegt in der Oberlausitz in Sachsen. Rund 50.000 Tonnen Braunkohle werden dort täglich verbraucht, die direkt aus nahegelegenen Braunkohletagebauen kommen.

3. Jänschwalde, Vattenfall (3 Gigawatt)

Das Kraftwerk Jänschwalde im Südosten Brandenburgs ist das drittgrößte Kraftwerk Deutschlands und erzeugt im Jahr 2016 voraussichtlich 3 Gigawatt Energie. Laut der Greenpeace-Studie von 2013 ist das Kraftwerk aufgrund seiner hohen Feinstaub-, Schwefeloxid-, Stickstoffoxid- und Quecksilberbelastung das gesundheitsschädlichste Kohlekraftwerk Deutschlands.

2. Niederaußem, RWE (3,8 Gigawatt)

Das Kraftwerk Niederaußem liegt bei Bergheim im Rhein-Erft-Kreis und ist das zweitgrößte Kraftwerk Deutschlands. Zu dem Kraftwerk gehört der höchste Kühlturm der Welt – er misst 200 Meter. Von neun Blöcken sind zwei Blöcke stillgelegt. Der CO2-Ausstoss ist mit rund 27 Mio. Tonnen Emissionen (die Drittmeisten in Europa) enorm. Zum Vergleich: Ein VW Golf stößt je nach Modell, Kraftstoff und Fahrweise zwischen 100 und 130 Gramm pro Kilometer aus.

1. Neurath, RWE (4,4 Gigawatt)

Fast ein Fünftel aller in Deutschland ausgestoßenen Treibhausgase stammen von den 7 größten Kraftwerken in Deutschland. Das Braunkohlekraftwerk Neurath liegt im Süden von Grevenbroich in NRW, ist das größte in Deutschland und produziert neben rund 32 Mio. Tonnen CO2  (die Zweitmeisten in ganz Europa) auch 4,4 Gigawatt Strom im Jahr 2016. Es ist das zweitgrößte Braunkohlekraftwerk Europas. Das größte und auch schmutzigste Braunkohlekraftwerk Europas liegt übrigens in Polen.

2. Mai 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.