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Die erste Industrielle Revolution hat Deutschland verändert

Das Thema „Industrielle Revolution“ ist nicht nur für Ökonomen oder Historiker von Interesse. Denn die Zeit der Industriellen Revolution hat viele bedeutsame Grundlagen für unsere heutige, moderne Gesellschaft geschaffen.

Der Ausbau des Eisenbahnnetzes und die Erfindung von Maschinen, die Arbeitsabläufe vereinfachen, sind auch heute noch von Bedeutung.

Allerdings brachte die erste Phase der Industrialisierung nicht nur Positives mit sich. Eng verknüpft mit der Industrialisierung ist auch der Begriff des Kapitalismus, der in dieser Zeit geprägt wurde.

Wann begann die erste Industrielle Revolution?

In Deutschland begann die erste Industrialisierung im Jahr 1835. Die Merkmale dieser Phase waren ein Übergang von der Hand- zur Maschinenarbeit, die Erleichterung des Handels durch den Zollverein und der Aufschwung des Bankwesens.

Ein ganz entscheidender Schritt von der Agrar- zur Industriegesellschaft war die Entwicklung der Eisenbahn und ein Ausbau des Eisenbahnnetzes.

Dadurch konnte Handel nicht mehr nur in See- und Binnenschifffahrtsgebieten betrieben werden, sondern war auch problemlos über den Landweg möglich.

Bedeutsame Erfindungen dieser Zeit sind die mechanische Webmaschine in der Textilindustrie, die neuen Verfahren zur massenhaften Gewinnung von Kohle und Stahl in der Schwerindustrie und die mechanische Erzeugung und Umwandlung von Energie durch Dampfmaschinen.

Die erste Dampfmaschine wurde beispielsweise im Jahre 1712 von Thomas Newcomen erfunden und diente in einem Bergwerk der Wasserhaltung.

Vor der Industriellen Revolution waren Menschen auf ihre eigene Kraft sowie auf Wasser, Wind und Tiere angewiesen. Durch die Erfindungen neuer Gerätschaften kamen plötzlich völlig neue Optionen hinzu.

Gesellschaftliche Probleme und negative Aspekte

Die veränderten Gegebenheiten führten gerade bei den sozial schwächeren Schichten zu einer Verschlechterung des Lebensstandards. Insbesondere Klein- und Heimgewerbe in der Textil- und Eisenproduktion hatten Probleme weiter zu bestehen und die Arbeiter dieser Betriebe zettelten immer wieder Unruhen an.

Für Arbeiter in den Fabriken waren die Arbeitsbelastungen untragbar. 12-16 Stunden wurde jeden Tag unter schwierigen hygienischen und belastenden Bedingungen geschuftet – Frauen verdienten sogar nur halb so viel wie Männer. Auch Kinder mussten mitarbeiten, und das teilweise ebenfalls bis zu zwölf Stunden am Tag.

Zur Zeit der ersten Industriellen Revolution waren Gewerkschaften oder Arbeiterparteien noch verboten, daher gab es für Arbeiter nur wenige Möglichkeiten, sich gegen die Bedingungen zu wehren.

Erst in der zweiten Phase der Industrialisierung, nämlich ab dem Jahr 1850, verbesserten sich in Deutschland die Bedingungen für Arbeitnehmer.

Industrielle Revolution – bis heute andauernd

Industrielle Revolution steht dabei einerseits für eine Epoche, in der sich die Gesellschaft grundlegend gewandelt hat und der Schritt in eine technologisierte Zukunft getan wurde. Andererseits steht der Begriff auch für einen unabgeschlossenen und bis heute andauernden gesellschaftlichen Wandel.

10. Oktober 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.