Gold: 5 wichtige Regeln für Anleger

Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Das gilt auch für die Investition in selbiges.

Zwar erfreut sich das als sicherer Hafen geltende Edelmetall, das weltweit als Zahlungsmittel akzeptiert wird, bei Anlegern nach wie vor großer Beliebtheit – gerade in politisch unsicheren Zeiten wie den jetzigen.

Doch wer einen Teil seines Geldes in die Goldanlage stecken möchte, sollte einige wichtige Regeln beachten, um Fehler zu vermeiden und die Freude am Investment nicht einzutrüben.

Regel Nr. 1: die richtige Form finden

Für Privat-Anleger gibt es zahlreiche Möglichkeiten Geld in Gold zu stecken. Dazu zählen neben physischen Barren und Münzen auch Fonds oder Zertifikate.

Wer das Risiko mag, kann auch zu Aktien von Goldminen-Betreibern greifen und darüber mitverdienen.

Wer jedoch klassisch in Gold investieren will, ist meist mit Fonds oder Zertifikaten gut beraten. Dabei ist darauf zu achten, dass die Wertpapiere mit physischem Gold hinterlegt sind.

Wer selbst das glänzende Edelmetall in Händen halten will, sollte eher zu Münzen als zu Barren greifen, um flexibel zu bleiben:

Wer mehrere Goldmünzen besitzt, tut sich leichter einzelne davon zu verkaufen. Ein Barren hingegen lässt sich nicht aufteilen.

Wer auf Münzen setzen möchte, sollte dabei zwischen Sammler- und Anlagemünzen unterscheiden.

Sammlermünzen bieten den Vorteil, auch unabhängig von der jeweils aktuellen Notierung im Wert zu steigen; etwa aufgrund von Seltenheit oder besonders gutem Zustand.

Anlagemünzen sind im Gegensatz dazu allein vom aktuellen Goldpreis abhängig, dafür aber steuerlich begünstigt.


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Abzuraten ist dagegen von Goldschmuck als Investment. Wegen des vergleichsweise geringen Goldgehalts eignen sich Ketten, Ringe und Ohranhänger nicht als langfristige Wertanlage.

Regel Nr. 2: Folgekosten beachten

Goldinvestment ist nicht gleich Goldinvestment, und die Höhe der Investition entspricht nicht dem reinen Warenwert.

Wer physisches Gold erwirbt, muss die Lagerungs-Kosten bedenken, die durch die Anschaffung eines geeigneten Safes oder die Miete eines Bankschließfachs anfallen.

Wer mit An- und Verkauf spekulieren und auf diese Weise schnelle Renditen erzielen will, sollte sich vorab über die steuerlichen Regelungen informieren.

Nicht jede Investition in Gold unterliegt denselben Steuer-Vorschriften, nicht bei allem gibt es Spekulations-Fristen.

Bei Verkaufs-Gewinnen werden Steuern fällig, die je nach Anlageform unterschiedlich geregelt sind. Anleger sollten sich daher vorab gut informieren.

Regel Nr. 3: den richtigen Händler finden

So verlockend die kurzen Angebote in der Werbepause auch klingen mögen – Finger weg von dem vermeintlich günstigen An- und Verkauf, mit dem manch unseriöses Online-Portal wirbt!

Stattdessen sollten Gold-Anleger einen seriösen Händler oder auch einen Bankberater aufsuchen, um die richtige Anlage-Strategie zu erarbeiten und sich auch tatsächlich umfassend über alle Kosten und Risiken informieren zu lassen.

Regel Nr. 4: Gold als Anlageform richtig begreifen

Gold ist keine Milchkuh, die unablässig Rendite abwirft – ganz im Gegenteil: Die Rendite wird durch Lagerungs- und sonstige Nebenkosten erheblich geschmälert.

Gold sollte man dementsprechend nicht als gewinnbringende Kapital-Anlage begreifen, sondern als Absicherung gegen einen Vermögens-Verlust im Krisenfall.

Gold gilt als krisenfeste Währung, wenn die Welt in Turbulenzen gerät.

Der Goldpreis selbst unterliegt jedoch starken Schwankungen, im Gegensatz zu gut laufenden Unternehmens-Aktien ist hier keine stetige Aufwärtskurve zu erwarten.

Stattdessen geht es immer wieder aufwärts und abwärts. Lediglich ein Totalverlust erscheint mit Blick auf die vergangenen Jahrtausende praktisch ausgeschlossen.

Allerdings sollte die Goldbeimischung auch nicht übergewichtet werden. 10 bis max. 20% des Depots sollten Anleger in Gold investieren.

Andernfalls würden sich zu heftige Effekte bei fallenden Goldnotierungen ergeben.

Mit einer gesunden Beimischung jedoch lassen sich Schwankungen in anderen Bereichen oftmals gut ausgleichen oder zumindest abfedern:

Gerät beispielsweise der Aktienmarkt unter Druck, steigt häufig parallel der Goldpreis und umgekehrt. Im Depot kommt es daher auf eine ausgewogene Balance an.

Regel Nr. 5: Timing ist entscheidend

Gerade wegen der hohen Nebenkosten und der starken Kursschwankungen wird Anlegern von kurzfristigen Spekulationen allgemein eher abgeraten.

Sie sind mit hohen Risiken verbunden. Stattdessen sollten Gold-Investments längerfristig getätigt werden, etwa mit einer Perspektive von 5 – 7 Jahren.

Relevant ist außerdem der Einstiegs-Zeitpunkt:

Anstatt sich von einer aufgeheizten Rallye-Stimmung anstecken zu lassen und steigenden Kursen hinterherzulaufen, sollten Anleger besonnen agieren und kontinuierlich kleinere Goldmengen zukaufen.

Wer diese Regeln beherzigt, ist mit seiner Investition am Ende besser aufgestellt.

5. Juni 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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