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Hedgefonds: Nur wenige Anbieter in Deutschland

Immer mehr Anleger möchten auch hierzulande in das Geschäft mit Hedgefonds einsteigen. Anbieter dieser besonderen Anlageform haben es in Deutschland jedoch schwer.

Dies liegt vor allem am großen Risiko, das Anleger bei ihren Investitionen in Kauf nehmen müssen.

Hedgefonds: Anbieter erst seit 2004

Bis 2004 war daher der Handel mit Hedgefonds in Deutschland für Privatanleger generell verboten. Zum 1. Januar 2004 tat eine Lockerung in Kraft, die auch als Investment-Modernisierungsgesetz bekannt ist.

Seitdem ist der Handel von sogenannten „Sondervermögen mit zusätzlichen Risiken“ erlaubt, wenn auch mit strikten Auflagen. Diese sorgen jedoch dafür, dass diese neuen Hedgefonds nur wenig mit ihren internationalen Namensvettern gemein haben.

Stattdessen sind sie einfach nur übliche Investmentfonds, die Leerverkäufe und Fremdkapital nutzen können. Dennoch sind sie weiterhin nicht öffentlich erhältlich und müssen im Rahmen einer Privatplatzierung gehandelt werden.


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EU schränkt privaten Handel mit Hedgefonds ein

Der Zugriff auf normale Hedgefonds wird im Sommer 2013 übrigens weiter eingeschränkt. Dann nämlich tritt der nächste Schritt der EU-Richtlinie für alternative Investmentfonds in Kraft, der Privatanlegern den Kauf dieser Produkte verbietet.

Das Schlupfloch zum Kauf von Hedgefonds ausländischer Anbieter wird somit ebenfalls geschlossen.

Als einzige Alternative bleiben dann die deutlich unbeliebteren Dach-Hedgefonds.

Dach-Hedgefonds verteilen das Risiko

Dach-Hedgefonds können hingegen seit 2004 auch in Deutschland öffentlich angeboten werden.

In dieser besonderen Untergruppierung investieren die Anleger ihr Geld nicht in einen einzelnen Hedgefonds, sondern verteilen es auf mehrere Subfonds.

Dies hat zum Vorteil, dass mehrere Investmentstrategien in einer einzelnen Anlage gebündelt werden. So sinkt das Risiko eines Totalausfalls des Fonds deutlich.

Auf der anderen Seite werden für jeden einzelnen Subfonds Gebühren erhoben, die die Investitionen erheblich teurer gestalten.

Dach-Hedgefonds: Anbieter leiden unter schlechtem Image

Anbieter von Dach-Hedgefonds müssen ihre Verkaufsprospekte übrigens mit Warnhinweisen versehen, wie man sie aus der Tabakbranche kennt. Damit sollten Kunden bereits vor dem Kauf über mögliche hohe Verluste aufgeklärt werden.

Dabei sind Totalverluste mit Dach-Hedgefonds beinahe ausgeschlossen. Die Warnungen der Politik und illegale Transaktionen bei ausländischen Fonds haben jedoch zu einem schlechten Image der Anlageklasse geführt, das bis heute nachwirkt.

Hinzu kommt, dass viele Anbieter von deutschen Hedgefonds in den vergangenen Jahren die Renditeziele nicht erreichen konnten. Meist fiel die Rendite sogar schlechter aus als die von normalen Aktienfonds.

Kein Wunder also, dass viele Anleger lieber zu herkömmlichen Alternativen greifen und Dach-Hedgefonds links liegen lassen – eine Entwicklung, die sich laut Branchenexperten wohl auch in den kommenden Jahren festsetzen wird.

Für einen richtigen Wettbewerb ist der Markt in Deutschland nämlich einfach zu klein.

4. April 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.