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Hedgefonds-Strategien: Abkopplung von der Verlustzone?

Hedgefonds streben nach Gewinn losgelöst vom Auf und Ab der Märkte. 5 Strategien sind dabei gängig

Sie gelten als Wurzel allen Übels der vergangenen Jahre an den Finanzmärkten. Und doch stand am Anfang des ersten Hedgefonds der Wunsch nach Sicherheit.

In den 1940er Jahren war Alfred Winslow Jones zu der Überzeugung gelangt, dass man das Kursrisiko an der Börse neutralisieren bzw. eingrenzen (hedgen) kann, wenn man Aktien kaufte, die unterbewertet sind und parallel gezielt überbewertete Titel verkaufte.

Long/Short Equity – die „Mutter“ aller Hedgefonds-Strategien

Über Hebelmechanismen vervielfachte Jones die Wirkung und ließ seine Kunden für Performance bezahlen. Die Eckpfeiler von Long-Short-Equity, der wohl am weitesten verbreiteten Strategie waren gesetzt.

Auch andere Konzepte zielen darauf, Marktrisiken auszuschalten. Dazu gehören Arbitrage-Geschäfte oder Hedgefonds-Strategien mit Namen wie Market Neutral oder Relative Value.

Zeit und Raum machen den Unterschied: Hedgefonds-Strategie Arbitrage

Sie setzen auf Preisunterschiede zwischen gleichen oder ähnlichen Anlagen bzw. an unterschiedlichen Orten. Am bekanntesten ist die so genannte Raum-Arbitrage, bei der Preisunterschiede an unterschiedlichen Handelsplätzen ausgenutzt werden.


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Daneben gibt es die Zeit-Arbitrage. Hier nutzen Hedgefondsmanager die Unterschiede in der Bewertung miteinander verbundener Anlageinstrumente (z.B. Wandelanleihen und Aktien), um Gewinne zu erzielen.

Die Ereignishungrigen – Hedgefonds-Strategie Event-Driven

Stehen bei Unternehmen größere Ereignisse an, beispielsweise eine Fusion oder eine Übernahme, reagieren die Märkte gewöhnlich mit vergleichsweise heftigen Kursbewegungen. Und die bedeuten Gewinnpotenzial.

Hedgefonds-Strategien, die auf die gezielte Ausnutzung solcher Fälle setzen, nennt man Event-Driven. Dabei handeln die Hedgefondsmanager nicht nur bei tatsächlich bevorstehenden Ereignissen.

Vielmehr versuchen sie – bei entsprechender Kapitalkraft eines Fonds – bestimmte Ereignisse herbeizuführen oder zu torpedieren.

Eines der bekanntesten Beispiele war die  geplante Fusion von Deutscher Börse und der London Stock Exchange, die von den Hedgefonds TCI und Atticus verhindert wurde.

Die Wellenreiter – Systematic Trend Followers

An der Börse gewinnt aber auch, wer Trends und deren Verlauf frühzeitig erkennt. Manager, deren Hedgefonds-Strategien darauf basieren, nennt man Systematic Trend Followers.

Ihr wichtigstes Werkzeug sind hochkomplexe mathematische Modelle, mit denen Markttrends identifiziert werden. Klar definierte Kauf- und Verkaufssignale regeln Ein- und Ausstieg. Und ausgeklügelte Risikomanagement-Systeme sollen Verluste verhindern.

Spekulation spektakulär – Global Macro-Strategien

In der zurückliegenden Finanzkrise machten aber vor allem die „Volkswirte“ unter den Hedgefonds-Managern von sich reden. Ihre Strategien werden unter dem Stichwort Global Macro zusammengefasst.

Dabei werden die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen verschiedener Branchen und Märkte beobachtet. Käufe und Verkäufe erfolgen aufgrund von Analysen und Prognosen makroökonomischer Daten.

Diese Hedgefonds-Strategien zählen zu den spektakulärsten, weil von ihnen ganze Volkswirtschaften beeinflusst werden können.

Zugleich gelten sie als die profitabelsten – wenn die mit ihnen verbundenen Wetten auf Aktien, Anleihen, Zinsentwicklungen oder ähliches aufgehen. Andernfalls kann die hohe Volatilität bei Global Macro auch zu spektakulären Verlusten führen.

2. Mai 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Marcus Schult. Über den Autor

Finanzen sind sein Leben: Mit dem richtigen Gespür für Wirtschaft- und Finanzthemen ausgestattet liefert der ehemalige ARD-Mann das richtige Know-How.