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Inflationsrate Schweiz: Wie die Berechnung funktioniert

Eine Inflation bereitet vielen Investoren und Verbrauchern Kummer und Sorgen. Um sich vor einer Inflation schützen zu können und keine Verluste bei Investitionen zu machen, ist es auch wichtig, die Inflationsraten im Ausland, z.B. in der Schweiz, zu beobachten.

Inflationsrate: Definition

In Deutschland wird die Inflationsrate mithilfe des Verbraucherpreisindexes ermittelt. Dieser Index gibt die Preisentwicklung eines sogenannten Warenkorbes an. Darin sind verschiedene Produkte und Dienstleistungen enthalten, die ein durchschnittlicher Haushalt regelmäßig konsumiert.

Die Inflationsrate ist die Differenz, die beim Vergleichen des Verbraucherpreisindexes zweier bestimmter Zeitpunkte (meist handelt es sich dabei um 2 aufeinanderfolgende Jahre) entsteht. Diese Differenz wird prozentual angegeben. Sind die Preise gestiegen, spricht man von einer Inflation. Sollten die Preise jedoch gesunken sein, handelt es sich um eine Deflation.

Berechnung der Inflationsrate in der Schweiz

Die Inflationsrate wird in der Schweiz mithilfe des Landesindexes der Konsumentenpreise (LIK) ermittelt. Dies entspricht in etwa dem deutschen Verbraucherpreisindex. Auch hier wird für die Berechnung ein Warenkorb genutzt.

Der Preis für den Warenkorb wird in der Schweiz jeden Monat aufs Neue vom Bundesamt für Statistik berechnet. Um die Inflationsrate zu ermitteln, wird ein genauer Zeitpunkt bestimmt. Der aktuelle Preis für den Warenkorb kann dann mit dem des zuvor festgelegten Zeitpunkt verglichen werden.

Die Inflationsrate in der Schweiz ist also der prozentuale Anstieg der Konsumentenpreise im Vergleich zum vorherigen Jahr.

Ein Beispiel:

Nehmen wir an, der Landesindex der Konsumentenpreise (LIK), der die Teuerung der bedeutendsten Konsumgüter (Waren und Dienstleistungen) für Schweizer Privathaushalte misst, lag im Dezember 2012 bei 105, genau ein Jahr vorher hingegen betrug er 103,5. Das heißt, derselbe Warenkorb war im Dezember 2012 kostspieliger als im Dezember 2011.

Da hier also eine Teuerung der Preise vorliegt, ist schon einmal klar, dass es sich um eine Inflation handelt. Um die genaue prozentuale Inflationsrate zu berechnen, kann man folgende Formel verwenden:

Formel Inflationsrate

Mit dem LIK von Zeitpunkt 1 ist der frühere Zeitpunkt gemeint, mit dem verglichen werden soll. Der LIK von Zeitpunkt 2 ist der aktuelle LIK-Zeitpunkt.

In unserem Beispiel würde die Berechnung der Inflationsrate in der Schweiz also so aussehen:

[(105 – 103,5) : 103,5] x 100 = 1,45%

Die Inflationsrate beträgt hier also aufgerundet 1,45%. Der Warenkorb wurde in einem Jahr um 1,45% teurer.

Inflation: Auswirkungen nicht immer gleich

Der schweizerische Landesindex der Konsumentenpreise beinhaltet genauso wie der deutsche Verbraucherpreisindex lediglich einen Warenkorb für einen durchschnittlichen Haushalt.

Das heißt: Wenn ein Verbraucher ganz andere Dinge konsumiert, als ein in dem Warenkorb festgelegter durchschnittlicher Haushalt, verändern sich für ihn die Ausgaben für Waren und Dienstleistungen auf eine ganz andere Art und Weise.

1. Oktober 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.