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Leerverkäufe: Diese Kosten können entstehen

Obwohl Leerverkäufe seit dem Beginn der Finanzkrise zunehmend kritisch gesehen werden, gibt es einige größerer Onlinebroker, die Leerverkäufe auch für Privatanleger anbieten.

Welche ökonomische Funktion haben Leerverkäufe?

Wieso wurden sie zeitweise verboten und welche Kosten sind mit Leerverkäufen verbunden?

Was ist ein Leerverkauf?

Ein Leerverkauf ist der Verkauf von Wertpapieren (u. a. Aktien, Devisen), die zum Verkaufszeitpunkt noch nicht in Besitz des Verkäufers sind.

Damit der Verkäufer die veräußerten Wertpapiere auch wirklich liefern kann, muss er sie sich zu einem späteren Zeitpunkt beschaffen.

Fällt der Kurs des Wertpapiers bis zur Lieferung, kann der Investor das Papier günstiger zurückerwerben als er es verkauft hat.

Steigt der Kurs des Wertpapiers, muss der Verkäufer für den Rückkauf mehr Geld bezahlen, als er beim Verkauf eingenommen hat.


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Mehr dazu: „Leerverkäufe: Vorteile und Nachteile“

Welche ökonomische Funktion haben Leerverkäufe?

Unter Ökonomen sind Leerverkäufe höchst umstritten: Von Befürwortern wird darauf hingewiesen, dass Leerverkäufe ein wichtiges Finanzinstrument darstellen, um Asymmetrien an den Börsen auszugleichen.

Sie würden zudem zur Marktliquidität und Marktstabilität beitragen, indem sie die Möglichkeit bieten, auf sinkende Kurse der Wertpapiere zu spekulieren, die man für überbewertet hält.

Außerdem haben Leerverkäufe als Termingeschäft (Lieferung von Wertpapieren zu einem bestimmten Zeitpunkt und Preis) eine wichtige ökonomische Funktion, da bereits im Voraus die Konditionen vereinbart worden sind und die Vertragspartner somit Planungssicherheit haben.

Mehr zum Thema: Leerverkäufe: Beispiel

Wieso waren Leerverkäufe zeitweise verboten?

Kritiker halten Leerverkäufe für sehr risikoreich und sehen in ihnen sogar einen der Auslöser der momentanen Finanz- und Wirtschaftskrise.

Deshalb waren Leerverkäufe von bestimmten Wertpapieren in Europa und den Vereinigten Staaten zeitweise verboten.

In Deutschland ist die BaFin für die Regulierung von Leerverkäufen zuständig. Sie kann den Verkauf bestimmter Titel verbieten, wenn eine Marktstörung droht.

Mehr dazu: „Leerverkäufe Deutschland: Verboten oder nicht?“

Welche Kosten sind mit Leerverkäufen verbunden?

Hinsichtlich der Kosten muss man zwischen „ungedeckten“ und „gedeckten“ Leerverkäufen unterscheiden: Bei ungedeckten Leerverkäufen fallen nur die Transaktionskosten an.

Hingegen ist bei gedeckten Leerverkäufen – neben den Transaktionskosten – eine Leihgebühr (in der Regel zwischen 0,2 und 10 % des Preises des Wertpapiers) zu entrichten.

Zudem müssen dem ursprünglichen Eigentümer alle laufenden Auszahlungen des Wertpapiers – wie z. B. die Dividende einer Aktie – erstattet werden.

Wie werden Leerverkäufe besteuert?

Seit dem Jahr 2009 werden in Deutschland Gewinne aus der Spekulation mit Leerverkäufe nach der Abgeltungssteuer besteuert, die direkt von der Bank oder dem Broker an das Finanzamt abgeführt werden muss.

Problematisch dabei ist, dass das der genaue Gewinn oder Verlust de facto nicht ermittelt werden kann, weil kein Einstandspreis für die verkauften Wertpapiere existiert.

Aus diesem Grund muss der Verkäufer pauschal 30 % des Verkaufspreises als Steuer an das Finanzamt abführen.

19. Oktober 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.