MenüMenü

Checkliste Betriebskosten zum kostenlosen Download:
Hilfreiche Checkliste zum Ausdrucken & zum täglichen Gebrauch als PDF . . . . . .
Hier Klicken und Checkliste erhalten ➜

Mietpreisbremse: Wie sich Vermieter vorbereiten können

Nun ist es amtlich: 2015 kommt in Deutschland die Mietpreisbremse. Das Bundeskabinett hat nun den Gesetzentwurf zur Reduzierung der Miete verabschiedet. Der Gesetzentwurf sieht vor, dass in Gebieten mit Wohnraumknappheit die Miete bei neu abgeschlossenen Mietverträgen höchstens 10 % über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen darf.

Dabei bestimmen zukünftig die Bundesländer jeweils für die Dauer von höchstens 5 Jahren, in welchen Gebieten ein angespannter Wohnungsmarkt vorliegt. Auch für mietvertragliche Vereinbarungen über eine Staffelmiete oder eine Indexmiete soll die neue Regelung gelten. Bei Staffelmietverträgen gelten die Regelungen für jede Mietstaffel, bei Indexmieten für die vereinbarte Ausgangsmiete.

Mietpreisbremse: Wie sich Vermieter vorbereiten können

Wird der Gesetzesentwurf in der aktuellen Form umgesetzt, kommen auf die Vermieter Mehrausgaben und Einnahmeeinbußen in Höhe von 520 Millionen € zu. Damit das Gesetz die wirtschaftliche Rentabilität nicht ausbremst, sollte man als Vermieter jetzt bereits die notwendigen Vorkehrungen treffen. Denn es gibt tatsächlich viele Maßnahmen, die man ergreifen kann. Man muss sie nur kennen und nutzen.

Zukünftig geltende Schranken zur Miethöhe: Neuregelung gebietet keine Unterschreitung der bisherigen Miete

Allerdings führt die Neuregelung nicht dazu, dass Vermieter die bisher erzielte Miete bei einer Neuvermietung unterschreiten müssen. Bei der Wiedervermietung einer Wohnung dürfen sie eine im vorigen Mietverhältnis zulässig vereinbarte Miete auch im neuen Mietverhältnis zu Grunde legen. Vermieter müssen eine frei gewordene Wohnung also nicht unterhalb der bisherigen Miete anbieten.


Betriebskostenabrechnung 2016:
Alles, was Ihr Mieter zahlen muss – kompakt im Überblick

Vermeiden Sie unnötige Streitereien mit Ihren Mietern. Erstellen Sie von vornherein eine unangreifbare Betriebskostenabrechnung.

Alle Positionen, die Sie für das letzte Jahr abrechnen dürfen – kompakt zusammengefasst in einer praktischen Übersicht –, finden Sie in der top-aktuellen Sonderveröffentlichung „Betriebskostenabrechnung 2016“.

Klicken Sie jetzt hier, um sich "Betriebskostenabrechnung 2016" GRATIS zu sichern! ➜


Wichtige Ausnahmen von der Mietpreisbremse: Schlupflöcher kennen und richtig nutzen

Eine Modernisierung eignet sich jetzt vor dem Hintergrund der bevorstehenden Mietpreisbremse besonders gut: Denn für Neuverträge nach einer umfassenden Modernisierung darf die Miete frei vereinbart werden, auch weit oberhalb des Ortsniveaus. Eine umfassende Modernisierung soll vorliegen, wenn die Investition dafür rund ein Drittel des Aufwands für eine vergleichbare Neubauwohnung erreicht.

Und auch Neubauten sind von der Regelung ausgenommen. Als Neubau gelten Wohnungen, die ab dem 1.10.2014 erstmals genutzt und vermietet werden.

Staffel- und Indexmiete: Warum sie sich gerade jetzt besonders für Vermieter lohnen

Auch Vereinbarungen über eine Staffelmiete oder eine Indexmiete werden von der Mietpreisbremse erfasst. Bei Staffelmietverträgen gelten die Regelungen für jede Mietstaffel, bei Indexmieten für die vereinbarte Ausgangsmiete. Wurde die Staffel- oder Indexmiete jedoch bereits vor Inkrafttreten der Neuregelung vereinbart, ist die Mietpreisbremse nicht anwendbar.

Neuregelung des Maklerhonorars

Bestandteil des Gesetzes ist schließlich auch eine Neuregelung des Maklerhonorars. Dem Entwurf zufolge soll für Maklerleistungen bei der Vermietung von Wohnungen das Auftragsprinzip gelten. Derjenige, der den Makler beauftragt hat, muss für die Courtage aufkommen. Mieter sollen also zukünftig nicht mehr selbstverständlich die Maklerkosten tragen.

Das neue Gesetz wird voraussichtlich in der ersten Jahreshälfte 2015 in Kraft treten.

3. November 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Dr. Tobias Mahlstedt. Über den Autor

Dr. Tobias Mahlstedt ist Chefredakteur vom „Immobilien-Berater“, „VermieterRecht aktuell“ und „Der Eigentümer Brief“. Außerdem ist er Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht und Wirtschaftsmediator. Dr. Mahlstedt ist Rechtsanwalt in der auf das gesamte Bau- und Immobilienrecht spezialisierten Kanzlei BÖRGERS Fachanwälte & Notare in Berlin und Herausgeber/Fachautor zahlreicher Publikationen zum Immobilienrecht.