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Instandsetzungsarbeiten: Als Vermieter haben Sie Regeln zu beachten

Tritt in der Wohnung Ihres Mieters ein Schaden auf oder werden Sanierungs- oder Instandhaltungsarbeiten notwendig, kommt der Handwerker ins Spiel.

Er wird an einem oder mehreren Tagen die Wohnung betreten, um die erforderlichen Arbeiten vorzunehmen.

Sie als Vermieter müssen ihn beauftragen und gegebenenfalls mit ihm zusammen die Wohnung besichtigen.

Den eigentlichen Ärger hat jedoch Ihr Mieter.

Er muss dem Handwerker nicht nur den Zugang zur Wohnung ermöglichen, sondern auch während der Arbeiten anwesend sein. Zu Letzterem ist er zwar nicht verpflichtet, aber wer lässt einen Handwerker schon gern allein in seiner Wohnung. Damit es hier nicht zu Problemen kommt, ist es für Sie wichtig, einige Regeln zu beachten.

Sie suchen Ihren Handwerker aus

Zunächst einmal: Wenn in Ihrer vermieteten Wohnung ein Schaden auf tritt oder die Durchführung sonstiger Arbeiten nötig wird, ist es Ihre Aufgabe, einen Handwerker zu beauftragen.

Nur in Notfällen darf Ihr Mieter einen solchen eigenmächtig auf Ihre Kosten bestellen, um Mängel in der Wohnung beseitigen zu lassen. Als Notfall wird eine Reparatur eingestuft, sobald durch Nichtstun weitere Schäden entstehen. Das kann der Fall sein, wenn bei einem Rohrbruch Wasser in die Wohnung dringt.

Beauftragt Ihr Mieter einen Handwerker ohne Notlage, müssen Sie diesen nicht bezahlen.

Welchen Handwerker Sie beauftragen, liegt natürlich bei Ihnen. Haben Sie bereits einen Handwerker Ihres Vertrauens, können Sie selbstverständlich diesen nehmen. Ansonsten empfiehlt es sich immer, mehrere Handwerker anzuschauen und Kostenvoranschläge einzuholen.

Erkundigen Sie sich bei Kollegen und Bekannten auch hinsichtlich der Zuverlässigkeit des jeweiligen Unternehmens. So können Sie sich gegebenenfalls von vornherein viel Ärger ersparen.


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Sie koordinieren die Termine

Wichtig ist, dass Sie den Termin, an dem die Arbeiten durchgeführt werden, zwischen Ihrem Mieter und dem Handwerker abstimmen. Überlassen Sie die Terminabsprache nicht den Handwerkern, denn Sie bleiben dafür verantwortlich.

Insbesondere müssen Sie Terminwünsche Ihres Mieters berücksichtigen und den Zutritt zur Wohnung so schonend wie möglich gestalten. Benötigt Ihr Handwerker mehrere Tage zur Erledigung der Arbeiten, müssen Sie auch die Folgetermine immer wieder vorab mit dem Mieter abstimmen.

Am besten gehen Sie folgendermaßen vor: Sprechen Sie mit Ihrem Mieter einen Besichtigungstermin ab, nehmen Sie diesen zusammen mit dem Handwerker und dem Mieter wahr. Lassen Sie sich im Beisein des Mieters die Notwendigkeit und den Umfang der Arbeiten darlegen. Erfragen Sie, wie viele Tage hierfür erforderlich sind und wie lange diese dauern werden.

Stimmen Sie die Termine dann gemeinsam mit dem Handwerker und Ihrem Mieter ab. Berücksichtigen Sie hierbei Terminwünsche Ihres Mieters. Vielleicht ist es ja möglich, die Arbeiten an einem Samstagvormittag oder in den Abendstunden vorzunehmen, damit Ihr Mieter nicht gezwungen ist, sich Urlaub zu nehmen.

Lassen Sie sich nicht auf vage Terminvorschläge ein, wie etwa „Montag, den 04.10.10, vormittags“. Stimmen Sie unbedingt einen festen Zeitpunkt ab: „Beginn der Arbeiten: Montag, 04.10.10, 8:00 Uhr“. Andernfalls riskieren Sie, dass Ihr Mieter den ganzen Vormittag umsonst auf den Handwerker wartet.

Dies sind die Rechte und Pflichten Ihres Handwerkers

Neben der eigentlich durchzuführenden Arbeit gibt es gewisse weitere Pflichten, die Ihr Handwerker erfüllen muss. Klären Sie Ihren Mieter unbedingt darüber auf, damit er sich im Problemfall richtig verhalten kann. So ersparen Sie sich viel Ärger.

1. Pünktlichkeit ist für einen Handwerker Pflicht

Zuallererst muss Ihr Handwerker pünktlich sein – zumindest dann, wenn Sie einen festen Termin mit Ihm vereinbart haben. Wenn Sie 8:00 Uhr mit ihm ausgemacht haben, befindet er sich bei Nichterscheinen um 8:05 Uhr in Verzug.

Dann haben Sie Anspruch auf einen neuen Termin, ohne die An- und Abfahrt zwei Mal bezahlen zu müssen. Aus diesem Grund vereinbaren Handwerker auch lieber Zeitfenster wie „vormittags“ oder „im Lauf des Nachmittags“.

Nochmals: Darauf lassen Sie sich im Interesse Ihres Mieters besser nicht ein. Weisen Sie Ihren Handwerker auf die Notwendigkeit hin, pünktlich zu sein, und bitten Sie Ihren Mieter, eine gewisse Zeitüberschreitung aufgrund eventueller Staus hinzunehmen. Mehr als ½ Stunde wäre hier im Regelfall jedoch nicht angemessen.

2. Ihr Handwerker muss nicht putzen

Eine weitere Verpflichtung, die Ihren Handwerker trifft, ist die Sauberkeit. Allerdings muss er die Wohnung nach Abschluss der Arbeiten nicht putzen. Üblicherweise räumt er den groben Müll weg und hinterlässt die Wohnung besenrein.

Selbstverständlich muss er seine Arbeiten auch spurenfrei beenden. Schrammen auf dem Parkett oder Farbspritzer auf dem Teppich dürfen nicht zurückbleiben. Andernfalls macht sich der Handwerker schadensersatzpflichtig.

Ist die Wohnung nach der Durchführung der Handwerkerarbeiten verstaubt und bedarf der Säuberung, ist hierfür grundsätzlich nicht Ihr Mieter zuständig.

Es obliegt Ihnen als Vermieter, nach Modernisierungs- oder Instandhaltungsarbeiten die Wohnung zu säubern. Sprechen Sie daher mit Ihrem Mieter ab, ob Sie seine Wohnung von einer Reinigungskraft säubern lassen sollen oder ob er die Reinigung selbst vornehmen möchte.

3. Ihr Handwerker ist kein Möbelrücker

Wenn Sie in der Mietwohnung Reparaturen oder Sanierungsarbeiten vornehmen, ist es Ihre Aufgabe, für den notwendigen Auf- und Abbau der Möbel zu sorgen. Dies ist nicht die Aufgabe Ihres Mieters. Dieser muss lediglich dulden, dass in seiner Wohnung befindliche Möbel abgebaut und umgerückt werden.

Regeln Sie daher vor Beginn der Arbeiten unbedingt, wer diese Vorarbeiten erledigt. Auch im Auftragsrahmen Ihres Handwerkers ist das nicht ohne Weiteres enthalten.

Vielfach sind Handwerker jedoch gern bereit, diese Arbeiten für ein geringes Entgelt mit zu erledigen. Manche Mieter möchten diese Arbeit aber auch selbst erledigen, damit ihr Hab und Gut nicht zu Schaden kommt. Klären Sie das unbedingt vorab.

4. Das müssen Sie Ihrem Handwerker zur Verfügung stellen

Für seine Arbeiten hat Ihr Handwerker das erforderliche Werkzeug mitzubringen. Benötigt er darüber hinaus Strom, Wasser oder einen Staubsauger, kann er das von Ihnen beanspruchen.

Wird der Bedarf extrem, steht Ihrem Mieter hierfür eine Ersatzleistung zu. Werden etwa wegen eines Wasserschadens für 2 Wochen Trockengeräte in der Wohnung Ihres Mieters aufgestellt, gehen Sie folgendermaßen vor: Bitten Sie Ihren Handwerker, den Strom hierfür separat auszuweisen, und ersetzen Sie Ihrem Mieter die entstandenen Kosten.

21. Dezember 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.