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M-Dax, S-Dax, Tec-Dax: Die wichtigsten „Geschwister“ des Deutschen Aktienindex

Am 1. Juli 2013 wurde der DAX 25 Jahre alt. An seinem „Geburtstag“ konnten Sie den 1. Teil einer kleinen DAX-Serie lesen.

Im heutigen 2. Teil der Serie möchte ich Ihnen die 3 wichtigsten „Geschwister“ des DAX vorstellen. Denn nicht nur die Börsenschwergewichte im deutschen Leitindex sind attraktiv.

Speziell Deutschland besitzt in der zweiten und dritten Börsenreihe echte Perlen, die „Hidden Champions“ (versteckte Meister). Daher lohnt sich für Sie ein Blick auf die kleineren Werte.

M-DAX: Die Unternehmen aus der zweiten Börsenreihe

Der Begriff M-DAXsteht für Mid-Cap-DAX. Der Index wurde am 19. Januar 1996 eingeführt und umfasst 50 Werte (vorwiegend aus klassischen Wirtschaftsbranchen), die in der Rangliste nach Marktkapitalisierung und Börsenumsatz hinter den 30 DAX-Werten folgen (also praktisch die Börsenplätze 31 bis 80).

Der M-DAX spiegelt die Kursentwicklung von Aktien mittelgroßer deutscher oder überwiegend in Deutschland tätiger Unternehmen (Mid Caps) wider. Der M-DAX beinhaltet seit seiner Verkleinerung 2003 insgesamt 50 Werte, davor waren es 70.

Seine Zusammensetzung wird zweimal im Jahr (März und September), sowie in besonderen Fällen, bei Fusionen und größeren Neuemissionen, aktualisiert.


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Neben dem DAX, dem Tec-DAX und dem S-DAX gehört der M-DAX zum sogenannten „Prime Standard“. Die Unternehmen aus dem „Prime Standard“ müssen den Aktionären besonders viele Informationen liefern.

S-DAX: Der Nebenwerte-Index

S-DAXwird von Small-Cap-DAX abgeleitet. Der Index wurde am 21. Juni 1999 von der Deutschen Börse AG eingeführt.

Er ist der Auswahlindex für 50 kleinere Unternehmen (sogenannte Small Caps), die den M-DAX-Werten hinsichtlich Börsenumsatz und Marktkapitalisierung folgen. Die Index-Auswahl wird vierteljährlich Anfang März, Juni, September und Dezember überprüft.

Rein rechnerisch wurde der S-DAX am 30. Dezember 1987 mit einem Wert von 1.000 Punkten gestartet. Wie bereits erwähnt, gehört auch der S-DAX zum „Prime Standard“.

Der S-DAX basiert auf den Kursen des elektronischen Handelssystems XETRA. Seine Berechnung beginnt börsentäglich um 9:00 Uhr und endet mit den Kursen aus der XETRA-Schlussauktion, die um 17:30 Uhr startet (das gilt auch für DAX und M-DAX).

Zwischen 17:45 Uhr und 20:00 Uhr berechnet die Deutsche Börse den sogenannten L-SDAX (und L-DAX, L-MDAX etc.). Diese Late-Indices sind ein Indikator für die Wertentwicklung der deutschen Aktien nach dem offiziellen Börsenschluss um 17:30 Uhr.

Tec-DAX: Der Technologie-Index

Der Tec-DAXwurde am 24. März 2003 eingeführt und gehört ebenfalls zum „Prime Standard“. Er ist der Nachfolger des durch Insidergeschäfte und Bilanzfälschungen in Verruf geratenen Nemax50.

Der Neue Markt (Nemax50)war ein Segment der Deutschen Börse, das 1997 im Zuge der Euphorie rund um die New Economy nach dem Vorbild der amerikanischen Technologiebörse NASDAQ eingerichtet wurde.

Nach den Skandalen und dem Crash 2000 bis 2003 wurde der Nemax50 geschlossen und durch den Tec-DAX ersetzt.

Im TecDAX sind die 30 größten börsennotierten Technologiewerte in Bezug auf Marktkapitalisierung und Börsenumsatz zusammengefasst.

Alle Technologiewerte werden quartalsweise überprüft. Anhand dieser Rangliste wird entschieden, welche neuen Werte in den Tec-DAX aufgenommen werden und welche herausfallen.

Fazit: In den Medien besitzt der DAX fast eine Monopolstellung. Clevere Anleger schauen sich aber auch die Werte aus der zweiten und dritten Reihe an. Dort locken zum Teil noch höhere Kursgewinne und Dividenden.

10. Juli 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.