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Traden: Hedgefonds als Anlagevorbilder

Es könnte so einfach sein. Statt selbst wie ein Hedgefonds zu agieren und so ähnliche Margen zu generieren, kauft der kapitalmarktbegeisterte Amateur Anteile an den einschlägigen Investmentvehikeln.

Das Problem ist: Seit der Finanzkrise sind Hedgefonds verschärft ins Visier der Regulatoren geraten. Lupenreine Exemplare sind in Deutschland nicht zulässig, und Beteiligungen an Hedgefonds ausländischer Anbieter dürfen nur von institutionellen Anlegern – sprich den Profis – erworben werden. Was liegt also näher, als erfolgversprechende Strategien schlicht nachzuahmen?

Traden: Hedgefonds arbeiten mit System

Wer diesen Gedanken verfolgt und umsetzen will, darf einen gewissen Aufwand nicht scheuen. Denn Hedgefonds suchen nach Ineffizienzen im Markt. Diese sind ihre Gewinnquellen.

Angesichts der Vielfalt am Markt muss eine solche Suche eingegrenzt werden. Das betrifft Assetklassen, Anlageregionen, vor allem aber Handlungsmuster. Häufig beruhen diese auf technischen Indikatoren. Hedgefonds-Strategien – Abkopplung von der Verlustzone?


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Das wohl geläufigste Handlungsmuster ist das so genannte Gap Trading. Dabei konzentriert sich der Anleger auf Werte, die eine signifikante Kursveränderung zwischen dem Abschlusskurs an einem Handelstag und dem Eröffnungskurs am darauffolgenden Tag aufweisen.

Darüber hinaus erfassen Hedgefondsmanager Kursschwankungen gern mittels so genannter Bänder (laufender Durchschnitte), um daraus Kauf- bzw. Verkaufssignale abzulesen. Oder sie setzen auf bestimmte Zeitpunkte wie die Stichtage von Optionen, Monats- oder Quartalsenden. Auch die Spekulation mit Bankrott-Aktien oder auf Indexveränderungen (z.B. der Löschung eines Wertes aus dem DAX) ist gängige Praxis.

All diesen Handlungsmustern ist jedoch gemein, dass ihnen strenge Einstiegs- und Ausstiegsregeln zugrunde liegen. Sie folgen bestimmten Systemen. Ein Vorgehen, das auch dem Privatanleger freisteht. Trading-Systeme – Mit welchem System zum Gewinn

Allerdings erfordert ein solches Vorgehen akribische Marktbeobachtung und nicht selten eine entsprechende technische Infrastruktur.

Traden: Hedgefonds setzen auf Technik – und auf Masse!

Marktbeobachtung kostet Zeit. Das Erkennen wichtiger Signale wird dann durch spezielle Software erleichtert. Die Profis beschäftigen versierte Spezialisten, um die passenden Algorithmen für ihre Strategie einzuarbeiten.

Zudem stützen sie sich vielfach auf umfangreiche Datenbanken, die auch kleinste Arbitragemöglichkeiten aufzeigen (als Arbitrage bezeichnet man das Ausnutzen von Preisunterschieden für gleiche Waren auf verschiedenen Märkten). Bei hinreichender Kapitalausstattung lassen sich so auch bei minimalen Ineffizienzen Gewinne erwirtschaften.

Mittlerweile gibt es auch einschlägige Programme für Privatanleger. Diese sind jedoch bei weitem nicht so ausgefeilt. Und deren individuelle Weiterentwicklung ist – wenn überhaupt – nur begrenzt möglich. Erfolgreiche Systeme verändern sich aber mit den Märkten.

Fazit: Traden wie ein Hedgefonds

Traden wie ein Hedgefonds ist im Prinzip auch dem Privatanleger möglich. Allerdings sind seine Gewinnchancen deutlich geringer. Denn die Profis investieren viel Zeit und Geld in die Entwicklung ihrer Systeme.

Überdies ist deren Anlagekapital deutlich größer, so dass auch kleinste Arbitragemöglichkeiten gewinnbringend genutzt werden können. Bei den Finanzmitteln der meisten Amateure würden dabei schon die Kosten einer Transaktion die Marge „auffressen“.

Hinzu kommt, dass die verschärfte Finanzmarktregulierung etliche Hedgefonds-Strategien unterbinden dürfte. Was für die professionellen Vermögensmanager vielleicht noch eine Gefahr am Horizont ist, ist für Privatanleger vielfach schon geltendes Recht.

6. Januar 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Marcus Schult. Über den Autor

Finanzen sind sein Leben: Mit dem richtigen Gespür für Wirtschaft- und Finanzthemen ausgestattet liefert der ehemalige ARD-Mann das richtige Know-How.