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Trendphasen bestimmen – so funktioniert der Aroon-Indikator

Befindet sich meine Aktie in einem nachhaltigen Auf- oder Abwärtstrend, oder handelt es sich nur um eine Bewegung in der Seitwärtsphase? Soll ich handeln oder nicht? Derartige Fragen beantwortet der Aroon-Indikator. Er zeigt Tradern zuverlässig Trendphasen, Trendrichtung und Trendstärke eines Basiswerts.

Aroon-Indikator zeigt den Wechsel zwischen Marktphasen

Für Trader ist es wichtig zu wissen, in welcher Marktphase sich seine Aktie gerade befindet. Denn je nachdem welche Phase gerade vorherrscht, müssen sie unterschiedlich taktieren.

Die einfachste Art, einen Trend zu definieren, ist etwa beim Aufwärtstrend die steigenden Hochpunkte mit den steigenden Tiefpunkten zu verbinden. Umgekehrt beim Abwärtstrend.

Diese Methode wurde von Tushar Chande, Chefanalyst in Chicago, weiterenwickelt. Das Ergebnis war der seit 1995 bekannte Aroon-Chart. Der Name stammt aus dem altindischen Sanskrit und steht für den Wechsel von der Nacht zum Tag.

Am Markt geht es um den Wechsel zwischen den Marktphasen. Mit dem Aroon-Indikator ist eine exakte Zuordnung möglich. Der Aroon ist nur einer von etlichen Indikatoren in der Charttechnik.


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Aroon-Up und Aroon-Down

Der Aroon-Indikator besteht aus zwei Linien, einem Aroon-Up und einem –Down, die sich auf einer Skala von 0 bis +100 bewegen. Als Trader stellt man zunächst die gewünschte Periodenlänge ein, beispielsweise 14 Tage. Entsprechend vergleicht der Indikator die Höchst- und die Tiefstkurse.

Der Aroon-Up misst nun in Prozent, wie viele Tage seit dem letzten Hoch vergangen sind. Basis ist der Schlusskurs.

Der Aroon-Down zeigt, ebenso prozentual, wie viele Tage innerhalb der zwei Wochen vergangen sind. Und zwar, seit dem letzten Tiefstkurs auf Schlusskursbasis.

Zwei Kurven zeigen Auf- und Abwärtstrend

Mit den zwei Kurven werden die aufwärts und abwärts gerichteten Kräfte innerhalb der eingestellten Periode von 14 Tagen dargestellt.

Wenn etwa der aktuelle Kurs den bisherigen Höchstkurs übertrifft, beträgt der Aroon-Up­-Wert +100. Wenn umgekehrt der aktuelle Kurs einen neuen Tiefstkurs verzeichnet, liegt entsprechend der Aroon-Down-Wert bei +100. Konnte zum Beispiel die Aktie aber kein neues Hoch ausbilden, zeigt der Aroon-Up einen Wert von 0. Das gleiche, wenn es keinen neuen Tiefstkurs gab.

Der Indikator schaut also, wie lange es her ist, dass die Aktie ein neues Hoch und Tief innerhalb der Zeitspanne erreicht hat und stellt dies in Relation zur Gesamtperiode dar.

Liegt die Aroon Up Linie über der Aroon Down Linie, herrscht ein Aufwärtstrend. Liegt sie darunter, herrscht ein Abwärtstrend. Kreuzen sich die Linien, deuten sie einen Trendwechsel an. An den Schnittpunkten entstehen also Handelssignale.

Nicht alleine einsetzen

Der Aroon-Indikator ist ein recht einfaches Konzept, um die jeweilige Marktphase zu bestimmen und aus ihm die passenden Signale abzuleiten. Als Trader kann man den Aroon-Indikator erfolgreich einsetzen. Generell sollte man sich aber nicht auf ihn als einziges Entscheidungskriterium verlassen.

Denn der Indikator hat auch Nachteile. Er misst lediglich die Zeitkomponente, berücksichtigt aber nicht das Ausmaß der Kursbewegung. Das führt dazu, dass Aufwärtsbewegungen mit nur kleinen täglichen Kurssteigerungen im Chart wie eine Seitwärtsphase erscheinen.

Grund: Die Steigerung ist kaum zu sehen. Es gibt also keine Unterscheidung zwischen starken und geringfügigen Kursbewegungen. Hier empfiehlt es sich, zusätzlich einen Trendstärke-Indikator einzusetzen.

9. Februar 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.