MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Was sind Kapitalerträge?

Konten, Fonds-Anteile oder Aktien – sie alle werfen regelmäßig Kapitalerträge ab, die Anleger versteuern müssen. Kapitalerträge können dabei Zinsen oder Dividenden sein und bedeuten am Ende des Jahres einen Gewinn für Anleger. Kapitalerträge unterliegen der Abgeltungsteuer und müssen zum Teil an den Staat abgegeben werden.

Was Kapitalerträge genau sind

Kapitalerträge sind Gewinne aus einer Geldanlage. Letztendlich sind sie nichts anderes als ein Einkommen, das Anleger aus ihrer Kapitalanlage beziehen. Kapitalerträge können Zinsen sein, die zum Beispiel von einem Girokonto oder Tagesgeldkonto gewonnen werden.

Kapitalerträge können aber auch Erträge aus Zertifikaten auf Fonds oder Rohstoffe sein, über die Anleger Geld verdienen. Auch Kursgewinne oder Dividenden gelten als Kapitalerträge, die versteuert werden müssen.

Wie Kapitalerträge versteuert werden

Im Rahmen des Sparer-Pauschbetrags sind 801€ für Alleinstehende und 1.602€ für Verheiratete steuerfrei. Liegen also die Kapitalerträge unter diesen Beträgen, müssen Anleger darauf keine Steuern entrichten.

Seit der Einführung der Abgeltungsteuer im Jahr 2009 zahlen Anleger für Erträge über den Freibeträgen pauschal 25% an das Finanzamt. Hinzu kommt noch der Solidaritätszuschlag von 5,5% gemessen an der Höhe der Abgeltungsteuer und gegebenenfalls 8 oder 9% Kirchensteuer, je nach Bundesland. So kommen insgesamt maximal 28% Abgeltungssteuer zusammen, die von den Kapitalerträgen für das Finanzamt abgezogen werden.

Beispiel: So berechnet sich die Abgeltungsteuer auf Kapitalerträge

Herr Schmidt ist Privatanleger, wohnt in Nordrhein Westfalen und erhält aus einem Fonds Kapitalerträge von 2.000€ im Jahr. Er ist nicht verheiratet, sodass er 801€ von den 2.000€ steuerfrei behalten darf. Die restlichen 1.199€ muss er mit der Abgeltungsteuer versteuern. 25% bedeuten 299,75€ Abgeltungsteuer zu der noch 16,49€ Solidaritätszuschlag und 26,98€ (9%) Kirchensteuer in Nordrhein Westfalen kommen.

Herr Schmidt muss also 343,22€ Steuern zahlen und kann von seinen 2.000€ Kapitalertrag 1.656,78€ behalten.

Was Anleger wissen müssen

Um die Abgabe ihrer Abgeltungsteuer müssen sich Anleger nicht kümmern. Die Steuer wird automatisch von der Bank einbehalten und an das Finanzamt weitergeleitet. Herr Schmidt bekommt also automatisch den nach Abzug der Steuer verbliebenen Betrag gutgeschrieben.

Personen, die ihre Kapitalanlagen bei verschiedenen Banken liegen haben müssen auch daran denken, den Sparer-Pauschbetrag mittels Freistellungsaufträgen ebenfalls entsprechend auf die Banken zu verteilen. Andernfalls behält die Bank zu hohe Summen der Kapitalerträge ein, die mühevoll über die Steuererklärung zurückgeholt werden müssen.

20. März 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.