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Wichtige Fakten zur Einkommensteuer-Vorauszahlung

Die Einkommensteuer-Vorauszahlung betrifft nur Steuerzahler, die selbstständig bzw. freischaffend tätig sind. Einkommen, das aus Vermögen oder Renten stammt, kann dies auch betreffen. Die Einkommensteuer-Vorauszahlung gilt jedoch nicht für Arbeitnehmer, da deren Einkommensteuer direkt vom Gehalt abgezogen wird. Der Arbeitgeber leitet die Steuer direkt an das Finanzamt weiter.

Ausnahmen sind Einkommensteuer-Vorauszahlungen auf Zinsen und Vermögenserträge eines Arbeitnehmers. Einkommensteuer-Vorauszahlungen werden aufgrund der vergangenen Veranlagung festgesetzt und im Laufe eines Steuerjahres erhoben.

Die Höhe der definitiven Einkommensteuer wird dabei aber erst mit dem Steuerbescheid am Ende eines Steuerjahres festgesetzt. Einkommensteuer-Erklärung: Ausfüllen, abgeben und überprüfen

Grenze der Vorauszahlung

Bei kleinen Beträgen fällt diese Berechnung aus. Die Einkommensteuer-Vorauszahlung wird nur dann gefordert, wenn sie mindestens 400 € im Kalenderjahr und mindestens 100 € pro Quartal beträgt.

Das Einkommensteuergesetz Paragraph 37 schreibt vor, dass die Vorauszahlung jeweils per 10. März, 10. Juni, 10. September und 10. Dezember zu bezahlen ist. Die Höhe der Vorauszahlung setzt das zuständige Steueramt fest.

Gegen die Einkommenssteuer-Vorauszahlung kann der Steuerzahler Einspruch erheben, wenn sich seit der letzten Veranlagung die eigenen Rahmenbedingungen drastisch verändert haben. Sollte also die veranschlagten Beträge deutlich höher sein, als was für das laufenden Jahr zu erwarten ist, kann man sich mit dem Finanzamt in Verbindung setzen. Dann werden die zu zahlenden Summen reduziert.

Bemessungsgrundlage der Einkommensteuer-Veranlagung

Bei der Bemessungsgrundlage für die Einkommensteuer-Veranlagung bleiben einige Sonderausgaben unberücksichtigt. Insbesondere gilt dies für Unterhaltszahlungen, Ausbildungskosten und Beiträge für die Altersvorsorge. Steuerpflichtige, deren Einkommensverhältnisse sich im laufenden Steuerjahr nachweislich drastisch verschlechtert haben, können eine Herabsetzung der Vorauszahlung gelten machen.

Allerdings muss man die Verschlechterung auch nachweisen können. Ein häufiges Beispiel ist hierbei die Scheidung, wenn man Kinder hat. Nach der Trennung fallen dann Unterhaltszahlungen an. Dadurch ändert sich deutlich etwas in der privaten Bilanz und somit akzeptiert das Finanzamt diese Begründung auch schnell.

Die Änderung betrifft natürlich nur die Mehrkosten – die Unterhaltszahlungen an sich kann man nicht von der Steuer abziehen.Einkommensteuer-Vorauszahlung: Einspruch gar nicht notwendig – erfahren Sie, wieso!

Umgekehrt kann das Finanzamt die Vorauszahlung heraufsetzen. Das kommt logischerweise nur selten vor. Außerdem muss es beweisen können, dass der Steuerzahler ein wesentlich höheres Einkommen im laufenden Jahr haben wird. In der Praxis findet das mangels Beweislast kaum statt. Andersherum hat man keine Pflicht, das Finanzamt zu informieren, falls man im laufenden Steuerjahr deutlich mehr verdienen sollte.

Einkommensteuer-Vorauszahlung

Als Grund für die Einkommensteuer-Vorauszahlung gilt für das Finanzamt folgende Überlegung: Mit der Vorauszahlung will man dem Steuerzahler eine erhebliche Einkommensteuer-Nachzahlung ersparen. In einigen Ländern – wie zum Beispiel der Schweiz – gilt die Vorauszahlung nicht nur als Pflicht des Steuerzahlers.

Der Steuerzahler erhält in diesem Fall für die Einkommensteuer-Vorauszahlung sogar eine Verminderung durch gutgeschriebene Zinsen auf den im Voraus bezahlten Betrag.

14. Oktober 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.