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DAX-Schwäche: So funktioniert eine Depot-Absicherung

An der Börse geht es mal hinauf – und mal steil bergab. Fallende Kurse sind jedoch kein aussichtsloses Problem, wenn der Händler sein Depot richtig absichern konnte. Hierfür stehen ihm die verschiedensten Möglichkeiten zur Verfügung, um auch mit fallenden Kursen Gewinne zu erzielen. Die entscheidende Frage lautet: Welche Absicherungsstrategien gibt es an der Börse?

Grundsätzlich können Sie besonders riskante Papiere gleich verkaufen, Stop-Loss-Limits setzen, oder Gegengeschäfte eingehen. Gegengeschäfte eignen sich gut, um den schwankungsstärkeren Teil eines Depots abzusichern. Hier bietet sich zum Beispiel der Einsatz von Put-Optionsscheinen an. Die Funktionsweise: Fallen die Aktienkurse, steigt der Wert des Put-Optionsscheins.

Anlageplan immer im Auge behalten

Wichtig ist es jedoch, vor einer hektischen Entscheidung die eigene Finanzsituation und Anlagestrategie genau zu untersuchen. Oftmals kann es – vor allem bei langfristigen Anlageplänen – besser sein, die Durststrecke der Börsen einfach auszusitzen. Nach dem großen Sturz des DAX zum Jahresende 2008 dauerte es beispielsweise nur rund zwei Jahre, bis die Kurse wieder das alte Niveau erreicht hatten.

Der Kauf von Zertifikaten, CFDs und Optionen ist hingegen risikoreich. Kann der Anbieter der Produkte seinen Zahlungen nicht mehr nachkommen, ist das angelegte Geld meist verloren. Dagegen geschützt sind nur börsengehandelte Indexfonds, die sich jedoch nur an langfristige Anleger richten.

Aber auch in einem normalen Börsenumfeld sollten Anleger entsprechende Notausgänge kennen. Klar sollte beispielsweise sein, dass das in Aktien angelegte Geld im Extremfall komplett verloren gehen kann. Lebenswichtige Rücklagen sollten daher nicht für den Börsenhandel genutzt werden.

Fallende Kurse: Depot mit Stoppkursen absichern

Bei vielen Finanzinstrumenten können Anleger außerdem auf sogenannte Stoppkurse zurückgreifen. Fällt die Aktie auf einen vorher festgelegten Minimalwert, wird sie automatisch verkauft, um Verluste in Grenzen zu halten.

Meist wird empfohlen, diesen bei rund 10% bis 15% unterhalb des Kaufkurses anzusetzen. Steigt die Aktie an, sollte dieser entsprechend angepasst werden, entweder manuell oder automatisch durch den Einsatz eines Trailing-Stops.

Daneben ist es wichtig, auf mehrere verschiedene Aktien zu setzen. So können Verluste einzelner Firmen einfach ausgeglichen werden. Zu viele Aktien sollten es dabei jedoch auch nicht werden, da Anleger jeglichen Besitz zeitnah analysieren können sollten, um verlustreiche Papiere schnellstmöglich verkaufen zu können. Nur so abgesichert können Anleger dann auch bei fallenden Kursen gelassen bleiben.


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Die Formel für Ihre Depot-Absicherung

Wenn Sie einen einfachen und wirksamen Schutz für Ihr Aktien-Depot wünschen, können Sie die „Depot-Versicherung“ innerhalb von 30 Minuten kalkulieren und die entsprechende Order Ihrer Bank mitteilen. Die Depot-Absicherung ist sehr einfach. Als Basis reicht eine kleine Formel:

Hier ein aktuelles Praxisbeispiel für die Anwendung dieser Depot-Versicherungs-Formel: Sie besitzen für 10.000 € Index-Fonds auf den DAX (oder Einzelwerte aus dem DAX). Der DAX notiert bei rund 9.000 Punkten.

Sie suchen dann einfach über eine Börsenseite im Internet wie etwa onvista.de, www.finanzen.net oder www.finanztreff.de einen Put-Optionsschein auf den DAX mit dem Basispreis 9.000 und einer Laufzeit von 12 Monaten.

Ein Put-Optionsschein mit dem Basispreis 9.000 erlaubt Ihnen, den DAX am Tag der Fälligkeit für 9.000 Punkte zu verkaufen (auch wenn der Index dann nur noch bei 7.000 Punkten notieren sollte). Die Anzahl der erforderlichen Put-Optionsscheine können Sie rechnerisch ermitteln:

Formel  

Depot-Absicherung berechnen

Ergebnis berechnen

Das Ergebnis: Wenn Sie (gerundet) 111 dieser Put-Optionsscheine kaufen, haben Sie eine Art „Depot-Versicherung“ abgeschlossen.

So funktioniert die Depot-Versicherung

Angenommen, ein Jahr nach dem Kauf der Put-Optionsscheine notiert der DAX nur noch bei 4.500 Punkten (-50%). Ihre DAX-Indexfonds wären dann nur noch 5.000 € wert (10.000 Euro Startsumme abzüglich 50% Kursverlust). Gleichzeitig wäre der Wert der Put-Optionsscheine sprunghaft angestiegen. Wie beschrieben, verbrieft der ausgewählte Put-Optionsschein das Recht, dass Sie den DAX für 9.000 Punkte verkaufen dürfen.

Da der DAX in diesem Beispiel nur noch bei 4.500 Punkten notiert, würden Sie die Differenz zwischen 9.000 und 4.500 Punkten (multipliziert mit dem Bezugsverhältnis des Optionsscheins) kassieren.

Die Rechnung lautet: 4.500 x 0,01 = 45 € je Put-Optionsschein. Da Sie 111 Put-Optionsscheine gekauft haben, würde Ihr Wertpapier-Depot wie folgt aussehen: Position 1: Die Indexfonds auf den DAX sind noch 5.000 € wert. Position 2: Die 111 Put-Optionsscheine sind 4.995 € wert (111 x 45 €). Ihr Gesamt-Depot-Wert läge damit bei 9.995 €.


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Fazit: Während der DAX in diesem Beispiel innerhalb von 12 Monaten um 50% eingebrochen wäre, hätte sich Ihr Depot-Wert praktisch nicht verändert. Sie besäßen noch immer Wertpapiere im Wert von rund 10.000 €. Praxis-Test bestanden.

Die Kosten der Depot-Versicherung: 5 bis 12% pro Jahr

Sie kennen das von Ihren normalen Versicherungen: Einen Versicherungsschutz bekommen Sie niemals gratis. Für die Sicherheit müssen Sie zahlen. Sie zahlen den Preis dafür, dass Sie das Risiko minimieren und nachts ruhiger schlafen können.

Was kostet eine solche Depot-Versicherung? Das hängt zum Beispiel davon ab, mit welchen Instrumenten Sie Ihr Depot schützen und wie stark die Märkte zum Zeitpunkt des Kaufs der Put-Optionsscheine schwanken. Als Faustformel gilt:

Je höher die Schwankungen, desto teurer wird die Absicherung (höhere Schwankungen = höheres Risiko, dass die „Versicherung“ greifen muss). Da wir einen echten Optionsschein ausgewählt haben (es handelt sich um einen DAX-Put der Deutschen Bank), können wir die genauen Kosten berechnen, die im Muster-Beispiel angefallen wären.

Nehmen wir an, der DAX ist nach dem Kauf der Put-Optionsscheine nicht gefallen, sondern auf 10.000 Punkte gestiegen. In diesem Fall würden die Put-Optionsscheine am Ende der Laufzeit wertlos ausgebucht, da der Indexstand über 9.000 lag. Das Geld für die Put-Optionsscheine wäre verloren.

Die Rechnung: 111 Put-Optionsscheine zu je 6,37 € = 707,07 €. Diese Investition, eine Art „Versicherungsprämie“, wäre dann wertlos verfallen. Bei einem Depot-Stand von 10.000 € und Versicherungskosten von 707,07 € läge die Kostenbelastung bei gut 7%. Diese Größenordnung passt zu meinen Erfahrungen.

In sehr ruhigen Marktphasen können Sie Put-Optionsscheine günstiger einkaufen (aufgrund der niedrigen Volatilität), in ganz heißen Börsenphasen wird es (wie eben schon beschrieben) noch teurer. Insgesamt müssen Sie bei dieser Absicherungsstrategie mit Kosten von etwa 5 bis 12% pro Jahr rechnen.

Fazit: Eine Depot-Absicherung ist relativ einfach möglich (wie im Beispiel gezeigt), allerdings müssen Sie dann auch bereit sein, die Kosten für diese „Versicherung“ zu tragen. In Jahren, in denen der Aktienmarkt stagniert oder sogar steigt, werden die ausgewählten Put-Optionsscheine am Ende wertlos verfallen.

14. März 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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