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Netflix-Aktie: Die Realität holt die Aktionäre ein (Teil 2)

Gestern habe ich Ihnen über Aktie des Internet-TV-Anbieters Netflix berichtet.

Nach dem fulminanten Kursanstieg von rund 300% in 2013 ist die Aktie ins Visier von Spekulanten geraten, die auf den fahrenden Zug aufgesprungen sind.

Für viele späte Neu-Einsteiger stehen bislang hohe Kursverluste zu Buche: Seit den Höchstständen im September brach die Aktie bis Mitte Dezember zwischenzeitlich um mehr als 1/3 ein.

Gestern habe ich Ihnen ausgeführt, dass Netflix in diesem Jahr ein hohes Neukunden-Wachstum erreichen und das hohe Umsatz-Wachstum des Vorjahres sogar noch steigern konnte.

Hieraus entwickeln die investierten Anleger die Phantasie für eine Erholung der Aktie und einen Wideraufnahme des langfristigen Aufwärtstrends.

Heute möchte ich näher auf die Risiken eingehen, die mit der Netflix-Aktie verbunden sind.

Das hohe Wachstum bietet Raum für Enttäuschungen

Selbst hohes Wachstum allein reicht nicht aus, wenn ein Großteil der Markt-Teilnehmer bereits damit rechnet.


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Dass die Netflix-Aktie deshalb bereits ein hohes Enttäuschungs-Potenzial aufweist, bekamen die Anleger nach der Veröffentlichung der letzten Quartalszahlen im Oktober zu spüren.

Zwar konnte Netflix im 3. Quartal 2014 weiter 3 Mio. Kunden hinzugewinnen.

Doch die Analysten haben angesichts der hohen Wachstumsraten der Vergangenheit nochmal mit einer deutliche Beschleunigung des Neukunden-Wachstums auf 3,7 Mio. Nutzer gerechnet.

Anschließend ging es mit dem Aktienkurs weiter bergab.

Die Konkurrenz ist hoch

Netflix ist in den USA vor allem bei Serien-Liebhabern sehr beliebt. Davon profitiert das Unternehmen auch international bei den Fans dieser US-Serien. Doch insgesamt ist die Konkurrenz beim Film-Angebot sehr hoch:

Immer mehr Anbieter sind in den letzten Jahren in den Markt für Internet-TV eingetreten. Hier in Deutschland sind seit Jahren bereits Maxdome und Whatchever vertreten. In anderen Ländern existieren ähnliche Angebote.

Auch Amazon mischt inzwischen in dem Geschäft mit und bietet gegen eine relativ geringe Zusatzgebühr den Zugriff auf eine umfangreiche Online-Mediathek mit zahlreichen Filmen und Serien an.

Netflix hat u.a. mit einem Ausbau seiner Mediathek auf die zunehmende Konkurrenz reagiert. Doch die zusätzlichen Kosten hierfür sind im letzten Quartal gegenüber dem Vorjahres-Quartal um über 20% gestiegen.

Fazit: Die Risiken überwiegen

Derzeit erscheint es äußerst fraglich, ob Netflix das hohe Umsatz- und Neukunden-Wachstum der Vergangenheit aufrechterhalten kann.

Für einen Fortsetzung der Kurs-Rally der letzten Jahre bei Aktie wäre wohl  vielleicht sogar noch eine Steigerung nötig. Das hat die Enttäuschung nach den letzten Quartalszahlen gezeigt.

Die zunehmende Konkurrenz und die hohen Kosten, die Netflix aufwendet, um sich durchzusetzen, machen es schwer kalkulierbar wie hoch das Wachstum letztlich ausfallen wird.

Und letztlich ist ein Aspekt besonders bedenklich. Wenn ein Unternehmen es auch nach Jahren immer noch nicht schafft, das hohe Umsatzwachstum auch in ein hohes Gewinnwachstum umzuwandeln, spricht dies gegen das Geschäftsmodell.

Auch wenn die Netflix-Aktie zwar immer mal wieder für Kurs-Rallys gut ist, weist der Titel ein ungünstiges Chance-Risiko-Verhältnis auf.

Die Aktie ist somit eher etwas für Zocker, weniger für die risikobewussten Aktien-Anleger unter Ihnen.

30. Dezember 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.

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