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Altersvorsorge mit ETF-Policen: Sparen ohne Abgeltungssteuer

Das Rentenniveau wird Berechnungen zufolge bis 2038 auf etwas über die Hälfte des vorigen Einkommens sinken.

Diese Rentenlücke lässt sich nur mit einer zusätzlichen privaten Altersvorsorge schließen.

Bei der privaten Altersvorsorge werden traditionell vor allem Lebensversicherungen oder Riesterrenten, aber auch fondsgebundene Policen angeboten.

Eine interessante Alternative sind Vorsorgeprodukte auf Basis von Exchange-traded funds (ETFs), also börsengehandelter Fonds. ETFs im Versicherungsmantel verbinden die Potenziale der passiven Indexfonds mit steuerlichen Vorteilen.

Einer der wesentlichen Gründe, die für ETF-Produkte sprechen, sind deren schlanke Kostenstruktur, Flexibilität und Transparenz.

Es gibt sie in den Kategorien Riesterrente, Basisrente und ETF-Rentenversicherung bzw. ETF-basierte Lebensversicherung.

Das können Steuervorteile bringen

Bei der ETF-Lebensversicherung handelt es sich im Kern um eine Geldanlage als Ansparmodell. Deshalb der Vergleich zu einem ETF-Sparplan etwa von comdirect.

Der Unterschied durch den Steuer-Effekt: Bei einer monatlichen Einzahlung von 200 € über 30 Jahre kann die Spitze bei effektiv bis zu 23.000 € mehr an Ertrag bzw. Ablaufleistung liegen – nach Steuerabzug.

Während beim Fondsdepot 25 Prozent Abgeltungssteuer anfallen, wird die Pondspolice nach dem Halbeinkünfteverfahren besteuert.

In Zahlen: Statt des Spitzensteuersatzes von 42 Prozent werden nur 22,15 Prozent versteuert.


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Die einzige gesetzliche Voraussetzung: Eine Haltezeit von mindestens 12 Jahren und eine Auszahlung ab dem 62. Lebensjahr.

Beim Vergleich mit einem aktiv gemanagten Fondsdepot relativiert sich allerdings dieser Vorteil, denn bei einer Fondspolice fallen Kosten für den Versicherungsmantel an.

Der Steuervorteil greift erst, wenn der Anleger in einem alternativen Fondsdepot häufiger umschichten muss, denn hierbei ist jedes Mal Abgeltungssteuer fällig.

Der Vorsprung entsteht aber bereits, wenn nur 10% jährlich umgeschichtet werden müssen.

Dies zeigt, dass die Produktwahl auch vom persönlichen Anlageverhalten abhängt.

Weniger Kosten, höhere Ablaufleistung

Der Vorteil gegenüber der klassischen Lebensversicherung besteht in den übersichtlichen und geringeren Kosten.

Bei ETF-Policen fallen keine renditefressenden versteckten Kosten und Provisionen an.

Dies wirkt sich bei einer monatlichen Einzahlung über 35 Jahre so aus:

Die jährlichen effektiven Kosten können mehr als 1% unter denen des Lebensversicherungs-Marktführers liegen.

Ähnlich der Unterschied bei der Nettorendite. Bei der möglichen Ablaufleistung kann der Vorsprung weit über 100.000 € betragen.

Selbst im Vergleich mit Direktversicherungen liegt der Abstand immer noch bei rund 70.000 €.

Weitere Pluspunkte von ETF-Policen

Angeboten werden auch Riester- und Rürup-Produkte als Leibrenten. Nachteil: Sie sind aufgrund eines gesetzlich begrenzten ETF-Anteils etwas unflexibler.

Vorteil: Der Anleger kommt in der Ansparphase in den Genuss staatlicher Förderungen:

Die Zulagen können bis zu 40% der gesamten Sparleistung betragen, die Beiträge sind steuerlich absetzbar.

Bei ETF-basierten Versicherungen gibt es keine versteckten Kosten. Weiterer Pluspunkt: Die sonst von den Versicherern vereinnahmten Bestandsprovisionen aus den Verwaltungsvergütungen der Fonds, auch Kickbacks genannt, fließen direkt in die Police.

Worauf zu achten ist

Bei ETF-Policen sollten möglichst keine produktinternen Abschlussprovisionen anfallen.

Diese können bei bis zu 5 % der Beitragssumme liegen und gehen von der Rendite ab.

Das Angebot an ETF-Lebensversicherungen ist noch sehr begrenzt. Wegen der fehlenden Einnahmen durch Provisionen oder Kickbacks sind sie für die meisten Anbieter relativ uninteressant.

ETF-Policen wurden auf Betreiben der Honorarberater eingeführt und können nur über diese vermittelt werden.

Das bedeutet, dass anfangs ein Honorar von einmalig 3% der Beitragssumme zu zahlen ist, was eine intensive Beratung beinhaltet.

Dafür entfallen allerdings die bei Lebensversicherungen üblichen Provisionen, die den Anleger etwa doppelt so viel kosten.

22. Februar 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.