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Der Credit Spread als Risikoindikator für Anleihen?

Credit Spreads helfen einem Anleger, der in Anleihen investieren möchte, die Bonität des jeweiligen Emittenten richtig einzuschätzen. Da es sich zum Beispiel bei Unternehmensanleihen um Schuldverschreibungen handelt, ist die Bonität ein wichtiges Kriterium für eine Investitionsentscheidung.

Der Credit Spread im Detail

Der Credit Spread ist die Differenz zwischen der üblichen Verzinsung von sogenannten „risikolosen Geldanlagen“ und einer Unternehmensanleihe. Als risikolose Geldanlage gilt etwa eine Staatsanleihe der Bundesrepublik Deutschland. Durch die nahezu einwandfreie Bonität und der ausfallfreien Historie gilt diese Form der Geldanlage als sicher.

Wichtig für die korrekte Berechnung des Credit Spreads ist, dass die Laufzeit beider Anlagen identisch ist. Ein Laufzeitunterschied wirkt sich im Regelfall auch immer auf den Zinssatz aus. Ein Beispiel: Eine zehnjährige deutsche Staatsanleihe hat beispielsweise eine Verzinsung von 2,75%. Eine Unternehmensanleihe mit gleicher Laufzeit eine Verzinsung von 6,5%. Somit beträgt der Credit Spread 3,75%-Punkte.

Rating und Credit Spread – manchmal unterschiedliche Aufgaben und Einschätzungen

Wer sich eine Investition in Unternehmensanleihen interessiert, sollte mit dem Begriff des Ratings vertraut sein. Das Rating ist eine Kennzahl von unabhängigen Ratingagenturen wie Standard & Poor’s, Moodys oder Fitch Ratings. Diese Kennzahlen (meistens in Buchstaben wie AAA oder Bb+) liefern Anlegern eine Einschätzung der Bonität und Rückzahlungswahrscheinlichkeit einer Unternehmensanleihe.


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Einige Unternehmen müssen Anleihen ausgeben, um frisches Kapital für Investitionen zu erhalten, wollen oder können sich aber nicht mehr bei einer Bank finanzieren. Diese werden von den Ratingagenturen bewertet. Erscheint ein Unternehmen eher unsicher, was die Rückzahlung betrifft, so muss es Anlegern einen größeren Anreiz bieten, eine Anleihe zu erwerben. Also wird der Zinssatz entsprechend interessant gewählt.

Wer würde denn schon eine Anleihe kaufen, deren Zinssatz sich nur knapp über der risikolosen Staatsanleihe bewegt, die Rückzahlungswahrscheinlichkeit aber umstritten ist? Und genau über diese Situation gibt der Credit Spread Auskunft. Dabei sind Rating und Credit Spread nicht zwangsläufig identisch.

Der Credit Spread als theoretische Größe – Fazit

Um den Credit Spread zu berechnen existieren verschiedene Möglichkeiten. Eines aber ist für Anleger sicher: Nur anhand des Credit Spreads ist keine vernünftige Investitionsentscheidung möglich. Er gibt lediglich eine Auskunft über die Differenz zwischen der Verzinsung einer Anleihe und dem risikofreien Zinssatz.

Für die Investmententscheidung ist neben dem Credit Spread auch das Rating, die Laufzeit und die eigene Einschätzung der Rückzahlungswahrscheinlichkeit zu Rate zu ziehen. Der Credit Spread dient eher als theoretischer Wert zur Darstellung des Zinsunterschiedes. Anleger können ihn jedoch auch gut als Vergleichsgröße zu anderen Anleihen hinzugezogen werden, um die vermeintlich „besser“ verzinsten Anleihen zu identifizieren.

14. März 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Christian Klein. Über den Autor

Christian Klein hat durch eine Ausbildung in der Finanzbranche und ein anschließendes Studium mit Schwerpunkt BWL weitreichende Erfahrungen im Wertpapierhandel sammeln können. Aus persönlichem Interesse setzt er sich weiterhin mit Finanzpolitischen Themen sowie detaillierten Analysen auseinander. Als privater Anleger mit mehr als zehn Jahren Erfahrung befasst er sich mit technischer Analyse und deren Zusammenhang im täglichen Marktgeschehen.