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Derivate für Privatanleger zur Depotabsicherung geeignet

Derivate sind Finanzinstrumente, die auf bestimmte Basiswerte ausgerichtet sind.

Ein Derivat vollzieht Kursschwankungen von Basiswerten überproportional nach, so dass sich Anleger gegen Wertverluste absichern oder aber auch auf Kursgewinne spekulieren können.

Mehr zum Thema: Was sind Derivate?

Welche Arten von Derivaten gibt es?

Grundsätzlich gibt es verschiedene Kategorien von Derivaten: Für Privatanleger sind dabei vor allem Termingeschäfte und Swaps von Bedeutung. Dabei lassen sich verschiedene Typen unterscheiden.

Zum einen kann der Anleger in zinsbezogene Derivate investieren.

Zum anderen stehen auch währungsspezifische Derivate (Devisenfutures, Devisenoptionen), aktien- und indexbezogene Produkte (Aktienfutures, Aktienoptionen) sowie Edelmetalltermingeschäfte zur Verfügung.

Zur Gruppe der wichtigsten Derivate gehören unter anderem Optionsscheine, Zertifikate und Futures.

Derivate auch bei Privatanlegern immer beliebter

Derivate wurden in der Vergangenheit vor allem von institutionellen Anlegern und Profis gehandelt. Inzwischen interessieren sich jedoch auch immer mehr vermögende Privatanleger für diese Anlageklasse.

Das Volumen der außerbörslich gehandelten Derivate ist allein von 1990 bis 2010 von 22 auf 63 Billionen US-$ gestiegen.

Mehr zum Thema: Derivatevolumen explodiert

Der Grund: Derivate für Privatanleger versprechen nicht nur hohe Gewinne. Anleger können dadurch auch ihre Strategie ergänzen und Verlustrisiken begrenzen.

Derivate für Privatanleger: Absicherung durch Put-Optionen

Beliebt ist dabei vor allem die Depotabsicherung durch Optionen und Futures. Anleger, die auf steigende Kurse hoffen und Aktien erwerben, können diese Position mit geringem Kapitaleinsatz mit Put-Optionsscheinen absichern.

Ein Rechenbeispiel: Der Anleger hält 100 Aktien der XY AG in seinem Depot, wobei die Papiere 50 € pro Stück wert sind.

Will der Anleger sicherstellen, dass das Depot in 12 Monaten immer noch einen Wert von 5.000 € aufweist, kauft er entsprechende Put-Optionen auf die Aktien der XY AG mit einer Laufzeit von 12 Monaten zum Basiswert von 50 €.

Der Preis der Put-Option beträgt 1 €, womit die Depotabsicherung für die nächsten 12 Monate 100 € (100 x 1 € =100 €) kostet.

Fällt die Aktie der XY AG zum Laufzeitende nunmehr auf 45 €, entsteht zwar zunächst ein rechnerischer Verlust von 500 €.

Jedoch hat der Anleger durch die Put-Optionen das Recht, die Papiere zu 50 € zu verkaufen.

Damit hat das Depot de facto nicht an Wert verloren. Der Anleger zahlt lediglich den Preis für die Put-Optionen, also den Preis für die Depotabsicherung in Höhe von 100 €.

Steigt hingegen der Kurs der XY AG in den nächsten 12 Monaten auf 60 €, verfallen die Put-Optionen. Der rechnerische Kursgewinn reduziert sich damit um 100 € auf 900 €.

Hat der Anleger nur DAX-Werte in seinem Depot, lassen sich diese mit einem DAX-Put absichern.

Mehr zum Thema: Depotabsicherung mittels DAX-Puts

Derivate für Privatanleger eignen sich also hervorragend zur Depotabsicherung – wenn der Anleger bereit ist, einen kleinen Abschlag bei der Rendite in Kauf zu nehmen.

5. März 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands