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Derivate im Risikomanagement – wie Unternehmen davon profitieren

Als Unternehmen muss man oft die Gratwanderung zwischen Risiko und Erfolg bewerkstelligen. In Zeiten der Schulden- und Finanzkrise kommt es dabei immer mehr darauf an, sich wirtschaftlich richtig aufzustellen und wenn möglich sein Kapital zu vermehren.

Doch mit der Krise geht auch eine gewisse Komplexität einher, was wirtschaftliche Einflussfaktoren angeht: Die Märkte sind selten vorhersehbar und reagieren mehr auf Aussagen von Politikern als auf Wirtschaftsdaten. Dieser Zustand erhöht das Risiko von vielen Unternehmen, besonders wenn sie kein Risikomanagement betreiben.

Eine Absicherung – in welcher Form auch immer – bietet einen immensen Nutzen für die Unternehmen. Darüber hinaus erwarten dies inzwischen sogar schon die Banken von den Firmen.

Bedeutung für Unternehmen

Wenngleich die Technik viele Arbeitsabläufe heutzutage erleichtert – das Risikomanagement ist davon nicht betroffen. Im Gegenteil: Je mehr Technik der Markt aufweist (also die Trader besitzen), desto schwieriger gestaltet sich das Risikomanagement für ein Unternehmen.

Bei der großen Anzahl an Tradern und angesichts des Hochfrequenzhandels fällt es einem nicht unbedingt leichter, sein Unternehmen abzusichern. Besonders betroffen sind natürlich die Währungen, die ständig schwanken und in Bewegung sind. Dazu kommen Zinsänderungen, winzige Renditen am Kapitalmarkt, Rohstoffpreise, die teils extrem volatil sind, und vieles mehr.

Das Risikomanagement muss also etwas unternehmen, um hier gegenzusteuern. Derivate – Absicherung durch Termingeschäfte

Risiken für Unternehmen

Die Aufgabe der Derivate im Risikomanagement ist es, die Gefahren für das Unternehmen zu senken. Kernaufgabe besteht darin, sich gegen eine negative Entwicklung am Markt abzusichern.

Konkret geht es dabei um folgende Risiken:

  • Wechselkurse für exportierende Unternehmen: Eine ungünstige Veränderung kann dazu führen, dass das Ausland weniger importiert und somit der Absatz sinkt.
  • Verteuerung der Rohstoffe: Ob das Unternehmen selbst aus den Rohstoffen etwas produziert oder bereits verarbeitete Materialien kauft, ist dabei irrelevant. Wenn die Rohstoffpreise steigen, erhöhen sich die Kosten für die Unternehmen und die Gewinnmarge schrumpft.
  • Zinsänderungen und ein unattraktiver Kapitalmarkt: Dann sind Kredite eventuell schwerer zu bekommen oder Investitionen werfen nicht die gewünschte Rendite ab. Leitzinsentwicklung beeinflusst das Zinsniveau

Derivate im Risikomanagement: Vorteile für Unternehmen

Wer sich mit den Märkten beschäftigt und weiß, wie man Derivate im Risikomanagement einsetzt, kann fundierte betriebswirtschaftliche Entscheidungen treffen.

Der Schutz vor ungünstigen Preisschwankungen kann vor allem bei den Rohstoffpreisen besonders wichtig sein.

Hinsichtlich der Banken und deren Bewertung kann das Unternehmen eine bessere Bonität erhalten, wenn es sinnvolles Risikomanagement betreibt.

Schließlich gilt es auch die Planungssicherheit zu betrachten. Wer sich absichert, hat einen besseren Überblick über die Gefahren und Chancen am Markt und kann sorgloser in die Zukunft schauen.

Planungen können leichter gestaltet werden, wenn durch Derivate im Risikomanagement große Unbekannte aus der Gleichung genommen werden. Sonst können unter Umständen Pläne nicht umgesetzt werden, weil beispielsweise der Rohstoffpreis sich in die falsche Richtung entwickelt hat.

Ist man abgesichert, kann es beinahe egal sein, wo der Preis steht. Das ist ein eindeutiger Wettbewerbsvorteil. Derivate Rohstoffe – so investiert man in Ressourcen

Derivate im Risikomanagement: Fazit

Mittelständische und vor allem große Unternehmen nutzen die Derivate im Risikomanagement. Auch wenn noch viele (besonders mittelständische) Unternehmen sich von dem Thema abwenden, erkennen immer mehr, welche Vorteile die Absicherungen bieten.

Es ist in gewisser Weise vergleichbar mit dem Internet. Vor 15 Jahren haben auch noch viele Unternehmen gedacht, sie bräuchten so etwas nicht. Inzwischen hat sogar der Bäcker um die Ecke eine Website.

So wird es auch mit dem Risikomanagement der Unternehmen kommen. Auch wenn ein Experte für diesen Bereich und diesbezügliche Investitionen mehr Geld kosten als eine kleine Internetpräsenz – beides schafft einen Wettbewerbsvorteil und stellt das Unternehmen stabiler auf für die Zukunft.

15. Mai 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.