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Derivate und Optionen: Worauf man achten sollte

Wem der einfache Aktienhandel zu langweilig ist, der kann bei Derivaten und Optionen ausreichend Action finden. Nicht umsonst zählen diese Anlagen zu den risikoreichsten Geschäften, die man an der Börse tätigen kann. Hier kann man sich schnell die Finger verbrennen und sollte deshalb nur mit ausreichend Wissen den Sprung ins Haifischbecken wagen.

Der Unterschied zwischen Derivate und Optionen ist dabei gar nicht so riesig. Fangen wir deshalb mit den Gemeinsamkeiten an. Beides sind Wertpapiere und man kann die Art des Handels als Termingeschäfte betrachten. Wenngleich es bei der Ausführung Unterschiede gibt.

Optionen kaufen: ein Recht

Wer eine Option kauft, erwirbt dadurch ein Recht. Man hat quasi wortwörtlich eine Option. Selten ist die Börsensprache so direkt und leicht verständlich wie in diesem Fall. Bei der Option geht es nämlich darum, einen Handelsgegenstand zu einem späteren Zeitpunkt  und zu einem vorher festgelegten Preis kaufen oder verkaufen zu können.

Die Betonung liegt auf „können“, d.h. man hat das Recht dazu, muss die Option jedoch nicht ausführen, sondern kann sie auch verfallen lassen. Wer allerdings wirklich etwas nach dem festgelegten Zeitraum geliefert bekommen möchte, muss genau schauen, welche Optionen er kauft.

Heutzutage wird normalerweise einfach der jeweilige Preis des Basiswerts mit dem auf der Option verrechnet. Der daraus entstandene Gewinn oder Verlust wird dann verbucht, und damit ist die Sache abgeschlossen

Besonders bei Rohstoff-Optionen auf Edelmetalle wie Gold und Silber sollte man deshalb vorsichtig sein. So ist es schon häufiger vorgekommen, dass eine Bank die Auslieferung verweigert hat und man lediglich den Gewinn in Papiergeld ausgezahlt bekam.


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Das hatte dann den Hintergrund, dass die Bank selber nicht die Edelmetalle im Lager hatte. Besonders im Edelmetallmarkt beruht nämlich viel auf fiktiven Transaktionen. Deshalb muss man immer deutlich unterscheiden, ob man lieber physische Ware direkt kauft oder auf den Preis mit Wertpapieren spekulieren möchte.

Gemeinsame(r) Basis(wert)

Derivaten liegt, genauso wie Optionen, ein Basiswert zugrunde. Abhängig von diesem Wert ändert sich der Preis des Derivats bzw. der Option. Als Basiswert kann man Aktien, Indizes, Währungen, Rohstoffe, ETFs, Anleihen, Zinsen und noch ausgefallenere Werte verwenden.

 

Ob man Derivate oder Optionen handelt, es gelten immer dieselben Regeln: Möchte man auf fallende Kurse setzen, sucht man nach sogenannten „Puts“. „Calls“ sind dagegen Wertpapiere, die von steigenden Kurse profitieren.

Bei Optionen sieht das dann folgendermaßen aus: Kauft man eine Put-Option, so erwirbt man das Recht, einen bestimmten Basiswert zu einem festgelegten Preis zu verkaufen. Die Call-Option hingegen berechtigt einen dazu, den Handelsgegenstand innerhalb eines bestimmten Zeitraums zum vereinbarten Preis zu kaufen.

Wichtig ist letztlich immer der Hebel und damit das Risiko, wie schnell ein Wertpapier wertlos verfällt. Deshalb sollte man als Neueinsteiger möglichst mit einstelligen Hebeln arbeiten, um das Verlustrisiko gering zu halten.

In Derivate investieren

Mit einem Investment in ein Derivat kauft man sich die Beteiligung an einem Basiswert – allerdings nur, was die Kursveränderung angeht. Man kann das Derivat jederzeit wieder verkaufen. Weitere Rechte hat man nicht.

Es findet sich eine enorme Auswahl an Put- und Call-Derivaten im Markt und man kann auf nahezu alles spekulieren. Natürlich ist es bei liquiden Titeln wie Indizes leichter, einen gewünschten Schein zu finden, als bei seltener gehandelten Titeln.

Ein Derivat auf den DAX findet man leicht mit der gewünschten Knock-out-Schwelle (ab wann der Schein wertlos verfällt). Es gibt sogar mehrere Derivate mit denselben Schwellen von unterschiedlichen Banken. Will man dagegen Kaffee per Derivat handeln, muss man sich nach dem Angebot richten, das nur wenige Handelshäuser anbieten.

Optionen sind keine Optionsscheine

Oftmals werden Optionen und Optionsscheine gleichgesetzt. Doch auch wenn sie miteinander verwandt sind, gibt es dennoch gewaltige Unterschiede.

Insgesamt spricht mehr für die Optionen als für die meist zahlreich beworbenen Optionsscheine. Optionsscheine sind Derivate – und unterscheiden sich allein dadurch schon von Optionen. Aber nicht jedes Derivat ist ein Optionsschein.

Fazit: Vorsicht geboten

Ob Optionen oder Derivate – für Privatanleger bietet sich mit der Art des Investments ein großer Markt, den auch viele Investoren nutzen. Hier kann man sich jedoch genauso schnell die Finger verbrennen, wegen der Hebelwirkung vielleicht sogar noch schneller.

Ein vorsichtiges Herangehen ist bei beiden Varianten zu empfehlen. Derivate oder Optionen – ein Unterschied macht letztlich die persönliche Bevorzugung. Auch hier gilt der Grundsatz: Das, was man komplett versteht, darf man an der Börse handeln. Alles andere ist zu gefährlich.

15. April 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.