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Die 10 bedeutendsten Investoren aller Zeiten

Ein Investor legt als eine Hauptfigur Geld im Kapitalmarkt zum Zweck der Vermehrung, Einflussnahme oder ideologischem Wertegefühl an. Dies können sowohl Privatanleger als auch institutionelle Anleger sein, die in Form von Unternehmen wie Banken oder Anlagegesellschaften auftreten.

Die Form der Beteiligung kann hierbei sehr unterschiedlich sein. In dem Ranking werden 10 Persönlichkeiten oder Unternehmen betrachtet, die unter verschiedenen Kriterien zu den einflussreichsten und erfolgreichsten Investoren der Welt zählen.

Platz 10: Peter Lynch (Fonds Manager bei Fidelity)

Als Peter Lynch Ende der 1960er Jahre bei Fidelity anfing, wurde er zunächst als Analyst beschäftigt. Schon damals war seine Strategie, Augen und Ohren offen zu halten und sich auf solche Investments zu konzentrieren, die man versteht. Erst 1977 übernahm er das Management des Magellan Fonds. Zu damaligem Zeitpunkt belief sich das verwaltete Vermögen auf 20 Mio. US-$. Innerhalb von 13 Jahren bis 1990 wuchs der Fonds durch weitere Einlagen sowie einer beeindruckenden Kursentwicklung auf über 14 Mrd. US-$ an.

Lynch investierte hierbei unter langfristigen Gesichtspunkten in Unternehmen, deren Strategie und Arbeitsweise er verstand und analysierte gemeinsam mit Geschäftsführern und Branchenexperten „rund um die Uhr“. Neben berühmten Publikationen hält Lynch Vorträge an Universitäten und referiert vor ausgewählten Analystengruppen.

Platz 9: Sir John Templeton (Gründer der Marke Templeton Fonds)

Der Vater aller Fonds, wie John Templeton auch genannt wird, verdankt sein Vermögen einer teils unkonventionellen Idee die sich heute unter dem Begriff des antizyklischen Handelns verbirgt. Zu Beginn des zweiten Weltkrieges war die Wirtschaftslage in den USA ebenfalls dramatisch angespannt. John Templeton setzte alles auf eine Karte, lieh sich Kapital und erwarb von 104 Firmen je 100 Anteile die unter einem US-$ notierten.

Nach dem Krieg und dem wirtschaftlichen Aufschwung hatten es lediglich 4 Firmen nicht geschafft und deren Aktien waren wertlos. Die restlichen Titel sind alle immens gestiegen und die Veräußerung dieser machten Templeton sehr wohlhabend. Den ersten Investmentfonds gründete er 1954, den Templeton Growth Fund, der von 1954 bis 1992 eine durchschnittliche Jahresrendite von 14,5% erwirtschaftete. 1992 wurde die Fondsgesellschaf0t von Templeton an den Konkurrenten Franklin verkauft.

Platz 8: Carl Icahn (Vorlage für Gordon Gekko)

Der New Yorker Carl Icahn ist bekannt für seine Einflussnahme auf Unternehmen die aus seiner Sicht schlecht geleitet werden. Er gilt als streitbarer Investor, der die Position seiner Aktien so groß wählt, dass er Änderungen in den Unternehmen erzwingen kann, um den Wert der Aktien zu erhöhen. Icahn startete in den späten 1970er Jahren und wurde mit der Übernahme der Fluggesellschaft TWA zur lebenden Filmvorlage für Oliver Stones „Wall Street“.

Platz 7: Thomas Rowe Price Jr.

Thomas Rowe Price gilt in der Welt der Wall Street als der „father of growth investing“, was so viel bedeutet wie Begründer von Investments in Wachstumsstorys. Er erkannte zyklische Veränderungen und konnte sich im Rahmen der Wirtschaftsdepression in den 1920er Jahren an vielen Fehlern und Bespielen belehren. Seine aktive Zeit lag besonders zwischen den 1950er und 1970er Jahren. Für seine Investments bevorzugte er langfristige Anlagezeiträume und besann sich stets auf Qualität in der Unternehmensführung. So waren für Price auch gut bezahlte Arbeitnehmer ein Indiz für eine erfolgreiche Firmenleitung.

Platz 6: Michael Steinhardt

Der Gründer der Firma Steinhardt Partners mit dessen Hedge Fonds eine durchschnittliche Jahresrendite von 24% innerhalb einer Periode von 28 Jahren erwirtschaftet wurde. Die positive Entwicklung des Fonds machte ihn zu einem reichen Mann, sein Vermögen wird auf über 500 Millionen US-$ geschätzt. 1995 endete seine Karriere als Fondsmanager mit einer Jahresrendite von 21%, nachdem er 1994 einen Verlust von 30% hinnehmen musste.

In einer Rede von 2004 erwähnte Steinhardt die für einen Investor sehr vorteilhaften Entwicklungen. Hier ein Auszug: „Mach all deine Fehler sehr früh in deinem Leben. Je mehr harte Lektionen du früh machst, desto weniger Fehler machst du später“. Und eine sehr spekulative Aussage: „Mach keine kleinen Investments. Wenn du dein Geld risikoreich anlegst, dann trage Sorge dafür, dass der Gewinn hoch genug ist um deine investierte Zeit und Mühe zu rechtfertigen“.

Platz 5: John Bogle (The Vanguard Group)

John Bogle musste als Gründer der Investmentgesellschaft The Vanguard Group zu Beginn seiner Karriere einige Rückschläge erleben. Trotz seiner ausgezeichneten Studienergebnisse an der Princeton University in Wirtschaftswissenschaften und idealen Voraussetzungen wurde er 1967 im Alter von 38 Jahren nach einer Fehlinvestition gekündigt. Erst mit 45 gründete er seine eigene Firma, deren Führung er bis 1996 innehatte. Bogle gründete unter anderem einen der erste Indexfonds, den „Vanguard 500“.

Platz 4: William H. Gross (PIMCO – King of bonds)

Der Gründer der Investmentfondsgesellschaft PIMCO (Pacific Investment Management Company) zählt zu den einflussreichsten Fondsmanagern. Im Markt wird er auch oft „King of bonds“ (König der Anleihen) genannt. Er verwaltete den mit rund 239 Mrd. US-$ starken Total Return Fonds den weltweit volumenstärksten Rentenfonds. 1999 verkaufte er PIMCO an Allianz Global Investors. Für den Manager eines Rentenfonds eher ungewöhnlich: Gross finanzierte sein Studium als professioneller Black-Jack Spieler.

Platz 3: Benjamin Graham (Begründer des Value-Ansatzes)

Benjamin Graham gilt als geistiger Vater von Warren Buffett. Mit seinem unter Wertpapierhändlern als Meisterwerk bezeichnetes Buch „Security Analysis“ (Wertpapieranalyse) aus dem Jahr 1934 schaffte er es in sämtliche Bibliotheken und Universitäten. Buffett studierte an der gleichen Universität, an der auch Graham lernte und wurde so unter seinem Einfluss zu einem der erfolgreichsten Investoren der Welt.

Der Ansatz den Graham lehrte, nennt sich Value-Analyse und beschäftigt sich mit der Berechnung des inneren Wertes einer Aktie gemessen an der jeweiligen Unternehmensbilanz. So beschäftigte er sich mit Kennzahlen wie dem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) oder der Dividendenrendite. Graham zählte in seiner Zeit nicht zu den reichsten Investoren, aber dafür als Gründer eines Trading-Ansatzes, der bis heute Bestand hat.

Platz 2: George Soros (Seine Devise: Devisen)

George Soros wurde 1930 in Budapest geboren und zog mit 26 in die USA, nachdem er in London an der School of Economics seinen Abschluss machte. Hier arbeitete er als Analyst und Trader bis in die 1960er Jahre. 1973 gründete Soros seine private Investmentfirma und zusammen mit Jim Rogers den Quantum Fonds. Mit dem Kapital des Fonds gelang Soros ein Kunststück in der Investmentgeschichte.

1992 spekulierten Soros und andere Investoren gegen den Wert des britischen Pfund. Sie befanden es als überbewertet und erhöhten so den Druck auf die britische Notenbank. Nach einem harten Investmentkampf verließ die britische Notenbank schließlich das Europäische Währungssystem, das britische Pfund verlor knapp 25% gegenüber dem US-Dollar. Damit tauchte Soros im Guiness Buch der Rekorde auf, weil er durch diese Spekulation mehr als eine Milliarde US-Dollar verdiente. Soros ist nach wie vor sehr aktiv am Kapitalmarkt und hält derzeit diverse Beteiligungen an unterschiedlichen Firmen.

Platz 1: Warren Buffett (Berkshire Hathaway)

Das „Orakel von Omaha“, Warren Buffett, ist sicherlich der bekannteste Name, wenn es um die erfolgreichsten Investoren aller Zeiten geht. Unter großem Einfluss seines Dozenten Benjamin Graham in den Studienjahren um 1950 war Buffett von der Börse fasziniert und arbeitete sogar in der Firma von Graham in New York. Hier arbeitete er 3 Jahre als Analyst. Diese Zusammenarbeit mit Graham formte den Investmentstil Buffetts nachhaltig.

1965 übernahm er ein ausgedientes Textilunternehmen mit dem Namen Berkshire Hathaway und gründete daraus seine Beteiligungsfirma. Zwar wurden noch weiterhin Textilien produziert, das Hauptaugenmerk lag aber woanders Würde man ein Investment in Buffetts Firma in Höhe von 10.000 US-$ von 1965 bis heute betrachten, so hätte man mittlerweile etwa 50 Millionen US-$ verdient. Mittlerweile hat die Firma über 2 Milliarden US-$ an Beteiligungen. Buffett gehört zu den Top 10 der reichsten Männer der Welt.

20. Juni 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Christian Klein. Über den Autor

Christian Klein hat durch eine Ausbildung in der Finanzbranche und ein anschließendes Studium mit Schwerpunkt BWL weitreichende Erfahrungen im Wertpapierhandel sammeln können. Aus persönlichem Interesse setzt er sich weiterhin mit Finanzpolitischen Themen sowie detaillierten Analysen auseinander. Als privater Anleger mit mehr als zehn Jahren Erfahrung befasst er sich mit technischer Analyse und deren Zusammenhang im täglichen Marktgeschehen.