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Die 5 größten Anleihen: So finanzieren Anleger ihre Börsenlieblinge

Mit Anleihen können Anleger ihr Portfolio diversifizieren, denn sie haben einen geringen Gleichlauf mit Aktien. Staatsanleihen gelten zwar als sicher bringen aber mickrige Zinsen. Eine Alternative sind Anleihen von Firmen mit guter Bonität, sprich Kreditwürdigkeit.

Anleihen für Anleger- und Unternehmenserfolg

Das Schöne an Anleihen: Sie bringen regelmäßige Erträge. Gleichzeitig stärkt das Anleihekapital die Finanzkraft, Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität der Unternehmen. Das sorgt für gute Kurse und Dividenden. Anleger können somit mehrfach profitieren.

Sicherheit und Investition in die Ertragskraft des eigenen Unternehmens lassen die Tatsache verschmerzen, dass die Renditen solider Konzerne häufig bescheiden sind. Je höher deren Bonität, desto geringer die Zinsen. Dennoch liegen sie über denen der meisten Staatsanleihen.

Manch solide Unternehmens-Anleihe, auch Bonds genannt, wird zum regelrechten Renner. Als etwa Apple 2013 und dann wieder 2014 Anleihen im Rekordvolumen auflegte, griffen die Anleger in Scharen zu.

Das Anlegergeld will der Konzern unter anderem für einen groß angelegten Aktienrückkauf verwenden. Zwar sitzt er auf Reserven von 164,5 Mrd. US-$. Doch der Löwenanteil liegt außerhalb der USA. Würde Apple das Geld zurückholen, wären hohe Steuern fällig. Die Anleihe ist wesentlich billiger.


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Aus demselben Grund bringt Microsoft dieses Jahr Schuldpapiere über 10,75 Mrd. US-$ heraus. Damit aber landet der Softwarekonzern nur auf Platz 10 der weltweit größten Anleihen. Um welche Summen es sich bei Apple, der Nummer Eins handelt, zeigt das nachfolgende Ranking.

Die 5 größten Firmenanleihen

Die Top-Five unter den Anleihen weltweit verdeutlichen beispielhaft, wie viel Geld die Unternehmen einsammeln.

5. Deutsche Telekom (14,5 Mrd. US-$)

Auf Platz 5 findet sich das zugleich fünftgrößte Telekommunikationsunternehmen der Welt, die Deutsche Telekom. Im Jahr 2000 platzierte sie Anleihen im Gesamtvolumen von 14,5 Mrd. US-$. Die 10jährigen Papiere rentierten mit 2,81%, hatten aber eine Zinsanpassungsklausel. Wird das Bonitätsrating herabgestuft, erhöht sich der Kupon auf 0,5 Prozentpunkte.

Die meisten Konzerne bringen in gewissen Abständen wieder neue Anleihen heraus. Die Deutsche Telekom etwa emittierte 2009 neue Papiere über 1,5 Mrd. US-$. Die Rendite bei 5 Jahren Laufzeit beträgt 4,87% und bei 10 Jahren 4,96%.

4. Abbott (14,7 Mrd. US-$)

Der amerikanische Pharma- und Biotechnologiekonzern Abbott Laboratories agiert in 130 Ländern und beschäftigt ca. 90.000 Mitarbeiter. Die Anleihen, die 2012 herausgegeben wurde, hatten ein Volumen von 14,7 Mrd. US-$.

3. Orange – vormals France Télécom (16,4 Mrd. US-$)

France Télécom, die seit 2013 unter Orange firmiert ist die weltweite Nummer 10 in Sachen Telekommunikation und Informationstechnologie und brachte bereits 2001 brachte Anleihen im Gesamtvolumen von 16,4 Mrd. US-$ auf den Markt.

2. Roche (16,5 Mrd. US-$)

Auf ganze 16,5 Mrd. US-$ Anleihevolumen brachte es der Schweizer Pharmakonzern Roche. Die Papiere wurden im Februar 2009 in 6 Tranchen herausgegeben. Die Renditen liegen knapp unter 1%. Für Schweizer Staatsanleihen zum Vergleich zahlt man sogar Strafzinsen.

1. Apple (17 Mrd. US-$)

Die bislang größte Anleihe kommt vom größten Börsenkonzern der Welt. Apple platzierte 2013 Zinspapiere für ganze 17 Mrd. US-$. Dies ist die bislang größte Anleihe in einem Jahr. Die enorme Nachfrage animierte zur Wiederholung im Folgejahr: 2014 dann das gleiche Spiel mit 12 Mrd. US-$. Hinzu kam dann im Herbst eine Euro-Anleihe über 2,8 Mrd. Euro.

Damit hat der Technologieriese insgesamt über 32 Mrd. US-$ eingesammelt. Die Renditen liegen zwischen 1,1% und 1,7% für 8 bzw. 12 Jahre Laufzeit. Für 30 Jahre gibt´s 4,48%. Und weil es so schön läuft, wurde für dieses Jahr eine neue Anleihe über 6,5 Mrd. US-$ angekündigt, und aktuell noch eine in Schweizer Franken.

Zinsniveau und Kosten beachten

Wer sich für Unternehmensanleihen interessiert, sollte derzeit eher auf kürzere Laufzeiten achten. Denn die Zinsen richten sich nach dem Marktzins, auf den ein Risikoaufschlag des Unternehmens hinzugerechnet wird, der wiederum von dessen Bonität abhängt. Steigt das Zinsniveau, verliert das Investment an Wert. Je länger die Restlaufzeit, desto höher sind die zwischenzeitlichen Verluste, wenn die Zinsen anziehen.

Wer aber auf Änderungen bei Zinsen und Bonitäten reagieren und sein Depot umschichten will, muss die Kosten einkalkulieren, die bei jedem Kauf entstehen. Die können bis weit über 2% ausmachen. Anders bei ETFs auf spezielle Anleiheindizes. Gleich ob national, europäisch oder international, die Auswahl ist groß. Zudem sind sie mit 0,2% bis 0,5% unschlagbar billig.

26. April 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.