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Dow Jones: Geschichte, Berechnungsgrundlagen und ein Rekord

Der wichtigste US-Index, der Dow Jones, sorgte am 3. Juli 2014 für 2 historische Ereignisse:

Er feierte seinen 130. Geburtstag und kletterte – ausgerechnet an diesem Tag – zum ersten Mal in seiner Geschichte über die 17.000-Punkte-Marke.

Einmal mehr ein guter Grund, um einen genaueren Blick auf den Dow Jones zu werfen.

Geschichte des Dow Jones

Die vollständige Bezeichnung des Dow Jones lautet: Dow Jones Industrial Average (DJIA).

Er wurde von den Gründern des Wall Street Journals und des Unternehmens Dow Jones im Jahr 1884 entwickelt. Namentlich sind das Charles Dow und Edward Jones.

Ersterer stellte den Index damals zusammen, um die Entwicklung des US-amerikanischen Aktienmarktes zu messen.

Um einen Richtwert für die Beurteilung der Aktienkursschwankungen für den US-amerikanischen Aktienmarkt  zu erhalten, entwickelte Dow den Aktienindex „Dow Jones Average“, den Vorgänger des heutigen Dow-Jones-Index.

Er wurde erstmals am 3. Juli 1884 im „Customers’ Afternoon Letter“ veröffentlicht und bestand zunächst aus 11 Werten. 9 dieser 11 Werte waren Eisenbahngesellschaften. Hinzu kamen 2 Industrieunternehmen.

Die Berechnungsgrundlagen

Der Dow Jones ist ein sogenannter Kursindex und berücksichtigt daher „nur“ die Kursentwicklung der darin enthaltenen Werte – nicht jedoch die Dividenden.

Er umfasst heute 30 amerikanische Unternehmen, die an der New York Stock Exchange (NYSE) gelistet sind.


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Die Berechnung erfolgte ursprünglich durch die Aufsummierung der einzelnen Aktienkurse und der anschließenden Division durch die Anzahl der Aktien (Divisor).

Mittlerweile wird der Dow Jones jedoch mit Hilfe einer äußerst komplizierten Formel berechnet.

Die Methode ist zwar heute noch die gleiche wie bei Einführung des Index, jedoch wurde der Divisor geändert, um eine historische Kontinuität sicherzustellen.

So haben Kapitalmaßnahmen oder Änderungen der Mitglieder eine Anpassung des Divisors zur Folge. Der jeweils aktuelle Divisor wird täglich im Wall Street Journal veröffentlicht.

Am 1. Oktober 1928 lag der Divisor beispielsweise bei 16,67. Es wurde also die Summe aller Kurse der 30 im Dow Jones enthaltenen Aktiengesellschaften durch 16,67 geteilt.

Eine Kursbewegung um 1 US-Dollar bei den Aktien des Dow Jones entsprach zu dieser Zeit somit einer Indexbewegung um 0,06 Punkte (1/16,67).

Im Jahr 1986 fiel der Divisor erstmals unter den Wert von 1 und befindet sich auch heute noch darunter.

Die Aussagekraft des Dow Jones

Trotz der Bekanntheit des Dow Jones wird die Aussagekraft häufig kritisiert.

Kernpunkt der Kritik ist die Tatsache, dass die Indexzusammensetzung vom Herausgeber einer Zeitung ohne feste Kriterien bestimmt wird.

Es gibt also hinsichtlich der Zusammensetzung des Dow Jones – anders als beim DAX – eine gewisse Willkür.

Zusätzlich ist der Index preisgewichtet. Dieser Umstand führt zu einer Übergewichtung von Aktien mit einem zahlenmäßig hohen Wert.

Wenn eine Aktie beispielsweise 100 US-Dollar kostet, beeinflusst diese den Dow Jones stärker als eine Aktie, die „nur“ 10 US-Dollar kostet.

Weiterhin halte ich grundsätzlich Performance-Indices, bei denen auch die Dividenden mit einfließen, für aussagekräftiger als Kursindices, bei denen lediglich die Kursentwicklung maßgeblich ist.

Denn: Wenn Sie den echten Erfolg einer Aktienanlage überprüfen wollen, müssen Sie die Kursentwicklung und die gezahlten Dividenden berücksichtigen.

Eine reine Kursbetrachtung verzerrt das Ergebnis, da die Dividenden historisch betrachtet für rund 40% der Gesamterträge verantwortlich sind.

Allzeithochs sind die Regel und nicht die Ausnahme

Der Dow Jones hat Anlegern seit seiner Einführung vor 130 Jahren eine durchschnittliche Rendite von rund 8% pro Jahr gebracht – und das trotz Krisen und Crash-Phasen.

Das zeigt: Allzeithochs – wie das erstmalige Überschreiten der 17.000-Punkte-Marke durch den Dow Jones Mitte des Jahres 2014 – sind die Regel und nicht die Ausnahme.

Denn wenn sich angesichts der historischen Wertentwicklung des Dow Jones eines sagen lässt, dann, dass Aktienindices langfristig steigen. Das gleiche Phänomen lässt sich übrigens auch beim DAX beobachten.

Der deutsche Leitindex konnte seit seiner Einführung im Jahr 1988 ebenfalls einen durchschnittlichen jährlichen Wertzuwachs von rund 8% verbuchen.

Keine andere Anlageklasse – weder Anleihen, noch Immobilien, noch Gold – können Aktien das Wasser reichen, wenn es um die langfristige Rendite geht.

7. Juli 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.