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Effektivverzinsung: Kaufmännische Methode

Um bestimmte Anlagen aussagekräftig miteinander vergleichen zu können, müssen Anleger oftmals die Effektivverzinsung berechnen.

Mehr zum Thema: Effektivverzinsung: Was versteht man darunter?

Aber wussten Sie, dass es insgesamt sechs verschiedene Methoden weltweit für diese Kalkulation gibt?

Kaufmännische Methode – eine von vielen

Verzinsungen zu berechnen sollte ja eigentlich ganz einfach sein. Sobald man die genaue Rate in Prozent kennt, kann man den Wertzuwachs für die entsprechende Zeitperiode rechnerisch ermitteln.

Was sich in der Theorie jedoch derart simpel anhört, enthält im Detail einige Tücken.

So ist zum Beispiel die genaue Festlegung des Zeitraumes immer wieder Hintergrund von finanztechnischen Debatten geworden.

Mit wie viele Tagen genau soll zum Beispiel ein Jahr zu Buche schlagen? Und mit wie vielen ein Monat? Werden der erste und der letzte Anlagetag, also der Tag der Auszahlung auch für die Verzinsung mitberechnet?

Im Laufe der Zeit haben sich darum in verschiedenen Ländern und Institutionen unterschiedliche Methoden der Zeitraumbemessung etabliert – die so genannte „(Deutsche) Kaufmännische Methode“ ist nur eine von vielen.


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Drei der verbreitetesten Rechenmodelle wollen wir Ihnen im Folgenden kurz vorstellen und die jeweiligen Unterschiede herausstellen.

Mehr zum Thema: Effektivverzinsung: Die Berechnung

Unterschiedliche Zinsberechnungen möglich

Bei der so genannten ‚Kaufmännischen Methode‘ der Zinsberechnung [Kürzel: 30E/360] wird jeder Monat so behandelt als umfasse er genau 30 Tage, auch Monate, die eigentlich bis um 31. andauern.

Ausnahme sind Geschäfte, die im Februar enden. Diese werden dann kalendergenau abgerechnet, also je nach Jahr mit 28 oder 29 Tagen.

Für Verzinsungen, die nicht im Februar enden, wird dieser Monat ansonsten trotzdem mit 30 Tage abgerechnet.

Zudem gilt bei der kaufmännischen Methode ein so genanntes Basisjahr als exakt 360 Tage lang, unabhängig von der jeweiligen tatsächlichen Tagesanzahl.

Außerdem wird gemäß der deutschen kaufmännischen Methode entweder der erste oder der letzte Anlagetag mitverzinst.

Demgegenüber weisen andere Berechnungsmethoden einige Unterschiede auf.

So wird beispielsweise bei der US-Zinsmethode [Kürzel: 30(28-29)/360)] stets der letzte Anlagetag verzinst, niemals aber der erste.

Die englische Berechnungsweise [Kürzel: ACT/365] verlangt dagegen immer eine kalendergenaue Bestimmung der Zinstage.

Das Zinsjahr hat also entweder 365 oder 366 Tage, während das Basisjahr unabhängig von der Anzahl der tatsächlichen Tage mit 365 Tagen angesetzt ist.

Wie bei der US-Methode wird auch hier der letzte Anlagetag verzinst, der erste dafür nicht.

Des Weiteren hätten wir dann noch die französische Zinsmethode [Kürzel: ACT/360]. In dieser Kalkulation werden die Zinstage ebenfalls kalendergenau auf 365 bzw. 366 Tage bestimmt.

Im Gegensatz zur Methode ACT/365 zählt hierbei das so genannte Basisjahr aber nur mit 360 Tagen.

Bei der französischen Zinsmethode wird nun aber der erste Anlagetag nicht verzinst, der letzte jedoch schon.

Sie sehen schon: Wollen Sie Effektivverzinsungen international vergleichen, müssen Sie unter anderem auf die jeweiligen Berechnungsmethoden achten.

Mehr zum Thema: Was bedeutet die Effektivverzinsung einer Investition?

12. Juni 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.