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Einkommensteuererklärung: Ausfüllen, abgeben und überprüfen

Wenn es zum Thema Einkommensteuererklärung kommt, stellen sich vielen die Nackenhaare auf – und das nicht vor Freude. Der Gedanke an die grün-grauen Formulare und das Zusammenrechnen und Anfügen von Belegen wird meistens auch noch unter Zeitdruck erledigt, was die Sache nicht angenehmer macht.

Doch das muss nicht sein. Mit ein wenig Planung ist die Erklärung der Einkommensteuer recht zügig abzuarbeiten. Auch die Berechnung der Einkommensteuer ist kein Hexenwerk. Wer die nötigen Formeln zur Hand hat, kann diese Berechnung auch zu Hause mit dem Taschenrechner durchführen.

Einkommensteuererklärung: Wer zur Abgabe verpflichtet ist

Wer zur Abgabe einer Einkommensteuer verpflichtet ist, das ist in Paragraph 46 EStG (Einkommensteuergesetz) geregelt. Die im Gesetz angeführten Gründe, die zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung verpflichten, sind sehr umfassend. Sie können den kompletten Gesetzestext auf den Seiten des Bundesministeriums der Justiz einsehen.

Trifft einer der folgenden Punkte zu, ist die Verpflichtung zur Abgabe der Einkommensteuererklärung in den meisten Fällen gegeben:

  • bei steuerpflichtigen Nebeneinkünften über 410 €
  • wenn ein Freibetrag auf der Lohnsteuerkarte eingetragen wurde
  • falls die Steuerklassenkombination III/V gewählt wurde
  • wenn Arbeitslosen-, Kranken- oder Kurzarbeitergeld über 410 € oder andere Lohnersatzleistungen bezogen wurden, die dem Progressionsvorbehalt unterliegen
  • falls parallel bei mehreren Arbeitgebern gearbeitet wurde
  • wenn nach Tod oder Scheidung im selben Kalenderjahr wieder geheiratet wurde
  • bei einer Abfindung oder anderen Vergütungen für eine mehrjährige Tätigkeit
  • falls nicht verheiratete oder geschiedene Eltern Freibeträge für ein Kind aufteilen/übertragen wollen

Einkommensteuererklärung: Wie und was abzugeben ist

Die Abgabe der Einkommensteuer hat auf den amtlich vorgeschriebenen Vordrucken zu erfolgen und ist eigenhändig zu unterzeichnen, so der Wortlaut der Abgabenordnung Paragraph 150. Die Vordrucke können allerdings auch zu Hause ausgedruckt werden, wie es viele Steuerprogramme vorsehen.

Auch die elektronische Einreichung/Abgabe der Einkommensteuer-Erklärung mittels der ELSTER-Seiten der Finanzverwaltung wird immer mehr genutzt. Neben den amtlichen Formularen sind alle relevanten Belege einzureichen, die zum Nachweis einer Steuerminderung dienlich sind.

Einkommensteuererklärung: Wann die Abgabe zu erfolgen hat

Viele erledigen die Einkommensteuererklärung oft auf den letzten Drücker. Dabei ist der Termin zur Abgabe der Einkommensteuererklärung so feststehend wie Weihnachten: der 31. Mai des Folgejahres. Streichen Sie also diesen Termin im Kalender an und erledigen Sie alles rechtzeitig ohne Zeitdruck.

Sollte es doch einmal eng werden, kann eine Fristverlängerung bis zum Ende des laufenden Kalenderjahres beantragt werden. Diese ist am besten und zur eigenen Absicherung in schriftlicher Form einzureichen. Wird die Frist ohne eine Fristverlängerung überschritten, drohen empfindliche Strafzahlungen.

Einkommensteuererklärung: Überprüfen und beanstanden

Mit der Abgabe der Einkommensteuererklärung sollte das Thema nicht gleich abgehakt werden. Kommt der Einkommensteuerbescheid vom Finanzamt zurück, ist es ratsam, diesen genau zu prüfen. Denn auch beim Finanzamt arbeiten Menschen, und diesen können Fehler unterlaufen. Sie haben 4 Wochen nach Erhalt des Bescheides Zeit, um Einspruch zu erheben und so fehlerhafte berechnete Beträge zurückzufordern.

1. Oktober 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rüdiger Dalchow. Über den Autor

Seit 1995 ist er selber aktiv an den Märkten tätig und hat dabei sowohl Hochs als auch Tiefs erlebt. Aus dieser Erfahrung heraus ist es sein Ziel, dem privaten Anleger oftmals zu kompliziert dargestellte Zusammenhänge an der Börse möglichst einfach, aber dennoch effektiv näherzubringen. Seit 2011 führt sein Blog www.aktienhandel-einsteiger.de mit interessanten Fachartikeln und Interviews durch das Aktiendickicht.