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Goldpreis: Produktion und Wirtschaft als beeinflussende Faktoren

Der Goldpreis wird durch bestimmte Faktoren beeinflusst. Dazu zählen einerseits die Produktion und andererseits wirtschaftliche Faktoren, wie unter anderem Inflationsraten und Börsenentwicklung.

Wir informieren Sie darüber, wie sich diese Faktoren auswirken.

Goldpreis: Die Produktion

In den vergangenen Jahren betrug die jährlich geförderte Menge Gold durchschnittlich etwa 2.400 Tonnen. Im Vergleich zu vor 120 Jahren hat sich damit die Förderung mehr als verhundertfacht. Gründe dafür sind vor allem die verbesserte Fördertechnik.

Neben dem Abbau unter Tage in Südafrika mit Tiefen von mehr als 3 Kilometern gehört dazu auch der Einsatz chemischer Substanzen. Dabei stammen die größten Mengen aus den Minen Südafrikas, Nordamerikas und Australiens.

Je nach Förderart variieren dabei die Kosten für die Goldgewinnung erheblich.

In Australien ist es möglich, eine Feinunze für unter 150 US-$ zu fördern. In den extrem tiefen Minen Südafrikas liegen die Kosten bei fast 400 US-$.

Bei dieser Differenz wird schon deutlich, wie groß die Unterschiede in den Margen der einzelnen Minenbetreiber sind. Bisher wurden etwa zwei Drittel der bekannten Goldreserven ausgebeutet. Minenbetreiber freuen sich heute schon über einen Goldanteil von 15 Gramm und mehr pro Tonne. In den meisten Regionen der Welt liegt dieser Wert jedoch weit darunter.

Zusammen mit der Rückgewinnung industriellen Goldes ergibt sich eine jährliche Angebotsmenge von rund 3.400 Tonnen, die weltweit zur Verfügung stehen. Diese Menge reicht jedoch bei weitem nicht aus, um die gesamte Nachfrage zu befriedigen.


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Die vorhandene Angebotslücke wurde in den letzten Jahren durch Verkäufe von Notenbanken gefüllt. Hinzu kommt der Ferne Osten als bedeutender Nachfragefaktor. Die wirtschaftlich aufstrebenden asiatischen Staaten wie Südkorea, Thailand, Indien und vor allem China haben ihre Goldkäufe wesentlich gesteigert.

Nicht nur die wachsenden finanziellen Möglichkeiten sind dafür verantwortlich, sondern vor allem der Symbolgehalt des Goldes.

Wirtschaftliche Faktoren: Zinsen und Inflationsraten

Gold bringt keine Zinsen und gilt daher für viele als uninteressante Anlage. In der Tat hat Gold immer dann schlecht abgeschnitten, wenn die Realverzinsung sehr hoch war. Bei einer Inflationsrate von 3% und Anleihezinsen bis zu 9% wollte niemand das zinslose Gold kaufen.

Doch diese Zeiten gehören der Vergangenheit an. Insbesondere bei den Anleihezinsen durchschreiten wir schon seit geraumer Zeit ein Tal der Tränen.

Da gewinnen alternative Anlageformen, zu denen auch Gold gehört, wieder an Bedeutung. Dabei gilt die Faustregel: Je höher der Realzins, desto niedriger der Goldpreis. Auch steigende Ölpreise gingen in der Vergangenheit stets einher mit steigenden Goldpreisen.

Dieses Phänomen konnte man auch 2005 wieder beobachten. Auf Jahressicht stieg der Ölpreis um fast 50% an, Gold verteuerte sich immerhin um 14%. Bei der Beziehung zwischen Inflationsrate und Goldpreis war in den vergangenen Jahren zu beobachten, dass der Goldpreis den Inflationsraten vorauseilte.

Er stieg bereits, als die Inflationsraten noch fielen oder zumindest nicht wieder anstiegen. Für ein Investment in Gold gab eine erwartete Inflationssteigerung Anlass, sich so gegen kommende Wertverluste abzusichern.

In den nächsten Jahren werden die Inflationsraten voraussichtlich weltweit ansteigen.

Währungseinfluss. Jahrelang galt die Regel „Steigt der Dollar, fällt das Gold“ und umgekehrt. Dieses Verhältnis lässt sich derzeit nicht mehr so festlegen. Speziell 2005 kam es im Sommer zu einer deutlichen Abkoppelung von diesem Trend.

Der US-Dollar legte im Vergleich zum Euro zu und gleichzeitig stieg auch der Goldpreis. Die angenehme Folge für Anleger in Deutschland: da Gold in US- Dollar notiert, dieser an Wert gewann, stieg auch der Goldpreis in Euro.

Die Preisbildung zwischen Goldpreis und US-Dollar hängt mittlerweile von so vielen Faktoren ab, dass eine einfache und absolut gültige „wenn-dann-Regel“ nicht mehr zutreffen kann.

Goldpreis: Auswirkungen der Börsenentwicklung

Eine ähnliche Beziehung wie die zwischen Goldpreis und Inflationsraten wird auch zwischen Goldpreis und internationalen Börsenkursen beobachtet. Steigende Goldkurse können Vorboten etwaiger neuer Unruhen an den Aktienmärkten sein. Das ist zwar nicht zwingend, aber auszuschließen ist diese Schlussfolgerung nicht.

Denn: In der Erwartung von Kursrückgängen an den Aktienmärkten werden erreichte Gewinne sichergestellt, von denen ein Teil in ein sicheres Investment, also in Gold, fließt. Angesichts der hohen Staatsschulden und des überbewerteten US-Dollars wird schon seit längerer Zeit das Rückschlagrisiko in den USA als hoch angesehen.

Schon jetzt gehen viele Investmenthäuser und Anlageberater wieder dazu über, den Kunden ein Investment in Gold in Höhe von 5 bis 10% des Depots zu empfehlen. Dieser Trend hat die breite Masse der Depots noch nicht erreicht.

Wenn die in US-Aktien investierte Liquidität nur zu einem Bruchteil aus den Wertpapieren in den Goldmarkt fließt, wird der Goldpreis so reagieren wie in der Vergangenheit die amerikanischen Börsenkurse: nach oben.

3. Oktober 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.