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Steuerprogression: Grenzen der Einkommensteuer-Zonen

In Deutschland existiert ein sogenannter progressiver Steuertarif, mit dessen Hilfe die individuelle Höhe der Einkommensteuer berechnet wird. Steuerprogression bedeutet, dass der effektiv zu zahlende Steuersatz mit steigendem Einkommen immer höher wird. Je mehr man also verdient, desto höher ist der Durchschnittssteuersatz.

Im geltenden Einkommenssteuertarif gibt es Grenzen in Form von Tarifzonen, die auch für den Steuerzahler interessant sind. Insgesamt sind dies 5 Zonen, mit einer Spannweite von 245.795 €.

Das Grundprinzip der Steuerprogression

Zwei der wichtigsten Demarkationslinien im Hinblick auf die Steuerprogression in Deutschland liegen bei 8.652 € und 254.446 €. Auf 8.652 € beläuft sich der Betrag, der steuerfrei ist. Das bedeutet, dass jeder Arbeitnehmer, unabhängig von seinem Gesamteinkommen, für diesen Betrag keine Steuern zahlen muss.

254.446 € ist der Betrag, ab dem aktuell der Spitzensteuersatz plus Reichensteuer von insgesamt 45% fällig wird. Das heißt, dass für jeden Euro, der über dieser Marke liegt, 45 Cent Steuern bezahlt werden müssen.

Somit wird erst ein Einkommen ab 8.652 € versteuert, wobei der Eingangssteuersatz bei 14% liegt. Unangetastet bleibt hiervon der Freibetrag, es ist also bei 8.653 € nur der eine Euro zu versteuern, der die 8.652 € übersteigt.

Zwischen dem Eingangssteuersatz von 14% und dem Spitzensteuersatz von 45% steigt der Grenzsteuersatz an. Und hier kommen dann auch die verschiedenen Grenzen der Steuerprogression ins Spiel.

Steuerprogression: Grenzen und Tarifzonen

Der Einkommensteuertarif ist in verschiedene Tarifzonen aufgeteilt. Insgesamt sind es fünf Tarifzonen, die für die Berechnung der eigenen Steuerbelastung relevant sein können.

Zone 1 beinhaltet den bereits erwähnten Freibetrag von 8.652 €. Einkommen bis zu dieser Grenze müssen nicht versteuert werden. Zone 2 umfasst zu versteuernde Einkommen von 8.653 € bis 13.669 €. In dieser zweiten Zone steigt der Steuersatz vom Eingangssteuersatz (14%) bis auf 24% an.

Die 3. Zone betrifft zu versteuernde Einkommen von 13.670 € bis 53.665 €. Hier steigt der Grenzsteuersatz etwas langsamer von 24% bis auf 42% an. In der 4. Zone wird das Einkommen oberhalb von 53.666 € mit 42% besteuert. Diese Zone reicht bis zu einer Einkommensgrenze von 254.446 €.

Ab 254.447 € greift die 5. Zone und damit die sogenannte Reichensteuer. Einkommen jenseits dieser Grenze werden mit 45% Einkommensteuer belegt.

Grenzen bei der Steuerprogression – was zu beachten ist

Wichtig bei den angegebenen Steuersätzen in den einzelnen Tarifzonen ist, dass es sich hierbei um Grenzsteuersätze handelt.

Zur Erläuterung kann man sich die Zahlen aus Tarifzone 2 näher ansehen. Diese reicht bis zu einem zu versteuernden Einkommen in Höhe von 13.669 € und einem Grenzsteuersatz von 24%. Dies bedeutet aber nicht, dass nun das gesamte Einkommen von 13.669 € mit 24% besteuert wird, sondern praktisch nur der letzte Euro.

Der erste Euro (bzw. wegen des Freibetrags der 8.653. Euro) wird mit dem Eingangssteuersatz von 14% besteuert. So müssen letztendlich bei einem Einkommen von 13.669 € 5.016 € versteuert werden.

22. Juli 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sebastian Grünewald. Über den Autor

Sebastian Grünewald ist freier Autor und Redakteur mit mehrjähriger Erfahrung. Er vermittelt einer breiten Leserschaft ökonomische Zusammenhänge und Themenfelder wie private Vorsorge und Geldanlage mit einfachen Worten.