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Abschlussgebühr bei Bausparverträgen verärgert die Verbraucher

Niemand mag gerne Extra-Gebühren! Leider sind viele Finanzprodukte nicht frei von Bearbeitungs- oder Abschlussgebühren und auch an Bausparverträgen wollen die Vermittler verdienen. Wer sich für den Abschluss eines Bausparvertrags entscheidet, der hat ein Finanzprodukt gewählt, mit dem Eigenkapital für eine eigene Immobilie angespart werden kann.

Im Anschluss an die sogenannte Ansparphase erhält der Bausparende ein Darlehen zu meist günstigen Konditionen, mit dem dann ein Objekt gekauft oder gebaut werden kann.

Welchen Kostenfaktor Bausparer nicht vergessen dürfen ist die Abschlussgebühr, die bei einem Bausparvertrag fällig wird. Dieser Posten versteckt sich meist im Kleingedruckten und beträgt zwischen 1 % und 1,6 %. Bei einer Finanzierungssumme von 30.000 € kann die Abschlussgebühr bis zu 480 € betragen, was viele Kunden als unfair empfinden. Je nach Vertrag können Bausparer die Abschlussgebühr zurückfordern, wenn sie auf ihr Bauspardarlehen verzichten.


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Klage der Verbraucherzentralen zur Abschlussgebühr bei Bausparverträgen gescheitert

So hat die Verbraucherzentrale des Landes Nordrhein-Westfalen im Jahr 2010 vor dem Bundesgerichtshof gegen diese Abschlussgebühr geklagt. Die Begründung war, dass der Gebühr keine Leistung gegenüberstehe und die Gebühr nicht im Effektivzins, sondern nur im Kleingedruckten ausgewiesen sei.

Der BGH gab den Bausparkassen recht und rechtfertigte die Abschlussgebühr bei den Bausparverträgen, sodass diese nicht zurückgefordert werden kann. Für Bausparer bedeutet dieses Urteil, dass Angebote nicht nur anhand des Effektivzinses, sondern auch auf Basis des Kleingedruckten verglichen werden müssen. Dies ist deutlich komplizierter und weniger transparent.

Wann Bausparer die Abschlussgebühr zurückfordern können

Bei der Berechnung der monatlichen Rate sollten Bausparer die Abschlussgebühr unbedingt mit einplanen. Die Gebühren werden normalerweise mit den ersten Raten verrechnet. Manche Verträge sehen allerdings auch eine Extra-Zahlung der Gebühr durch den Bausparer vor. Kunden können mit ihrer Bank in der Regel verhandeln, welche Variante ihnen lieber ist.

In manchen Verträgen ist vorgesehen, dass Bausparer bei einem Verzicht auf das Bauspardarlehen, die Abschlussgebühr zurückfordern können. Dies ist individuell geregelt und sollte vor dem Abschluss des Vertrags unbedingt erfragt werden. Bis vor einigen Jahren war neben der Abschlussgebühr sogar noch eine Kontoführungsgebühr bei den Bausparkassen üblich. Auf diese Beträge verzichten die Kassen mittlerweile.

Lohnt sich ein Bausparvertrag?

Ob Bausparverträge generell eine gute Anlagemöglichkeit sind, ist fraglich. Zwar gelten sie als sehr sicher und ermöglichen gute Konditionen für ein Darlehen. Die geringe Flexibilität, die Zweckgebundenheit des Darlehens und die relativ hohen Tilgungsraten bei einem kurzen Tilgungszeitraum (10 bis 12 Jahre) sind aber nicht für jeden geeignet.

Je nach verfügbarem Eigenkapital, individueller Planung und Alternativen muss jeder für sich abwägen, ob ein Bausparvertrag für ihn in Frage kommt. An den Abschlussgebühren gibt es in jedem Fall nichts zu rütteln – sie müssen beim Zustandekommen eines Vertrags bezahlt werden.

11. Mai 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.