MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Tipps und Tricks zum Autokauf: Barkauf, Finanzierung oder Leasing

In Deutschland sind über 59,5 Millionen Fahrzeuge zugelassen, davon 43,9 Millionen Personenkraftwagen, bei einem Durchschnittsalter von 8,8 Jahren.

Die meisten Neuzulassen erfolgen über Firmen und Unternehmen, während Privatkäufer sehr häufig den Gebrauchtwagenmarkt aufsuchen.

Die Finanzierung eines PKW ist besonders für kleinere Unternehmen ein Kostenaufwand, der nicht zu unterschätzen ist.

Zu den zusätzlichen Kosten neben dem neuen Fahrzeug gehören:

  • Kfz-Haftpflicht-Versicherung
  • Vollkasko- oder Teilkaskoversicherung
  • Prämien

2013 wurden laut der Deutschen Automobile Treuhand GmbH (DAT) Neuwagen zu 15 Prozent geleast, 54 Prozent nutzten eine Teilfinanzierung, neun Prozent eine vollständige Finanzierung und 22 Prozent keine Finanzierung.

Dabei geht vor allem der Anteil der Barkäufe immer weiter zurück.Statistik-Autokauf-CI-Gevestor

Barkauf: Vor- und Nachteile

Unternehmen, die über ein größeres Kapital verfügen, können über einen Barkauf nachdenken, denn Abschläge vom Listenpreis und Rabatte sind bei Direktkäufen oft lohnenswert, zum Teil mit bis zu 30 Prozent Rabatten.

Der Vorteil liegt darin, dass das Auto sofort für sämtliche Prozesse zur freien Verfügung steht, von Nutzung bis Verleih oder Weiterverkauf und es als Eigentum in die Firma übergeht.

Es gibt keine langwierigen Finanzierungskosten, jedoch sollten Käufer auf einen Zinsverlust achten, wenn sie Konten für den Autokauf auflösen, denn der Preisnachlass kann dabei eventuell den Zinsverlust nicht ausgleichen.

Des Weiteren besteht besonders für kleine Unternehmen bei einem Barkauf das Problem anschließend über keine ausreichende Liquidität mehr zu verfügen. Die hohen Anschaffungskosten könnten sich so negativ auf die zukünftigen Umsätze und Investitionen auswirken.

Der Kaufpreis von Neuwagen kann für Unternehmen in einem Zeitraum von sechs Jahren abgeschrieben sein, wenn der Wagen als Betriebsvermögen gekennzeichnet ist.

Bei einem größeren Fuhrpark summiert sich die Rechnung der zu leistenden Kosten und Barkäufer sollten nur dann die Dienstwagen direkt erwerben, wenn sie über ausreichende Geldsummen verfügen, die nach Abschluss des Kaufs die Liquidität sicherstellen können.

Leasing: Alternative für Unternehmen

Besonders bei mehreren Dienstwagen ist Leasing eine Alternative, die sowohl die Liquidität, als auch das Eigenkapital schont.

Leasing bedeutet, den Wagen gegen eine Leasingrate zu nutzen, ohne den gesamten Kaufpreis bezahlen zu müssen. Es handelt sich um die Vermietung des Wagens, in welcher der Mieter das Fahrzeug instand halten und warten muss.

Bei anderen Gegenständen sind Versicherung und Wartung im Leasingvertrag eingeschlossen, doch bei Fahrzeugen haftet der Leasingnehmer. Im Vertrag sind folgende Punkte abgeklärt:


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


  • Dauer des Leasingvertrages
  • Angestrebte Restwert zum Ende des Vertrages (zum Beispiel die Kilometerleistung)
  • Höhe der Leasingrate
  • Art und Umfang des Übergangs der Gewährleistungspflichten auf den Leasingnehmer
  • Eventuelle Nachzahlungen, wenn der festgesetzte Restwert überstiegen ist

Ausführliche Details zu den Verträgen gibt es auf verivox.de mit einer Abgrenzung zu Kreditverträgen. Die Leasingrate stimmt mit dem Verlust des Wertes des Fahrzeugs überein und beinhaltet eine Gewinnmarge für den Leasinggeber.

Oft gibt es die Möglichkeit den Wagen bei Zahlung des Restwertes selbst zu übernehmen, doch für Unternehmen ist es oft sinniger, den Wagen nach der vereinbarten Laufzeit auszutauschen. So bleibt der Fuhrpark auf dem neusten Stand der Technik und die Finanzen sind flexibel einsetzbar.

Leasing-Raten können Unternehmen zum Beispiel vollständig als Betriebsausgaben absetzen. Ein großer Vorteil im Leasing liegt in der Verringerung des Kapitalbedarfs und der gleichbleibenden Liquidität, da keine hohen Anfangsinvestitionen getätigt sind und sowohl die Leasing-Raten, als auch die Vertragslaufzeit von Anfang an feststehen.

So kann das Unternehmen die zukünftigen Investitionen und Ausgaben sehr genau kalkulieren und besitzt außerdem eine neutrale Bilanz, da die Leasing-Raten als Betriebsausgaben in der Gewinn- und Verlustrechnung stehen. Die Eigenkapitalquote oder der Verschuldungsgrad sind dadurch nicht beeinflusst.

Wichtiges Element ist die Selbstfinanzierung des Wagens, da die Raten gleichzeitig zum Nutzen anfallen und der Aufwand sich auf den geplanten Zeitraum verteilt.

Der Nachteil liegt in den festen Kosten der Leasing-Rate, da ein Leasing-Vertrag meist nicht kündbar ist und der Leasing-Nehmer das Auto bei Nichtnutzung nicht einfach verkaufen kann, da er nicht der rechtmäßige Eigentümer ist.

Insgesamt kommen erhöhte Gesamtkosten auf die Firma zu, durch die Raten und die zusätzlichen laufenden Kosten für Versicherungen, Reparaturen oder andere Maßnahmen zur Instandhaltung.

Wichtig ist bei den Leasing-Raten der Effektivzins, der sich auf die Höhe der Gesamtsumme auswirkt und den der Leasing-Nehmer genau berechnen sollte.

Wer ein Fahrzeug least, muss ebenso wie bei einem Autokredit eine gewisse Bonität vorweisen können. Allerdings sind die Kriterien weniger streng, als bei einem Darlehen, denn es reicht der Nachweis eines regelmäßigen Einkommens, der letzten Bilanzen oder der BWA.

Insgesamt bleiben weder das Eigenkapital, noch die Liquidität oder die Sicherheiten von den Leasing-Raten berührt. Leasing ist im Vergleich zu anderen Finanzierungskonzepten sehr transparent und unkompliziert und erweitert die flexible Gestaltung des Unternehmens. Eine genaue Auflistung der Vorteile zeigt folgender Eintrag auf.

Finanzierung: Raten im Vergleich

Meist finanziert der Ratenkredit den Kaufpreis, in festgelegten monatlichen Raten, um das Fahrzeug zu erwerben. Das erfolgt über ein unabhängiges Kreditinstitut oder über die Herstellerbank. Im Vertrag sind Zinssatz, Laufzeit und Raten fest eingetragen, so dass der Käufer einen guten Überblick über seine Finanzen erhält.

Autobanken bieten die Drei-Wege-Finanzierungen oder die Ballon-Finanzierung an. Beide setzen eine Anzahlung voraus, nach der die Monatsraten zu leisten sind.

Bei der Ballon-Finanzierung ist am Ende eine Ballonrate zu tätigen, die bis zu 50 Prozent der gesamten Summe betragen kann, während die Drei-Wege-Finanzierung dem Schuldner die Option des Kaufes, der Weiterfinanzierung oder der Rückgabe gibt.

Meist sind längere Laufzeiten angebracht, um die monatliche Rate so niedrig wie möglich zu halten, doch am Ende der Vertragszeit gibt es immer noch die Abschlussrate, die einkalkuliert sein sollte.

Der Nachteil der Finanzierung liegt darin, dass der Wagen bis zur vollständigen Finanzierung Eigentum der Bank bleibt, die das Recht besitzt, den Vertrag zu kündigen, sollte der Schuldner die Raten nicht einhalten.

Außerdem kann bei Schäden am Auto und hohen Kilometerzahlen der Wertverlust des Wagens sehr hoch sein, so dass ein möglicher Weiterverkauf die Restsumme nicht decken kann.

Wichtig bei der Ratenfinanzierung ist die genaue Untersuchung der verhandelten Verträge, da die so genannten Schnäppchen-Finanzierungen oft nur zur Absatzförderung eingesetzt sind und es keine weiteren Rabattmöglichkeiten gibt. Der ADAC listet weitere Tipps zur Finanzierung auf.

Wer den Neuwagen anmeldet, benötigt dafür die Überlassungsbescheinigung des Leasinghändlers, während bei der Finanzierung die Zulassungsbescheinigung nach der Anmeldung zurück zur Bank muss. Wichtige Details rund um die Kfz-Anmeldung erläutert dieser Beitrag.

Der Werteverlust und die Finanzierungskosten sind ebenfalls als Betriebsausgaben absetzbar und dies über die Nutzungsdauer von sechs Jahren.

Die Zinsaufwendungen sind ebenfalls als Betriebsausgabe abzugsfähig. Will der Käufer den Wagen jedoch wieder zurückgeben, so kann die Veräußerung mit der Umsatzsteuer belastet sein und der mögliche Gewinn ist zu versteuern.

Leasing, Barkauf oder Finanzierung?

Anhand dieser Beispielrechnungen lässt sich erkennen, dass bei einer Laufzeit von 48 Monaten ohne Restzahlung die Raten für die Kreditfinanzierung höher sind, als die Raten des Leasings. Der KFZ Listenpreis ist mit 40.000 beziffert, während der Effektivzins bei fünf Prozent liegt.

Barkauf-CI-Gevestor

Dafür ist die Gesamtbelastung beim Barkauf am niedrigsten und bei der Kreditfinanzierung im mittleren Bereich:

Barkauf-CI-Gevestor-Tabelle2

Leasing lohnt sich für die Unternehmen, die keine hohen Anfangskosten zahlen und ihr Eigenkapital frei verfügbar halten wollen. Durch die Gewinnerzielung während des Leasings finanziert sich der Wagen von selbst, während die Kreditfinanzierung nur über Fremdkapital erfolgt.

Leasing--CI-Gevestor

Leasing--CI-Gevestor-Tabelle2

Bei Leasing und Kapital unterstützt die genaue Planung der Raten zukünftige Investitionen, während der Barkauf eine hohe Anfangsbelastung darstellt.

Kredit-CI-Gevestor

Kredit-CI-Gevestor-Tabelle2

Die größte Flexibilität erhält ein Unternehmen mit dem Leasing, denn dadurch ist das Kapital nicht belastet und die Folgeinvestitionen sind besser zu planen.

1. Oktober 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Harald Junk
Von: Harald Junk. Über den Autor

Harald Junk ist freier Finanzberater und hilft Menschen dabei, die für sie richtigen Vorsorgemöglichkeiten zu treffen. Er weiß von dem Problem der Altersarmut und dass vielen Arbeitnehmern trotz der Angst davor das Kapital fehlt, um eine gute Vorsorge zu finanzieren. Die Erhöhung der Rentenbeiträge befürwortet er, wenn dafür die Alters- und die Erwerbsminderungsrente zumindest auf einem Niveau bleibt.