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Blockchain – eine Gefahr für das Geschäftsmodell der Banken?

Die Politik, hochrangige Bank-Manager und Wirtschaftsexperten wie Peter Bofinger wollen das Bargeld lieber heute als morgen abschaffen. Hintergrund sind die hohen Kosten, die mit dem Betrieb des derzeitigen Geldverkehrs verbunden sind. Zudem erhofft sich die Politik von diesem Schritt Vorteile im Kampf gegen die Geldwäsche.

Ein bargeldloses Zahlungssystem ist keine Utopie mehr. Schon heute gibt es eine Technologie, welche die gesamte Finanzbranche revolutionieren könnte. Die Rede ist von Blockchain.

Was ist Blockchain und wie funktioniert die Technik?

Blockchain war bislang als Infrastruktur bzw. System hinter virtuellen Währungen wie Bitcoin bekannt. Vereinfacht gesagt handelt es sich bei Blockchain um einen digitalen Kontoauszug, der alle Transaktionen und Veränderungen zwischen Rechnern genau erfasst und diese auf mehrere Computer verteilt dezentral speichert.

Der Name Blockchain rührt daher, dass Blockchain eine Art Datenbank ist, die mehrere Blöcke enthält. Jeder Block enthält Informationen zum Beispiel über Transaktionen seines Vorgängerblocks. Dadurch entsteht eine ununterbrochene Blockchain-Kette, die sich zum jeweils aktuellen Block zurückrechnen lässt.


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Der große Vorteil der Blockchain-Technik: Alle Transaktionen sind nicht nur transparent und für jeden Beteiligten nachvollziehbar, sondern können nachträglich in der Regel auch nicht mehr verändert werden und sind damit praktisch nicht manipulierbar.

Welche Auswirkungen hat Blockchain auf die Finanzbranche?

Blockchain macht durch die Unveränderbarkeit und die Transparenz eine zentrale Autorität bzw. den Vermittler überflüssig. Im Falle des heutigen Finanz- bzw. Geldsystems betrifft dies vor allem große Banken bzw. Zahlungsdienste wie PayPal, über die heute der Großteil des Zahlungsverkehrs abgewickelt wird.

Damit sind auch Anleger, die in Banken oder andere Finanzwerte investiert sind, direkt von der Blockchain-Revolution betroffen, sollte sich diese Technik durchsetzen.

Und die Chancen stehen gut dafür, denn der internationale Zahlungsverkehr hat sich seit fünf Jahrzehnten nicht stark verändert und dürfte nach Expertenmeinung reif für eine Innovation sein. Bei hohen Überweisungen ins Ausland sind oft mehrere Banken beteiligt, die für den Weitertransport des Geldes den Kunden Gebühren in Rechnung stellen.

Mithilfe der Blockchain-Technik wären solche Banken künftig überflüssig, da das Geld direkt von Konto zu Konto über eine Blockchain-Instanz transferiert werden kann – die Prüfung der Summen erfolgt automatisch über eine entsprechende Software.

Durch Blockchain würde eine Überweisung nicht mehr mehrere Tage, sondern nur noch Sekunden dauern, bis das Geld auf dem Konto ist. Zudem wären die Transaktionskosten minimal – Finanzexperten gehen von wenigen Centbeträgen aus.

Fazit: Blockchain ist eine interessante Technik, aber Fragen bleiben

Blockchain könnte ohne Frage den gesamten Geldverkehr revolutionieren. Dazu gehören nicht nur Überweisungen, sondern auch die Kreditvergabe und der Wertpapierhandel. Blockchain würde diese Finanztransaktionen erheblich beschleunigen und auch kostengünstiger machen.

Doch noch ist es nicht soweit. Noch gibt es keine Standards für verlässliche Datenquellen, zudem sind Manipulationen gänzlich ohne Kontrollinstanz auch bei Blockchain nicht völlig ausgeschlossen. Neben fehlenden Standards und der absoluten Sicherheit, fehlt auch noch der rechtliche Rahmen, insbesondere was den Schutz der Privatsphäre und die Transparenz angeht.

Dennoch sollten Anleger die Blockchain-Bewegung nicht unterschätzen. Die Technik hat durchaus das Potenzial, den Geldverkehr und damit die gesamte Bankenbranche in den kommenden Jahren fundamental zu verändern.

25. März 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands