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Das große Versagen der EZB: Kritik und Folgen der Geldpolitik

Die Meldungen über die Flüchtlings-Krise überschatten die desaströsen Verhältnisse innerhalb der EU.

Und damit ist nicht nur die Spaltung Europas in die willigen und unwilligen Länder hinsichtlich der Verteilungs-Quote von Schutz Suchenden gemeint.

Sondern es geht um die finanzpolitische Katastrophe, die die Europäische Zentralbank (EZB) Ihnen allen, den Sparern, beschert. kritik hagelt es von allen Seiten.

Denn immer noch dümpeln die von ihr gesenkten Leitzinsen fast gegen 0.

Der Leitzins ist der Zinssatz, zu dem sich Geschäftsbanken bei den Zentralbanken refinanzieren können. Dieser liegt momentan bei gerade einmal 0,05% (Stand: Februar 2016).

Bund, Länder und Gemeinden profitieren von der Sparer-Enteignung

Aufgrund der 0-Zins-Politik der EZB machen sich hierzulande nur die öffentlichen Haushalte die Taschen voll.

2015 sparten Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherungen beispielsweise 43 Mrd. € an Zinszahlungen im Vergleich zum Jahr 2007.


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Wenn Sie die Zeit von 2008 bis 2015 nehmen, sind das insgesamt 193 Mrd. € an eingesparten Zinsausgaben.

Kritik: Bundesregierung feiert die Sparer-Enteignung

Während also der Schulden-Haushalt schrumpft und sich Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble freudig die Hände reibt, verlieren Sie – der Sparer – Milliarden.

Wissen Sie, was der österreichische Banken-Chef Andreas Treichel zur Niedrigzins-Politik der EZB gesagt hat? Genau das, was es auch ist: eine „Enteignung aller Sparer in Europa.“

Dafür lässt sich die Bundesregierung perfiderweise feiern – und verkauft dem enteigneten Sparer ihren Rekord-Überschuss von 12,1 Mrd. € auch noch als großen Erfolg. Unglaublich!

Das EZB-Desaster

Als regelmäßiger GeVestor-Leser kennen Sie den Hintergrund für die seit langer Zeit anhaltende Enteignung durch die 0-Zins-Politik der EZB: Sie soll die Kredit-Vergabe von Banken an Unternehmen steigern.

Doch: Diese expansive Geldpolitik hat versagt. Und das kann man auch belegen.

Beispielsweise wurden im Dezember 2015 lediglich 0,3% mehr Darlehen an die Wirtschaft vergeben. Im November jenes Jahres waren es 0,7%.

Das alles ist alles andere als ein Erfolg der EZB, sondern genau das Gegenteil: ein Desaster.

Die Geld-Politik der EZB hat versagt

Sie wissen: die EZB versucht mit dem Kauf von Staatsanleihen die Konjunktur anzukurbeln, die niedrige Inflation anzuheben.

So werden monatlich etwa 60 Mrd. € in das Finanzsystem gepumpt. Doch, wie erwähnt, vergeben die Finanzinstitute kaum mehr Kredite an die Privatwirtschaft.

Damit hat die EZB-Politik zu Lasten der Sparer versagt. Das Billig-Geld kann die Realwirtschaft kaum beleben, führt stattdessen zu Blasen auf den Vermögens- und Immobilien-Märkten.

Vergessen Sie in diesem Zusammenhang auch nicht, dass Spekulationen dagegen weiter getätigt werden können, und zwar völlig ungebremst.

Wirkungsloses Quantitative Easing

Nun werden Sie sich fragen, weshalb die Geldschwemme der EZB, das sogenannte Quantitative Easing, versagt. Anderswo, beispielsweise in den USA, hat sie doch funktioniert.

Die Antwort darauf liegt auf der Hand: Sie werden überrascht sein, denn Sie werden schnell erkennen, dass sich die Finanzpolitik in der EU selbst aushebelt – mit weiter verheerenden Folgen für Sie und Ihr Vermögen.

2. Februar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Guido Grandt. Über den Autor

Der Autor, Jahrgang 1963, war viele Jahre lang als Manager in verschiedenen großen Unternehmen tätig. Lernte das unternehmerische Handwerk sozusagen von der "Pike" auf, bevor er sich ganz dem wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Geschehens Deutschlands publizistisch widmete.