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Devisen – Definition und Bedeutung für Anleger

Die genaue Definition des Begriffs Devisen ist nicht ganz einfach, da es zu unterschiedlichen Zwecken unterschiedliche Abgrenzungen der Begrifflichkeit geben kann.

Generell lässt sich aber sagen, dass es sich bei Devisen um Ansprüche auf Zahlungen in einer fremden Währung handelt. Das sind beispielsweise Schecks, Wechsel oder Bankguthaben bei ausländischen Kreditinstituten.

Im Volksmund wird auch häufig bei ausländischem Bargeld – sogenannte Sorten oder Noten – von Devisen gesprochen, was jedoch per Definition nicht korrekt ist.

Definition Devisen: diese Zahlungsmittel gehören dazu

Zu Devisen zählen nach der Definition Zahlungsmittel, die eine sofortige Kaufkraft in einer fremden Währung gewährleisten.

Neben Schecks und Wechseln fallen auch Kreditbriefe oder Reiseschecks unter Devisen. Ebenso erfüllen Bankguthaben mit sofortiger Fälligkeit die Voraussetzung der Definition, sofern das Guthaben auf eine ausländische Währung lautet.

Im Unterschied dazu werden jedoch zumindest im Bankenwesen Anleihen oder Aktien meist nicht zu den Devisen gezählt, selbst wenn sie in einer fremden Landeswährung emittiert wurden.

Auch Bargeld gehört als gesetzliches Zahlungsmittel nicht zu der Gruppe der Devisen. Banknoten können aber durch die Einzahlung auf ein Konto in Devisen umgewandelt werden, sofern dieses in der fremden Währung geführt wird.

Devisen – auch für private Anleger interessant

Devisen-Reserven in einem Staat deuten meist auf eine hohe Wirtschaftskraft hin und entstehen in der Regel dadurch, dass die Exporte die Importe übersteigen.

Dies gilt meist als Indikator für wirtschaftliche und finanzpolitische Stabilität und hat damit Einfluss auf das internationale Ansehen eines Staates sowie dessen Bewertung bei den Ratingagenturen.

Doch auch für Privatanleger können Devisen eine Rolle spielen. Dies wurde im Verlauf der Staatsschuldenkrise im Euroraum wieder sehr deutlich.

So fürchteten viele Anleger im Euroraum einen Zusammenbruch der heimischen Währung oder eine verstärkte Inflation und legten deshalb ihr Geld in Devisen an.

Konkret bedeutet dies, dass viele Anleger in Währungen investiert haben, die als krisensicher gelten. Zu nennen sind hier Schweizer Franken, die Norwegische Krone oder auch der US-Dollar.

Bei vielen Anlegern waren der Krisenschutz und damit der Werterhalt das primäre Ziel. Doch der Devisenhandel lockt vielfach auch Spekulanten an, die am Devisenmarkt das schnelle Geld zu machen hoffen.

Die Möglichkeiten dazu sind vorhanden – doch sollte man sich auch der Tatsache bewusst sein, dass große Risiken lauern können.

Devisenhandel: riskantes Spiel mit den Währungen

Beim Handel mit Devisen werden Währungspaare gehandelt. Das heißt, dass immer eine bestimmte Währung gegen eine andere getauscht wird – und zwar zu einem festgelegten, sich ständig ändernden Kurs.

Diese Kurse sind fortlaufend in Bewegung und ihre Entwicklung hängt von den unterschiedlichsten Faktoren – wie zum Beispiel den politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen in einem Währungsraum – ab.

In den vergangenen Jahren hat der Devisenhandel stark zugenommen, so dass auch der Einfluss von Spekulanten nicht unterschätzt werden sollte.

Generell gilt der Devisenhandel als riskantes Geschäft, bei dem man relativ schnell viel Geld verlieren kann. Selbst Experten in diesem Bereich tun sich mit Prognosen schwer – vor allem wenn es um eine langfristige Kapitalanlage geht.

4. April 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Lisa Louis
Von: Lisa Louis. Über den Autor

Lisa Louis ist freie Journalistin in Paris. Sie hat internationale Volkswirtschaftslehre in Deutschland und Frankreich studiert. Mit ihrem Wissen hilft Sie Lesern bei grundsätzlichen Fragen der Geldanlage und der Privaten Vorsorge.