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Market Order billigst oder bestens – die häufigste Orderart

Für Privatanleger kann es durchaus lohnend sein, über bestimmte Ordertypen Bescheid zu wissen. Aber nur eine gut eingesetzte Order ist langfristig von Erfolg gekrönt und schützt vor bösen Überraschungen. Die Market Order zählt zu den wichtigsten Ordertypen und ist häufig mit den Zusätzen „billigst“ oder „bestens“ versehen. Neben der „Market Order“ gibt es weitere wichtige Orderarten, die Anleger kennen sollten und die für Sie hier zusammengestellt wurden. 

Die Definition der Market-Order

Die Market-Order ist eine Order zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren, welche vom Broker direkt zum gegenwärtigen Marktpreis ausgeführt wird. Diese kommt zur Ausführung solange es Käufer und Verkäufer der entsprechenden Position gibt. Die Market-Order ist die am häufigsten genutzte Orderart überhaupt.

Was ist der nächste Marktpreis, zu dem eine Market-Order ausgeführt wird?

Zum genaueren Verständnis der Abwicklung einer Transaktion ist es wichtig zu verstehen, wie die Börse Käufer und Verkäufer zusammenführt. Die wichtigste Regel hierbei ist, dass immer der Preis mit dem höchsten generierten Umsatz festgesetzt wird (das sogenannte Meistausführungsprinzip). Ein konkretes Beispiel – es sind folgende Wertpapierorders offen:

MO_1

Auf der linken Seite im Orderbuch stehen die Käufer. Diese wollen natürlich so günstig wie möglich kaufen, daher existieren so viel Kauforders unterhalb der aktuellen Preisschwelle. Die Verkäufer auf der rechten Seite möchten so teuer wie möglich verkaufen. Bei dem Preis von 25,50 € findet in diesem Beispiel der größtmögliche Umsatz statt. Die Orders werden ausgeführt und der aktuelle Kurs liegt bei 25,50 €.

Anschließend sieht das Orderbuch so aus:

MO_2

Zu diesem Zeitpunkt ist keine Transaktion möglich, da zu keinem Preis Umsätze stattfinden können. Der Verkäufer mit dem niedrigsten Limit möchte mindestens 26,00 € für seine Papiere haben, der Käufer mit der höchsten Zahlungsbereitschaft allerdings nur 25,00 € bezahlen. Und so werden laufend die Ordereingänge an der Börse überprüft bis es wieder zu einer Überschneidung kommt. Dann wird erneut der Preis mit dem größten Umsatz errechnet und zu dem Preis ausgeführt.

Angenommen eine erneute Market-Order eines Käufers zu 26,00 € über 200 Stück kommt an die Börse, so werden 200 Aktien zu dem neuen Kurs von 26,00 € verkauft und der Kurs ist damit gestiegen. So erklärt sich der Kursanstieg oder auch Kursverfall einer Aktie über Angebot und Nachfrage.

Was sind die verschiedenen Ordertypen?

Wer als Anleger gut investieren möchte, hat im Regelfall konkrete Vorstellungen von den infrage kommenden Wertpapieren und deren Preise. Hierbei können sich Anleger verschiedene Ordertypen zunutze machen. Diese Ordertypen definieren unterschiedlichste Ausführungskriterien, die im Vorfeld angegeben werden können.

Man unterscheidet oft zwischen unlimitierten und limitierten Ordertypen. Die Market-Order ist die gängigste und gilt als unlimitiert, da sie einfach zum nächstmöglichen Preis zustande kommt. Die Limit-Orders begrenzen hingegen einen bestimmen Kauf- oder Verkaufskurs, zu dem die Order ausgeführt werden soll.

11. Mai 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Christian Klein. Über den Autor

Christian Klein hat durch eine Ausbildung in der Finanzbranche und ein anschließendes Studium mit Schwerpunkt BWL weitreichende Erfahrungen im Wertpapierhandel sammeln können. Aus persönlichem Interesse setzt er sich weiterhin mit Finanzpolitischen Themen sowie detaillierten Analysen auseinander. Als privater Anleger mit mehr als zehn Jahren Erfahrung befasst er sich mit technischer Analyse und deren Zusammenhang im täglichen Marktgeschehen.