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Short gehen mit ETFs – Ideal zur Depotabsicherung

Short gehen mit ETFs ist die Spekulation auf fallende Kurse mithilfe eines passiven Index-Produkts.

Short gehen bedeutet, dass man an der Börse auf Profit durch fallende Kurse setzt. Man verhält sich damit umgekehrt zur regulären Spekulation auf steigende Kurse.

In diesem Fall wird von Long gesprochen. Bei einer Long-Position ist man Käufer. Bei einer Short-Position ist man in der Rolle des Verkäufers.

Leerverkäufe tätigen

Wer short geht, tätigt einen Leerverkauf. Das Prinzip: Man verkauft geliehene Titel leer zum höheren Preis und kauft sie nach fallendem Kurs wieder billiger zurück. Die Differenz ist dann der Gewinn.

Mehr zum Thema: Leerverkäufe ganz einfach erklärt

Eigentlich sind ETFs (Exchange Traded Funds) eher zur langfristigen und sicheren Geldanlage geeignet.

Sie bilden einen Index eins zu eins ab und folgen dessen Wertwentwicklung. Der Effekt liegt einer hohen Diversifikation und extrem niedrigen Kosten.

Short gehen mit ETFs – Wetten auf fallenden Index

Wer mit ETFs short geht, tut dies in der Regel zur Absicherung seines Depots. Hierfür werden einige Produkte angeboten. Beispielsweise ETFs auf den Short-DAX.

Fällt dieser etwa um 10%, so steigt der Short-DAX um den selben Wert und umgekehrt. Der Unterschied gegenüber Short-Positionen mit Einzelaktien: Ein ETF bildet den DAX mit all seinen Aktien ab.


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Man wettet also nicht auf die Entwicklung einzelner Titel sondern um die des deutschen Leitindex.

Der Anleger erwirbt also kein Aktienportfolio. In Bezug auf die Aktien geht er mit einem Short-ETF somit indirekt vor. Dadurch allerdings fallen auch nur äußerst geringe Transaktionskosten an.

Ein weiterer Vorteil von Short-ETFs: Jeder Anleger kann sie jederzeit über die Börse handeln. Außerdem sind sie weniger risikoreich als klassische Derivate.

Short gehen mit ETFs – sicher und günstig

Im Gegensatz zu Reverse-Zertifikaten sind Short-ETFs zudem vor Insolvenz geschützt. Ebensowenig entstehen Zeit- oder Rollwertverluste wie bei Optionssscheinen oder Futures.

Der Leerverkauf erfolgt über den ETF. Ist der Kurs des DAX wie erwartet gefallen, so wird zum niedrigeren Kurs zurückgekauft.

Da nicht direkt in Aktien investiert wird, erfolgt die Berechnung  in Prozentpunkten.

Vom Gewinn ist eine Leihgebühr abzuziehen. Der Erlös wird am Geldmarkt geparkt und bringt Zinsen in Höhe des doppelten Tegesgeldzinssatzes.

Short gehen mit ETFs – Was zu beachten ist

Short gehen mit einem ETF bedeutet: Der Anleger muss den jeweils oberen und unteren Wendepunkt der Kursentwicklung erkennen.

Es kommt also auf den richtigen Zeitpunkt an. Dies ist gerade für Neu-Shorties nicht einfach. Deshalb sollte man schrittweise vorgehen.

Außerdem ist der sogenannte Basiseffekt zu beachten. Ein Short-ETF vollzieht die Wertentwicklung des Index anders nach als ein regulärer ETF.

Der Wert wird täglich festgestellt. Alle weiteren Veränderungen werden immer in Bezug zur Notierung des jeweiligen Vortages gestellt. Damit verändert sich die Basis fortlaufend.

Short gehen mit ETFs – Basiseffekt: Beispiel

Angenommen der DAX sinkt am Montag um 3 Prozentpunkte. Dann ist das die Basis für die Entwicklung am Dienstag.

Fällt er dann wieder um 3 Prozentpunkte, so ist dieser Kursabfall im Verhältnis zur niedrigeren Notierung des Vortags zu berechnen. Damit beträgt der gesamte Kursverlust nicht 6% sondern weniger.

Dies macht es für den Anleger schwieriger, die tatsächliche Kursentwicklung über eine bestimmte Zeit hinweg einzuschätzen.

Short-ETFs sind für Leerverkäufe durchaus geeignet. Short-ETFs sind vergleichweise günstig und sicher.

Anleger, die sich aufs Wetten auf fallende Kurse verschrieben haben, sollten jedoch lieber auf CFDs zurückgreifen.

Mehr zum Thema: Short gehen mit CFDs – Einsteigergelegenheit mit Risiken

Short-ETFs eigenen sich insgesamt eher zur Depotabsicherung. Short-ETFs gibt es auf verschiedene Indizes mit Aktien, Devisen, Rohstoffe oder Anleihen.

13. März 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.