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Euro/Dollar-Kurs: Mit Währungsoptionscheinen kräftig gewinnen

Der Euro ist in den letzten Tagen kräftig unter Druck geraten. Der Devisenhandel berichtete von teilweise aggressiven Verkäufen, die auf die schwindende Hoffnung auf eine Lösung der Eurokrise  zurückzuführen ist.

Solange der Euro gegenüber der anderen Währungen zur Schwäche neigt, profitieren Sie als Anleger sogar davon, wenn Sie Aktien oder Anleihen entsprechender Währungen im Depot haben.

Wenn Sie zu den spekulativ eingestellten Anlegern gehören, können Sie an diesen Kursschwankungen durch den Kauf von Währungsoptionsscheinen auf einen Anstieg oder einen weiteren Kursverfall des Euros wetten.

Das ist zwar ein sehr heißes Spiel, bei dem Sie jederzeit auch hohe Verluste erleiden können, wenn Sie sich nicht auf einen geringen Einsatz beschränken.

Doch die Chance, damit innerhalb weniger Tage und Wochen erhebliches Geld verdienen zu können, ist ebenfalls äußerst groß.

Euro/DollarEntwicklung: Starke Kursschwankungen verlocken zu einem kurzfristigen Trading

Der Kursverlauf zwischen Euro und US-Dollar lässt die hohen Schwankungen erkennen, unter denen sich die Währungsentwicklung vollzieht.

Spekulative Anleger nutzen diese, um mit dem Kauf entsprechender Währungsoptionsscheine kurzfristig auf einen steigenden oder fallenden Euro zu setzen.

Mit EuroDollarPutOptionsscheinen setzen Sie auf den Anstieg des USDollars gegenüber dem Euro

Wenn Sie bei einem Euro-Dollar-Optionsschein auf einen steigenden Dollar und daher auf einen fallenden Euro setzen wollen, müssen Sie einen Put-Optionsschein erwerben.

Denn Sie spekulieren ja darauf, dass der Dollar an Wert gewinnt und Sie am Markt daher weniger an Dollar für einen Euro zahlen müssen als den Dollarwert, den Sie über den Optionsschein zum festen Basispreis verkaufen können.

Fällt daher der Dollarkurs gegenüber diesem Basispreis, gewinnen Sie mit Euro/Dollar-Put-Optionsscheinen.


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Mit Euro/Dollar-Call-Optionsscheinen setzen Sie auf ein Nachgeben des Dollarkurses

Bei Euro/Dollar-Call-Optionsscheinen verhält es sich entsprechend umgekehrt. Diese setzen Sie ein, wenn Sie von einem stärker werdenden Euro gegenüber dem Dollar ausgehen.

Denn dann können Sie den Euro zu dem festgelegten Basispreis in US-Dollar über den Optionsschein erwerben.

Steigt der Wechselkurs des Euros gegenüber dem Dollar, so dass Sie später mehr an Dollar für einen Euro zahlen müssten, muss auch der Preis für Ihren Optionsschein steigen.

Fällt dagegen dieser Wechselkurs, verliert auch Ihr Optionsschein an Wert.

Entscheiden Sie sich vor einem Einstieg klar für die eine oder andere Richtung

Die entscheidende Frage beim Kauf eines Währungsoptionsscheins ist für Sie also die, in welche Richtung sich die Währung kurzfristig entwickeln wird.

Versuchen Sie sich besser nicht in langfristigen Prognosen. Selbst die eingefleichtesten Devisenexperten haben sich hierbei in der Vergangenheit fast noch immer geirrt.

Bei einem Trading am Devisenmarkt kommt es auf die langfristige Entwicklung auch gar nicht so sehr an. Mit Währungsoptionsscheinen sind Sie gerade daran interessiert, kurzfristige Bewegungen auszunutzen, und sollten diese im Normalfall auch nur für ein bis zwei Monate halten.

Entscheiden Sie sich für Restlaufzeiten von länger als vier Monaten

Auch wenn sich Währungsoptionsscheine immer nur für eine kurze Haltedauer eignen, sollten Sie dennoch nur solche mit Laufzeiten von wenigstens vier bis sechs Monaten kaufen.

Wenn die Entwicklung an den Devisenbörsen dann einmal gegen Sie läuft, haben Sie genug Zeit, um eine Reaktion abwarten zu können. Denn selbst wenn der Währungskurs sich nicht in die von Ihnen erwartete Richtung bewegt, sorgt allein der Zeitwertverlust bei Optionsscheinen für nachgebende Preise.

Achten Sie auf ein nicht zu hohes Aufgeld

Das Aufgeld bei Optionsscheinen ist die Prämie für die besonderen Chancen, die Ihnen ein solcher Schein wegen seiner überproportionalen Teilhabe am Anstieg des Währungskurses dank der Hebelwirkung gewährt.

Je größer diese Chancen, desto eher werden Sie als Anleger bereit sein, einen höheren Preis für einen Optionsschein zu zahlen. Rechnen Sie das sich ergebende prozentuale Aufgeld auf die Restlaufzeit um, erhalten Sie das prozentuale Aufgeld pro Jahr.

Ein jährliches Aufgeld von beispielsweise 10% besagt, dass der Besitzer eines solchen Scheins rechnerisch erst dann in die Gewinnzone kommt, wenn die Währung pro Jahr um 10% zulegt oder fällt.

Wählen Sie daher unter sonst gleichen Bedingungen Optionsscheine mit möglichst niedrigem jährlichen Aufgeld.

Checkliste: Wie Sie Übertreibungsphasen für ein Trading am besten nutzen

  • Gehen Sie Devisenspekulationen Währungsoptionsscheinen nur für eine relativ kurze Zeit von weniger als drei Monaten und mit Kleinstbeträgen, da sich die Marktlage sehr schnell ändern kann.
  • Nutzen Sie beim Einstieg in Währungsoptionsscheinen Tagessituationen, in denen die Kursentwicklung für eine extreme Übertreibung spricht, der bald schon eine Gegenreaktion folgen könnte.
  • Bestimmen Sie bereits beim Kauf eines Euro/DollarOptionsscheins ein festes Limit zur Verlustbegrenzung, bei dem Sie Ihren Optionsschein auf jeden Fall wieder verkaufen würden. Dabei sollte es sich um ein großzügiges Sicherheitslimit handeln, das um mindestens 30% unter Ihrem Kaufkurs liegt.
  • Behalten Sie die Währungsentwicklung und Ihren Optionsschein stets im Auge. Falls diese unerwartet gegen Sie läuft, warten Sie nicht zu lange damit, Ihren Optionsschein wieder zu verkaufen.
  • Dasselbe gilt umgekehrt auch, wenn Sie schon kräftig damit gewonnen haben: Reizen Sie einen Optionsschein niemals bis zum Schluss aus, und denken Sie daran, dass der Zeitwertverfall gerade bei Optionsscheinen mit kurzer Restlaufzeit auf die Dauer erheblich ist.

Mehr zum Thema: Dollar VS Euro: Wer gewinnt?

20. März 2000

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Dr. Werner Kurzawa
Von: Dr. Werner Kurzawa. Über den Autor

Als ehemaliger Bankkaufmann ist Dr. Werner Kurzawa seit über einem Jahrzehnt freier Wirtschafts und Finanzjournalist und hat zahlreiche Bücher, Zeitschriftenartikel, Fernseh und Rundfunkbeiträge rund um das Thema Geldanlage, Börse und Finanzen veröffentlicht.