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Steuerklassenberechnung: So einfach geht’s

Arbeitnehmer haben die Möglichkeit, auch innerhalb eines laufenden Jahres, ihre Steuerklasse zu wechseln. Vorher sollten sie jedoch unbedingt eine Steuerklassenberechnung durchführen.

Denn vor dem Wechsel muss genau bekannt sein, wie dann künftig die monatliche Steuerzahlung aussieht und wie sich die Höhe der Freibeträge gestaltet. Diese Zahlen müssen auch zu der jeweiligen Lebenssituation der Steuerbürger passen. Denn mit der Änderung gelten die neuen Bedingungen erst einmal das ganze Jahr.

Eine zweite Änderung ist innerhalb eines laufenden Jahres nicht möglich. Nur bei gravierenden Ereignissen, die auch auf die Steuerzahlung Einfluss haben, sind Ausnahmen zugelassen bzw. der Wechsel obligatorisch: nach einer Heirat oder nach einer Scheidung sowie beim Tod eines Ehepartners.

Eine Steuerklassenberechnung ergibt im Übrigen nur Sinn für Verheiratete. Denn Alleinstehende sind auf eine Steuerklasse festgelegt und können gar nicht wechseln. Aber auch Ehepaare müssen bestimmte Bedingungen erfüllen: sie müssen beide Arbeitslohn beziehen, unbeschränkt steuerpflichtig sein, und dürfen nicht dauerhaft getrennt leben.

Steuerklassenberechnung: Am besten im Internet

Der Terminus „Steuerklassenberechnung“ meint nicht den mathematischen Prozess, sondern die veränderten Ergebnisse aus einer bestimmten Einkommenshöhe unter verschiedenen Arten der Besteuerung. Diese Ergebnisse sind entscheidend dafür, wie viel Geld die Steuerbürger nach Abzug aller Abgaben jeden Monat netto zur Verfügung haben.

Deswegen wird die Steuerklassenberechnung am besten im Internet erledigt. Hier stehen Online-Rechner zur Verfügung, die genaue Ergebnisse Iiefern. Da alle Angaben anonym erfolgen, braucht auch kein Nutzer Sorge vor dem Missbrauch der Daten haben.

Im Wesentlichen handelt es sich bei den Eingaben um das Geburtsjahr, den Familienstand, den jährlichen Bruttoverdienstes und die Anzahl der im Haushalt lebenden Kinder. Die Online-Steuerklassenberechnung kann von jedem durchgeführt werden. Sie ist ausgesprochen einfach zu handhaben und liefert in Sekundenschnelle die gewünschten Ergebnisse.

Einige Online-Rechner, die eine Steuerklassenberechnung durchführen, arbeiten auch mit automatischen Vergleichsmöglichkeiten. Da verheiratete Arbeitnehmer drei Möglichkeiten des Steuerklassenwechsels haben, können sie diese gleich alle in die Steuerklassenberechnung mit einbeziehen. Die Ergebnisse lassen sich am besten vergleichen.

Steuerklassenberechnung: Die beste Kombination finden

Das besondere Augenmerk bei der Steuerklassenberechnung gilt dem so genannten Ehegattensplitting. Grundsätzlich werden Verheiratete in der Steuerklasse IV veranlagt. Bei einem etwa gleich hohen Einkommen ist dies meist auch die beste Lösung, was man sich mit einer Steuerklassenberechnung auch bestätigen lassen kann.

Anders sieht es aus, wenn ein Partner erheblich weniger verdient als der andere. Dann kommt die Kombination der Steuerklassen III und V in Frage. Seit 2010 können Ehepaare eine weitere Form der Steuerklassenberechnung nutzen, die durch die Einführung des so genannten Faktorverfahrens in die Steuerklasse IV entstanden ist.

Ähnlich wie bei der Kombination von Steuerklasse III und Steuerklasse V ergibt sich durch das Faktorverfahren eine steuermindernde Wirkung. Allerdings kann es hier nicht mehr zu hohen Nachzahlungen kommen, wie beim „klassischen“ Splitting.

4. Oktober 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Daniela Kunath
Von: Daniela Kunath. Über den Autor

Daniela Kunath arbeitet als freie Autorin für verschiedene Projekte. Persönlich interessiert sie sich seit vielen Jahren für den Bereich Finanzen und Investments und gibt dieses Wissen passioniert an interessierte Leser weiter.