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Zinsabschlagsteuer und Kapitalertragsteuer: So werden sie definiert

Zinseinkünfte müssen Sie noch bis Ende 2008 mit Ihrem persönlichen Einkommensteuersatz versteuern. Weil aber oft vergessen wird, sie gesondert in der Steuererklärung anzugeben, erhebt der Staat die Zinsabschlagssteuer in Höhe von 30% direkt an der Quelle, sprich: bei der auszahlenden Bank.

Zinsabschlagsteuer: So wird sie definiert

Diese schreibt Ihnen also die erzielten Zinseinkünfte nicht in voller Höhe gut, sondern behält 30% davon ein und leitet diesen Betrag direkt ans Finanzamt weiter. Verhindern können Sie das nur mit einem Freistellungsauftrag bis zur Höhe des Sparerfreibetrags (801 € für Ledige/1.602 € für Verheiratete).

Kapitalertragssteuer: schnell erklärt

So heißt der Sammelbegriff für alle Steuern, die Sie auf Zinsen und Dividenden abführen müssen. Zinsen müssen Sie dabei nach bisherigem Recht (bis einschließlich 2008) voll versteuern, Dividenden zur Hälfte. Mit Einführung der Abgeltungssteuer wird sich das grundlegend ändern. Dann gilt für all diese Anlagen ein Steuersatz von einheitlich 25% (plus Solidaritätszuschlag plus Kirchensteuer).

11. Januar 2008

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.