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Arbitrage: Beispiel erklärt Ausnutzen von Preisunterschieden

Jeder kennt es, jeder tut es, wenn er kann: das Ausnutzen von Preisunterschieden. Zum Beispiel im Urlaub kommt man immer wieder in den Genuss, regionale Spezialitäten günstig zu erwerben. Würde man diese Spezialitäten nun mit nach Hause nehmen und teuer verkaufen, wäre dies schon ein Arbitragegeschäft.

Das gleiche Prinzip kann auch an der Börse angewandt werden. Anleger können so anhand von Preisunterschieden fast risikolos Gewinne einstreichen. Allerdings muss dazu schnell gehandelt werden: Die Preise bewegen sich ständig und geraten rasch wieder ins Gleichgewicht.

Arbitrage am Beispiel erklärt

Arbitrage bedeutet im Grunde lediglich das Ausnutzen von Preisdifferenzen eines Gutes oder Wertpapiers an unterschiedlichen Börsenplätzen, um einen völlig risikolosen Gewinn zu erzielen.

Ein Beispiel für Arbitrage: kauft ein Anleger an der Frankfurter Börse Aktien im Wert von 40 € pro Stück und gelingt es ihm sie gleichzeitig an der Londoner Börse für 42 € je Aktie zu verkaufen, so kann er pro Aktie einen Gewinn von 2 € verbuchen. Ohne Risiko.

Durch die beiden Geschäfte steigt die Nachfrage und somit auch der Kurs der Aktie an der Frankfurter, , in London fällt er dagegen, bis es zur Angleichung der Preise an beiden Börsenplätzen kommt.


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Ein  vollkommener Markt würde dagegen keine Möglichkeit der Arbitrage bieten. Die Idee eines solchen vollkommenen Marktes ist jedoch auch lediglich nur in der Theorie denkbar.

Kassa-Futures-Arbitrage

Arbitrage kann zum Beispiel auch bei temporären Kursdifferenzen zwischen dem Terminmarkt und Kassamarkt angewandt werden. Dieses Vorgehen fällt unter den Begriff „Kassa-Futures-Arbitrage“ oder auch „Cash-and-Carry-Arbitrage“.

Der Preis auf dem Terminmarkt liegt höher als auf dem Kassamarkt. So wird etwa eine Aktie auf dem Kassamarkt gekauft und direkt wieder auf dem Terminmarkt verkauft. Die Differenz stellt dann den Gewinn dar.

Warum Arbitragegeschäfte?

Warum sollte nun ein Anleger Arbitragegeschäfte tätigen? Hier ist beispielsweise die risikolose Gewinnerwartung zu nennen. Ob nun mit Aktien, Devisen, Edelmetallen, Optionsscheinen oder anderen Wertpapieren: durch erkennbare Preisdifferenzen können schnell und vor allem praktisch risikolos Gewinne eingefahren werden. Vorraussetzung ist, dass das entsprechende Papier an mindestens zwei unterschiedlichen Börsenplätzen gehandelt wird.

Zudem kann das Arbitragegeschäft auch eingesetzt werden, um eine geeignete Absicherung darzustellen oder Verluste zu minimieren. Dies geschieht, indem Anleger eine geeignete Gegenposition zum vorher getätigten Abschluss einnehmen.

Arbitragegeschäfte nur begrenzt möglich

Aufgrund der modernen Informations- und Kommunikationssysteme und der damit einhergehenden Markttransparenz ist der Vorteil der Preisdifferenz jedoch meist nur gering. Daher ist oft ein großes Handelsvolumen ist für einen einträglichen Gewinn fast unumgänglich. Meist betragen die Preisunterschiede nicht wie im obigen Beispiel 2 Euro, sondern nur wenige Cent.

Zudem ist das Zeitfenster des Arbitragegeschäfts nicht dauerhaft geöffnet. Durch die Arbitrage gleichen sich die Preise auf den Märkten wieder an, der Vorteil der Preisunterschiede ist recht kurzfristig und das Gleichgewicht schnell wieder hergestellt.

Vor allem: auch andere Trader können die gleichen Geschäfte genauso ausführen, Sie müssen somit nicht nur entsprechende Preisunterschiede finden, sondern anschließend auch noch schneller als Andere sein.

Somit nutzen vor allem institutionelle Händler wie Kreditinstitute oder Versicherungen die Arbitrage. Für Kleinanleger lohnt sich das Arbitragegeschäft dagegen eher selten. Wer jedoch fast ohne Risiko auch kleine Gewinne einfahren möchte, für den ist das Arbitragegeschäft durchaus interessant.

Wichtig: Berücksichtigen Sie auch die jeweiligen An- und Verkaufsgebühren. Diese mindern Ihren Gewinn.

25. März 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sonja Hüsken. Über den Autor

Schon vor ihrem Studium der Volkswirtschaftslehre beschäftigte sich Sonja Hüsken intensiv mit dem Zusammenspiel von Politik und Wirtschaft und der Frage nach der richtigen Vorsorge. Immer im Fokus: Der Mehrwert der Information für den Leser.