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Depotübertrag: Abgeltungssteuer nicht zwangsläufig fällig

Für Privatanleger ist die Höhe der Abgeltungssteuer bei einem Depotübertrag oft von großer Bedeutung.

Wenn man Wertpapiere aus seinem Depot in den Depotbestand eines anderen Anlegers überträgt, behält die depotführende Bank grundsätzlich die zu erhebende Abgeltungssteuer ein.

Denn ein Depotübertrag gilt als ein Verkauf von Wertpapieren oder Anteilen und ist daher abgeltungssteuerpflichtig.

Seit 2009 gibt es durch die neue geltende Abgeltungssteuer bei einem Depotübertrag einige Änderungen und neue Anforderungen an Banken, Finanzdienstleister und Privatanleger.

Mehr zum Thema: Abgeltungssteuer: Was vom Freibetrag übrig ist

Die Abgeltungssteuer ist oft nicht so leicht zu durchschauen. Anleger sollten die wichtigsten Punkte der Abgeltungssteuer kennen. Denn es gibt auch Möglichkeiten die Steuer bei einem Depotübertrag zu umgehen.

Depotübertragungen: Was man beachten muss

Unter einem Depotübertrag versteht man zunächst einmal die Übertragung von Wertpapieren von einem Wertpapierdepot in ein anderes.


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Je nachdem ob beide Depots bei dem gleichen oder bei unterschiedlichen Kreditinstituten geführt werden kann der Ablauf eines Depotübertrags variieren.

In der Regel geht ein Depotübertrag heute elektronisch von statten.

Es gibt mehrere Arten von Depotüberträgen. Allgemein unterscheidet man zwischen einem Depotübertrag ohne Gläubigerwechsel und einem Depotübertrag mit Gläubigerwechsel.

Ein Gläubigerwechsel liegt immer dann vor, wenn der Depotinhaber, dem das Wertpapier übertragen wird, nicht der Depotinhaber ist, der das Wertpapier überträgt.

Einfach ausgedrückt: Wenn man innerhalb der eigenen Depots Wertpapiere überträgt ist dies ein Depotübertrag ohne Gläubigerwechsel. Sobald man einem anderen Anleger etwas auf dessen Depot überschreibt liegt ein Depotübertrag mit Gläubigerwechsel vor, da sich der Inhaber des Wertpapieres ändert.

Ein Depotübertrag mit Gläubigerwechsel ist zum Beispiel eine Schenkung, ein Übertrag an den Ehepartner oder das Gemeinschaftsdepot mit dem Ehepartner oder aber eine Erbschaft.

Ein Depotübertrag mit Gläubigerwechsel gilt prinzipiell als Veräußerung. Deswegen erfolgt unter Umständen auch der Abzug der Abgeltungssteuer durch die Bank.

Depotübertrag: Wann Abgeltungssteuer fällig wird – und wann nicht

Durch die Reform der Abgeltungssteuer sind Depotübertragungen an andere Personen, selbst an enge Verwandte wie beispielsweise die eigenen Kinder, nicht mehr uneingeschränkt steuerfrei.

Seit 2009 gelten Depotübertragungen als Kapitalübertragungen oder Veräußerungen und sind generell mit einem einheitlichen Steuersatz von 25% belastet. Die Bank, die das Depot führt, ist verpflichtet, den Steuerbetrag direkt an das Finanzamt abzugeben.

Die Steuerpflicht bei Depotübertragungen kann für Anleger teuer werden. Allerdings lässt sich die Abgeltungssteuer auch umgehen.

So zum Beispiel mit offiziellen Schenkungen. Die Schenkung muss in einem Auftrag an die Bank angewiesen werden, damit die Bank diese Information dem zuständigen Finanzamt weiterleiten kann.

Mehr zum Thema: Abgeltungssteuer umgehen: So sparen Sie bei Depotübertragungen

Sofern die Schenkung innerhalb des geltenden Schenkungsfreibetrags liegt, können Anleger das Depot zu einem beliebigen Zeitpunkt steuerfrei veräußern. Der Schenkungsfreibetrag liegt bei 20.000 € – er kann allerdings nur alle 10 Jahre in Anspruch genommen werden.

Auch die Übertragungen von Wertpapieren an Ehepartner oder ein Gemeinschaftsdepot mit dem Ehepartner und Erbschaften unterliegen nicht der Abgeltungssteuer.

Es gibt für Privatanleger mit der Schenkung also die Möglichkeit, die Abgeltungssteuer bei einem Depotübertrag zu umgehen.

4. August 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.