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Freibeträge bei Schenkungssteuer: So können Sie sparen

Bei einer Schenkung ist der Staat immer mit von der Partie und verlangt seinen Anteil in Form einer Steuer. Dabei gibt es in Bezug auf die Schenkungssteuer Freibeträge, die der Empfänger der Schenkung alle 10 Jahre nutzen kann.

So können größere Vermögensübertragungen strategisch geplant werden. Die Höhe des Freibetrags hängt dabei vom Verwandtschaftsgrad zwischen dem Schenker und dem Beschenkten ab. Schenkungen sind steuerfrei, solange der persönliche Freibetrag nicht überschritten wird. Dabei kommt es auf den Wert der Schenkung an.

Der Wert der Schenkung

Das wichtigste Merkmal für die Höhe der Schenkungssteuer ist die Höhe der Schenkung. Bei Sachwerten und Wertpapieren wird dazu der aktuelle Markt- bzw. Kurswert zugrunde gelegt.

Angenommen, der Wert eines Gemäldes wird auf 150.000 € beziffert, fließen auch 150.000 € in die Berechnung der Steuer mit ein. Bei Bar-Schenkungen ist der Betrag maßgeblich, der verschenkt wurde.

Deutlich komplizierter sind die Regelungen, wenn Immobilien, also Grundstücke und/oder Häuser bzw. Wohnungen verschenkt werden. Dabei gilt dann in erster Linie die Verkehrswertermittlung gemäß Baugesetzbuch (BauGB).

Schenkungssteuern fallen nur an, wenn der Wert der Schenkung höher ist als der Freibetrag, den der Beschenkte aufgrund seines Verwandtschaftsgrades zum Schenkenden geltend machen kann.

Wann entsteht die Steuerschuld?

Die Steuerschuld entsteht am Tag der wirtschaftlichen Bereicherung. Bei Schenkungen ist dies der Tag der Schenkung. Wenn beispielsweise Aktien verschenkt werden und deren Kurs nach dem Tag der Schenkung steigt, gilt trotzdem der Kurs am Tag der Schenkung.

Schenkungssteuer: Freibetrag ausnutzen

Ganz wichtig, um nicht auf die gesamte Schenkung Steuern zahlen zu müssen, sind die Freibeträge. Diesbezüglich gelten nach § 16 Erbschaftsteuergesetz (ErbStG) folgende Beträge:

Für Ehepartner und Lebenspartner einer eingetragenen Lebenspartnerschaft liegt der Freibetrag bei 500.000 €. Bei Kindern und Enkelkindern, deren Eltern verstorben sind, sowie für Stief- und Adoptivkinder beträgt der Freibetrag 400.000 €. Für Enkelkinder gilt ein Freibetrag von 200.000 €. Und für Eltern und Großeltern, Kinder der Geschwister sowie alle anderen Empfänger einer Schenkung liegt der Freibetrag bei 20.000 €.

Nur, was nach Abzug der Freibeträge vom Vermögenswert übrig bleibt, ist  schenkungssteuerpflichtig. Jeder steuerpflichtige Erwerb wird dabei auf volle 100 € nach unten abgerundet.

Steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten durch Freibeträge

Wer jemandem Vermögenswerte übertragen möchte, sollte in Erwägung ziehen, dies in mehreren Schritten zu tun. Dabei können die Freibeträge in Bezug auf die Schenkungssteuer alle 10 Jahre in Anspruch genommen  werden.

So können die Beschenkten Schenkungssteuern sparen, da ihnen Vermögenswerte nicht auf einmal, sondern in mehreren Schritten zuwachsen, die jeweils von der Schenkungssteuer befreit sind.

Dieses Vorgehen ist zur Vermögensübertragung unter Umständen sinnvoller als eine Erbschaft, bei der ein größeres Vermögen auf einmal vererbt wird, für das dann die entsprechende Erbschaftssteuer zu zahlen ist.

14. Juli 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Dr. Jürgen Nawatzki
Von: Dr. Jürgen Nawatzki. Über den Autor

Nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre war Dr. Jürgen Nawatzki u. a. als Finanzberater tätig und hat individuelle Lösungen zur Vorsorge, Immobilienfinanzierung und zum Kapitalaufbau für Privatkunden entwickelt. Als Autor möchte er seinen Lesern Informationen und Hintergrundwissen zu Wirtschafts- und Finanzthemen liefern.